Konzertstadl

01.07.2011

Wieder ein Volltreffer

Das A-cappella-Ensemble „Juke Vox“ begeisterte nicht nur die Frauenwelt im Reimlinger Konzertstadl. Die drei Tenöre (von links): Alexander, Michael und Christoph neben Bariton Fabian und Bassist Tobias boten ein Konzert der Extraklasse auf hohem musikalischem Niveau vorgetragen mit viel Charme und Esprit.
Bild: Foto: Dieter Mack

Das Vocal-Ensemble „Juke Vox“ zeigt sich in Reimlingen wieder humorvoll und musikalisch ausgereift

Reimlingen Trotz Mess’ in Nördlingen und hochsommerlichen Temperaturen gelang dem Vocal-Ensemble „Juke Vox“ am Sonntagabend das Kunststück, den Reimlinger Konzertstadl ganz zu füllen. Wie schon vor drei Jahren setzte das Ensemble damit den Schlusspunkt unter das erste Veranstaltungshalbjahr des Nördlinger Kulturforums. Und es war wieder ein Volltreffer.

Die fünf Sänger betreten die Bühne ganz in Schwarz, seriös gekleidet und schnell wird klar, warum heute Abend der Frauenanteil deutlich höher liegt als sonst. Da steht eine „boy group“ auf dem Podium, das eigentlich keine „boy group“ sein will. Doch Charme und Aussehen der fünf jungen Sänger lassen sicher das ein oder andere Frauenherz etwas höher schlagen. Sie selbst wollen eigentlich nur eine Gruppe sein, die viel Spaß beim Singen hat. Und singen können alle fünf ausnahmslos ganz hervorragend. Kein Wunder, blicken sie doch auf eine gemeinsame Karriere bei den Augsburger Domsingknaben zurück.

Markenzeichen Imitation

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Ihr Markenzeichen ist die Imitation von Instrumenten. Sei es bei einem Song über „Muttis Oberlippenbart“, oder der herrlichen Ballade über den „Morgen danach“, stets werden die Songs von Bassist Tobias eingezählt und intoniert. Und dann spielt der Tobi Bass! Aber wie ein echter E-Bass und nur mit seiner Stimme. Wunderbar, wie er den Hit „Bobby Brown“ – eine Persiflage auf Amerikas Sexualoffenheit – intoniert und mit einer (nicht ganz) jugendfreien Choreografie unterlegt.

Die tiefen Töne

Ihm zur Seite im Bereich der tieferen Töne steht Fabian als Bariton, der ebenfalls als Solist bei Grönemeyers „Dort und hier“ brillieren kann. Beide bilden in der Regel den rhythmischen Unterbau, auf den die drei Tenöre aufsetzen können. Apropos Tenöre: Christoph als schmachtender Solist bei „Angie“ von den Stones bringt eine Dame aus dem Publikum ins Schwärmen und Michael betört die älteren Damen mit dem Tango „O Donna Clara“. Völlig aus dem Gleichgewicht aber bringt Alexander die Frauenwelt, wenn er singt „It’s hard for me to say i‘m sorry“.

Nebenbei steht der Spaßfaktor im Mittelpunkt. Fast alle musikalischen Darbietungen werden choreografisch angereichert, und wenn es sein muss, auch mal mit Veränderungen der Kleiderordnung untermalt. Dabei kennt Tobias in der Regel nur eine Richtung, nämlich die Entledigung seiner Kleidungsstücke. Juke Vox ist eine humorvolle, musikalisch ausgereifte A-cappella-Gruppe, die nicht nur in Reimlingen ihr Publikum zu begeistern versteht, wie drei frenetisch erklatschte Zugaben beweisen. (cei)

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