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Tatort "Amour fou"

06.06.2017

Tatort-Pressestimmen: "Klischees" und "überraschende Wendungen"

Die Pressestimmen beurteilen den Tatort aus Berlin unterschiedlich.
Bild: rbb/Arnim Thomaß

Im neuen Berlin-"Tatort" geht es um Liebe und Vorurteile. Die Pressestimmen sind sich allerdings nicht einig, ob der Krimi nun gut oder schlecht ist.

Die Pressestimmen zum Tatort aus Berlin am Pfingstmontag zeigen ein geteiltes Bild: Es gibt Lob für die unkonventionelle Geschichte, aber auch Kritik am oftmals mangelndem Tempo des Krimis. Ein Überblick.

"Am Ende sitzt man da und ist ein wenig sprachlos – und das ist gut so. Schließlich gibt es mehr als genug vorhersehbare, kreuzbrave Familienunterhaltung im Fernsehen. In diesem fünften Fall des Berliner Ermittlerduos ist nichts vorhersehbar und nichts brav." Schwäbische Zeitung

"Leider fehlt es "Amour Fou" zwischendrin oft am nötigen Tempo, gerade der Mittelteil zieht sich bisweilen wie Kaugummi. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Eingeschlafenen rechtzeitig zum Finale wieder aufwachen: Denn dann löst ein klug inszenierter Twist die bereits in Stein gemeißelt geglaubten Strukturen noch einmal auf und entlässt die Zuschauer leicht verwirrt, aber vielleicht ein bisschen weiser in den Abend." n-tv.de

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"Die schlechten Zukunftsperspektiven der Neuköllner Gesamtschüler mit Migrationshintergrund werden in diesem "Tatort" nur angerissen. So sind der unglücklich verliebte Stipe Rajic (Aaron Hilmer) und sein bester Kumpel Mirko (Ali Orcan) nur Stereotypen, während dem geflüchteten Duran Bolic (Justus Johanssen) unter dem Strich zu wenig Kamerazeit vergönnt ist, um nachhaltig Eindruck zu hinterlassen. Den Jungschauspielern ist dabei allerdings kein Vorwurf zu machen, die erledigen einen soliden Job." Zeit

"Kleingarten gegen die Grandezza der Großstadt, das ist die Spanne, die dieser gut gespielte, doch atmosphärisch mäßig ausstaffierte Film durchmisst" Märkische Allgemeine Zeitung

Pressestimmen zum Tatort "Amour fou": Ein Krimi, der auch in die Tiefe geht

"Dabei ist das Drehbuch ansonsten voll von überraschenden Wendungen, raffinierten Spiegelungen und klug ausgehebelten Klischees. Christoph Darnstädt hat zuvor unter anderem die Schweiger-"Tatorte" geschrieben, die ja insgesamt nicht so hintersinnig waren. In "Amour fou" (Regie: Vanessa Joop) spielt er geschickt mit den Erwartungshaltungen der Zuschauer, macht sie zu Komplizen der Vorurteile der anderen, um sie dann wieder emotional in Geiselhaft zu nehmen. Ein aufwühlendes Verwirrspiel." Spiegel Online

"Wer die Klischees ignoriert, bekommt einen kurzweiligen Krimi geboten, der auch in die Tiefe geht." Berliner Kurier

"Ein schwules Paar in einem Berliner Problemviertel, eine schwangere Schülerin und ein Junge mit einem kriminellen Vater und einer alkoholkranken Mutter. Nein, 'Amour Fou' ist kein sozialkritischer Film mit Bonusleiche, sondern ein richtig guter Krimi." SWR3

AZ

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