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FSV Marktoffingen

13.02.2013

Das Führungsduo geht auf die Reservebank

Viele Jahre engagiert an der Spitze der Marktoffinger Fußballer: Reinhold Kienle (rechts) und Markus Grimm (links). Im Hintergrund FSV-Vorsitzender Roland Hummel.
Bild: Matthias Meyer

Reinhold Kienle und Markus Grimm ziehen sich bei der morgigen Fußball-Abteilungsversammlung zurück

Für seine abschließenden beiden Jahre als Fußball-Abteilungsleiter des FSV Marktoffingen hatte sich Reinhold Kienle ein klares Ziel gesteckt: Er wolle mit dem FSV zurück in die Kreisliga Nord und seinem Nachfolger eine strukturierte Sparte hinterlassen, in der noch viel Potenzial steckt. So kam es. Nach dem Abstieg 2011 kehrten die Marktoffinger mit vielen jungen Spielern als Meister sofort in ihre gewohnte Klasse zurück. Letztlich ist Kienles Plan aufgegangen. Jetzt tut er, was er schon vor zwei Jahren vorhatte: Am morgigen Freitagabend gibt er seinen Posten als Abteilungsleiter ab.

„Zwar wollte ich schon vor zwei Jahren aufhören. Aber es wäre das falsche Zeichen gewesen, weil wir mitten im Abstiegskampf waren“, erinnert sich Kienle. „Für mich war die damalige Phase eher ein Ansporn, noch einmal richtig Gas zu geben und die Abteilung auf feste Füße zu stellen.“ Nun gibt der 43-Jährige die Verantwortung ruhigen Gewissens ab, wie auch sein Stellvertreter Markus Grimm (39). Beide sind gut befreundet, spielen seit ihrer Kindheit Fußball beim FSV, haben gemeinsam in der Kreis- und Bezirksliga gekickt. Und beide sagen: Jetzt sind andere dran. „Nach über zehn Jahren ist irgendwann die Luft raus“, resümiert Kienle, der bei Eisen-Fischer in Nördlingen als Vertriebsleiter für die Haustechnik arbeitet. „Es ist Zeit, dass andere Personen mit neuen Ideen, Vorstellungen und Aktivitäten verantwortlich sind.“

Kienle selbst ist seit 1991 in der Abteilungsleitung. Anfangs war er Beisitzer und Schriftführer, ab 2002 Leiter der Sparte. Zunächst zusammen mit Karl Roder, der sich aus gesundheitlichen Gründen aber immer mehr zurückziehen musste. Grimm unterstützte beide ab 2001, kurz vor Beginn einer sportlich erfolgreichen Phase. 2005 scheiterte der FSV – damals mit Grimm und Andreas Gössl als Trainerduo – in der Relegation zur Bezirksliga am SC Ichenhausen. Ein Jahr später verpassten die Marktoffinger als Tabellendritter den Sprung in die Bezirksliga ebenfalls knapp. „Klar wäre es schön gewesen, wenn der Aufstieg damals geklappt hätte“, sagt Grimm. „Aber in zehn Jahren erlebt man aus sportlicher Sicht Höhen und Tiefen.“

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Beide Erfahrungen haben er und Kienle gemacht. Der Gang ins Sportheim ist in Kürze einfach nur ein gemütlicher Besuch – ohne Aufgaben, wie den Spielbetrieb und die Sportanlagen am Laufen zu halten, den Schriftverkehr zu regeln, Spieler und Trainer zu kontaktieren, Veranstaltungen zu organisieren. Das übernehmen ab dem kommenden Wochenende andere. Ein komisches Gefühl? „Es ist sicher nicht einfach“, meint Grimm. „Aber wir sind ja weiterhin im Verein.“

Wie sich die komplette Sparte zusammensetzt, entscheiden die Mitglieder am Freitag ab 20 Uhr. Dann findet im Sportheim die Generalversammlung der Fußballer statt. „Es ist schade, dass Reinhold und Markus aufhören, weil sie ihre Aufgaben super gemacht haben und ich mich im sportlichen Bereich um nichts kümmern musste“, lobt FSV-Vorsitzender Roland Hummel. Trotzdem ist er zuversichtlich, dass die neue Riege neue Impulse für den Verein mitbringt: „Die künftigen Fußball-Chefs werden eine gute Arbeit machen.“ (mla)

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