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Carolin Hingst

21.09.2017

Von der KTV Ries bis zum Olympiastart

Carolin Hingst

Harburgs bekannteste Sportlerin berichtet bei einem Vortragsabend von ihrem langen und steinigen Weg zum Leichtathletik-Profi. Heute gilt sie als starke Persönlichkeit

Olympia-Teilnehmerin Carolin Hingst berichtet am Donnerstag, 5. Oktober, im Rahmen des Harburger Kulturherbstes über ihr Leben „von der Allround- zur Profisportlerin“. Ihre sportliche Karriere startete sie als junge Kunstturnerin beim Training im TSV Harburg und bei der KTV Ries. Bei ihrem Vortrag berichtet die mittlerweile in Mainz lebende Sportlerin von ihrer Stabhochsprung- Karriere mit allen Höhen und Tiefen, wie sie sich von Jahr zu Jahr aufs Neue motiviert und von allem, was sonst noch zu ihrem Leben als Berufssportlerin gehört. Die Rieser Nachrichten sprachen mit der 37-jährigen Sportsoldatin über ihren Besuch in der alten Heimat.

Hallo Frau Hingst, wo erwischen wir Sie gerade?

Normalerweise sehen meine Tage so aus, dass ich mein eigenes Training mache oder Training gebe. Heute bin ich mal privat und ohne Sportklamotten unterwegs und erledige Dinge, zu denen sonst die Zeit immer zu knapp ist.

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Wer kam auf die Idee eines Vortragsabends im Rahmen des Harburger Kulturherbstes?

Doris Thürheimer vom Harburger Bildungswerk kam auf mich zu. Ich freue mich schon total auf den Abend, da ich seit vielen Jahren aus Harburg weg bin und nur ein-, zweimal im Jahr nach Hause komme. Aber mit dem Herzen bin ich nach wie vor Harburgerin und unterhalte mich immer gerne mit meinen Freunden, Sportkollegen oder früheren Klassenkameraden.

Sie galten früher gerade in Wettkämpfen als überaus nervös, jetzt halten Sie Vorträge vor Top-Managern und referieren über Ihr Leben als Leistungssportlerin. Wie haben Sie diese Veränderung hinbekommen?

Man wächst mit seinen Aufgaben! Wenn man meinen früheren Turntrainer Wolfgang Eichmeier (KTV Ries) fragte, dann sagte er über mich immer: „Die Caro ist ein Wettkampf-Typ“. Ich glaube, diese Stärke habe ich in den ersten Jahren mit dem plötzlichen Aufstieg in die Weltspitze in meiner Stabhochsprung-Karriere etwas verloren, da ich mich selbst total unter Druck gesetzt habe. Später entdeckte ich wieder, dass ich die Sportart Stabhochsprung gewählt habe, weil ich es wollte und weil ich Stabhochspringen liebe. Das erweckt in mir so viel Kraft, dass ich nach wie vor leidenschaftlich dabei bin. Ich stelle immer wieder fest, dass Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen aus ihren alten Gewohnheiten nicht herauskommen. Auch fehlt oft das Selbstvertrauen, Dinge anzupacken und den Mut zu haben, neue Wege zu gehen.

Ein Tipp für all die, die am 5. Oktober keine Zeit haben: Worauf kommt es im Leben an, um zu einer starken Persönlichkeit zu werden?

Ich bin der Meinung, man sollte immer das machen, wo die Liebe und Leidenschaft hingeht. Auch wenn mal ein Misserfolg da ist, dann einfach wieder aufstehen, an sich glauben und ein neues Ziel setzen. Misserfolge helfen uns auf unserem Weg zum Erfolg! (rom)

beträgt an der Abendkasse sieben Euro, im Vorverkauf gibt es Tickets bereits für fünf Euro. Der Vortrag findet in der Harburger Schule statt.

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