Basketball

22.05.2019

Center-Talent bleibt ein Angel

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So sieht ein glücklicher Basketball-Manager aus: Kurt Wittmann, Sportlicher Leiter der Angels, bei der Vertragsunterzeichnung von Luisa Geiselsöder.
Bild: Martin Fürleger

Die Nördlinger Bundesliga-Verantwortlichen gewinnen das Gerangel um eine der besten deutschen Nachwuchsspielerinnen. Was für Luisa Geiselsöder den Ausschlag gab.

Homegrown - mit diesem Adjektiv bezeichnet man meist selbst angebautes Gemüse. Im Basketball sind Homegrown-Spieler diejenigen, die im eigenen Programm ausgebildet wurden. Bei den Xcade Angels gehört dazu Luisa Geiselsöder. Vor drei Jahren fand sie im Schlepptau ihrer älteren Schwester Laura, mittlerweile Kapitän der Bundesliga-Mannschaft, den Weg aus dem mittelfränkischen Burgoberbach ins Ries. Schon damals galt sie als großes Talent und mit groß war nicht nur ihr stattliche Statur von mittlerweile 1,93 m Körpergröße gemeint, sondern auch ihr Ausnahmetalent.

Seitdem ist nicht nur viel Wasser die Eger hinunter geflossen, sondern auch sonst viel passiert. Spätestens als Luisa Geiselsöder bei der U16-Europameisterschaft zur wertvollsten Spielerin gekürt wurde, stand ihr Name in sämtlichen Notizblöcken europäischer Scouts und College-Coaches. Zwei Jahre später gewann sie mit der deutschen U18-Nationalmannschaft den EM-Titel – die erste Goldmedaille einer deutschen Jugend-Nationalmannschaft überhaupt, eine wahrlich historische Leistung. Die Mittelfränkin hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg und wurde ins All-Star-Team der Meisterschaft berufen.

Konsequente Trainingsarbeit die Basis des Erfolgs

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Die Basis dieser Erfolge ist natürlich nicht nur Größe und Talent, sondern konsequente Trainingsarbeit. Von ihrem Mentor Imre Szittya kontinuierlich betreut und von Angels-Coach Pat Bär mit Verantwortung in der 1. Liga betraut, konnte sich Luisa Geiselsöder in Nördlingen zu einer deutschen Spitzen-Centerin entwickeln, all dies behutsam genug, dass die 19-Jährige im Nördlinger Theodor-Heuss-Gymnasium ihr Abitur bauen konnte. In der vergangenen Bundesliga-Saison schraubte sie ihre Statistikwerte in 27 Spielminuten auf durchschnittlich 11,2 Punkte und 5,9 Rebounds und avancierte damit rein statistisch zur zweitbesten deutschen Spielerin der Liga, knapp hinter Marburgs Marie Berthold.

Mit dem Abitur in der Tasche beginnt nun ein neuer Abschnitt in der Entwicklung der größten deutschen Center-Hoffnung seit vielen Jahren. Erstmals kann sich Luisa Geisels-öder voll auf den Sport konzentrieren, will an ihrer Fitness und Physis arbeiten, aber auch ihr Reboundverhalten und Passvermögen verbessern. Auf der Suche nach dem besten Standort für dieses Unterfangen boten selbstverständlich viele Interessenten aus dem In- und Ausland ihre Dienste an. Das Gerangel um die 19-Jährige war groß, doch ihre Beraterin Alexandra Shaw stand ihr beim Filtern der Angebote zur Seite und am Ende beschloss Luisa Geiselsöder, ein weiteres Jahr in Nördlingen zu bleiben und für die Angels aufzulaufen. Ausschlaggebend für diese im Angels-Lager begeistert aufgenommene Entscheidung waren unter anderem die Verpflichtung des neuen Angels-Coaches Ajtony Imreh, der als ausgesprochener Ausbildungs-Trainer gilt, sowie die perfekten Trainingsbedingungen mit kurzen Wegen und hoher fachlicher Kompetenz auf allen Gebieten. Coach Imreh will das neue Angels-Team um seine junge Centerin herum aufbauen, ihr viel Verantwortung und damit Entwicklungschancen geben. Er erwartet aber auch einiges von ihr, insbesondere, dass sie ihrer Vorbild-Rolle gerecht wird in Sachen Einsatz und Trainingseifer. Denn Luisa Geiselsöder ist tatsächlich das große Vorbild für eine Reihe nachstrebender Eigengewächse, die erkennen, dass man in Nördlingen nicht nur über Jugendförderung spricht, sondern sie auch in die Tat umsetzt. Perspektivisch will man bei den Angels in einigen Jahren einen Mannschafts-Stamm von selbst ausgebildeten Spielerinnen haben. Home-Growns eben.

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