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Starnberg

15.01.2020

Familiendrama: 21-Jähriger hat Eltern und sich selbst getötet

Polizei und Spurensicherung sind vor Ort in Starnberg.
Bild: Angelika Warmuth, dpa

In einem Haus in Starnberg wurden am Montag drei Tote entdeckt, ein Ehepaar und dessen Sohn. Nun bestätigt die Polizei, dass der Sohn die Eltern getötet hat.

In einem Starnberger Einfamilienhaus haben Ermittler drei Tote gefunden. Sie entdeckten eine 60 Jahre alte Frau und ihren 64 Jahre alten Mann sowie den erwachsenen Sohn (21) erschossen in dem Anwesen. "Die Ermittler vor Ort gehen von einem Familiendrama aus", sagte Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer am Montag.

Seit Mittwoch ist wohl klar, was bereits vermutet wurde: Der 21-Jährige hat zunächst seine Eltern und dann sich selbst erschossen. Eine der am Tatort gefundenen beiden Pistolen  wurde nach Angaben aus Ermittlerkreisen direkt neben ihm entdeckt.  

Die 60 Jahre alte Frau und ihr 64 Jahre alter Mann waren am Sonntagnachmittag tot im Schlafzimmer im ersten Stock des Hauses gefunden worden. Die Leiche des Sohnes wurde in seinem Zimmer entdeckt. Was sich genau am Wochenende in dem Haus abspielte, ist noch immer unklar. Der Hund der Familie wurde ebenfalls von einem Schuss verletzt und wird nun tierärztlich behandelt. Er werde von einer Bekannten betreut.

Zum Motiv und den Hintergründen der Tat werde weiter ermittelt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Zudem arbeite man mit Hochdruck daran, die Herkunft der Waffen zu ermitteln. Weder die Eltern noch der Sohn hatten eine waffenrechtliche Erlaubnis.

Starnberg: Bisher ist unklar, was wann in dem Haus geschah

Eine Polizeistreife hatte die drei Toten am späten Sonntagnachmittag in dem Wohnhaus gefunden. Angehörige hatten die Beamten informiert. "Die Tochter hat sich Sorgen gemacht, weil die Eltern über einige Zeit nicht erreichbar waren", sagte Kammerer. Sie habe deshalb die Polizei verständigt. Die Beamten sperrten den Tatort ab, Ermittler sicherten noch in der Nacht Spuren. 

Bisher ist unklar, was genau zu welchem Zeitpunkt in dem Haus geschah. "Wir gehen davon aus, dass die Tatzeit am Wochenende gewesen sein muss", sagte Kammerer. Weitere Informationen erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion, die für Montag am Institut für Rechtsmedizin geplant war. (dpa)

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