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Pflaumloch: In Pflaumloch schließt die Metzgerei Behringer

Pflaumloch

In Pflaumloch schließt die Metzgerei Behringer

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    Direkt an der Bundesstraße in Pflaumloch liegt das Gebäude der Metzgerei Behringer, die im Dezember schließen wird.
    Direkt an der Bundesstraße in Pflaumloch liegt das Gebäude der Metzgerei Behringer, die im Dezember schließen wird. Foto: Anja Lutz

    In Pflaumloch geht eine Tradition zu Ende: Im Dezember schließt die Metzgerei Behringer für immer ihre Türen. Wie Inhaber Heinz Behringer auf Nachfrage mitteilt, wird der 9. Dezember voraussichtlich der letzte Verkaufstag sein. Gestiegene Kosten und fallende Umsätze machten den Schritt notwendig, sagt der Metzgermeister. 

    Zudem habe er, knapp 70 Jahre alt, keinen Nachfolger. In seinem kleinen Betrieb muss Behringer immer große Mengen an Waren, wie beispielsweise Gewürze, beim Großhandel abnehmen und sogar einen Mindermengenzuschlag bezahlen. Das rechne sich auf Dauer nicht mehr. Bis 2009 hat Behringer noch selbst produziert und geschlachtet. Ab diesem Jahr traten neue Richtlinien in Kraft, sein Betrieb war für eine EU-Schlachtstätte nicht mehr zulässig. „Und ich kann ja nicht alle zehn Jahre ein neues Schlachthaus bauen“, erklärt Behringer.

    Heinrich Behringer kam aus Donauwörth nach Pflaumloch

    Seinen Anfang nahm alles mit Heinz Behringers Großvater Heinrich. Er war 1914 aus Donauwörth nach Pflaumloch gekommen und pachtete Gastwirtschaft und Metzgerei. Im Jahr 2014 hat der Betrieb noch Jubiläum gefeiert. Tobias Mehlich, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, war persönlich in Pflaumloch vor Ort und überreichte eine Ehrenurkunde. Die Gastwirtschaft hat Heinz Behringer noch bis zur Corona-Pandemie betrieben. Man habe am Vormittag noch zwei bis drei Kunden gehabt, was sich nicht gerechnet habe. „Dafür kann man keine Bedienung einstellen“, sagt Behringer. Eine Weile hätten sich die Gäste noch ihr Bier selbst eingeschenkt, schließlich musste man auch die Wirtschaft schließen.

    Heute arbeitet Behringer mit seinem Schwager, seiner Schwester und zwei Teilzeitverkäuferinnen zusammen. Bis vor einigen Jahren hat die Metzgerei regelmäßig Nachwuchs ausgebildet, doch die Nachfrage sei nicht mehr da, sagt Behringer. Früher habe sich immer mal wieder einer gemeldet, der sich für den Beruf des Metzgers interessiert habe, doch das sei bestimmt schon zehn Jahre nicht mehr der Fall gewesen. 

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