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"Unklare Lage"
27.01.2020

Kritik zum München-Tatort "Unklare Lage": "Ein Krimi-Highlight"

Nachdem das SEK den Einsatzort gesichert hat, erscheinen die Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl): Szene aus dem München-Tatort "Unklare Lage".
Foto: Hagen Keller, X Filme Creative Pool GmbH/BR

Der Tatort gestern aus München wird von den Kritikern gelobt: "Unklare Lage" sei ein gelungener Krimi. Hier lesen Sie die Pressestimmen.

Am 22. Juli wird es vier Jahre her sein, dass ein Teenager im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen erschoss und dann sich selbst. Die Tat hat sich in Münchens kollektives Gedächtnis eingebrannt - nicht nur wegen der vielen Toten, sondern auch wegen der Panik, die die Stadt ergriff und stundenlang nicht losließ. Jetzt greift der neue Münchner Tatort dieses Phänomen auf - und sorgt damit für Begeisterung bei den Kritikern. Und zwar ohne Ausnahme, was im Tatort-Kosmos sehr selten ist. "Unklare Lage" ist damit wohl schon jetzt der heißeste Anwärter auf den Titel "Tatort des Jahres".

Das Erfolgsgeheimnis: Regisseurin Pia Strietmann bleibt in ihrem überaus temporeichen und wahnsinnig packend erzählten Tatort-Debüt ganz nah dran an den Ermittlern Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec). Sie setzt Assistent Kalli (Ferdinand Hofer) in den Führungsstab, um zu zeigen, wie es dort abläuft, wenn Amok-Alarm herrscht in der Großstadt. Der Film wirkt wie ein Echtzeit-Krimi und stellenweise wie eine Polizei-Dokumentation. Die Pressestimmen zum München-Tatort.

Kritik zum München-Tatort gestern: "Ein Krimi-Highlight"

Es ist ein rasanter, beklemmender Tatort, weil sich jeder an seine eigenen Gefühle erinnert, die er im Juli 2016 angesichts der Nachrichten und Bilder aus München empfunden hat. Und er gibt Einblicke in die Arbeit der Polizei und weckt Verständnis für die Beamten, die sich mit über Twitter verbreiteten Schein-Wahrheiten konfrontiert sehen und doch erst selbst das wenig Richtige vom vielen Falschen trennen müssen. Dass dieser Krimi mitunter auch wie eine Leistungsschau der bayerischen Polizei anmutet, ist daher gut zu verschmerzen. RP Online

Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) am U-Bahnhof Marienplatz.
Foto: Hagen Keller, X Filme Creative Pool GmbH/BR

Stadt im Ausnahmezustand: In München kämpfen sich die Kommissare Batic und Leitmayr nach einem Attentat durch ein Dickicht von Wahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen in sozialen Medien. Ein Krimi-Highlight. Der Spiegel

So rasant wie „Unklare Lage“ war selten ein Tatort. Rasant und realistisch reißt der neueste Fall von Batic und Leitmayr den Zuschauer 90 Minuten lang mit. RedaktionsNetzwerk Deutschland

Bewertung zu "Unklare Lage": "Dieser Tatort hat alles"

Dieser Tatort hat alles: Emotionale Thematik, Action und Spannung, die bis zum Schluss für Adrenalinschübe sorgt. In rasantem Erzähltempo wird der Zuschauer auf einen Polizeieinsatz mitgenommen, der alle Beteiligten vor eine Zerreißprobe stellt. Stern

Vieles in "Unklare Lage" hat damit zu tun, wie Angst zur Unterhaltung für Millionen Nutzer wird, die online live dabei sind. Das muss man sich erst mal trauen, denn irgendwie lebt ja auch dieser Tatort von der Transformation der Angst in Spannung. Holger Joos (Buch) und Pia Strietmann (Regie) erzählen klug, fast karg. Sie zeigen die Jagd auf den Täter im abgedunkelten Kontrollzentrum als cleane Aktion gegen eine immense Leerstelle. Das ist die Unbegreiflichkeit der Tat. Süddeutsche Zeitung

 

Ein fulminanter, ein packender Tatort, stimmig und fesselnd bis zur letzten Minute, überaus souverän geschultert von den Silberrücken Batic und Leitmayr, die ihre temporäre Hemdsärmeligkeit durch pragmatische Action und Handlungsentschlossenheit ersetzen - auch ein Grund, warum dieser "Tatort" lange über das Ende des Abspanns hinaus nachhallt. ntv

Pressestimmen zum München-Tatort: "Die wahrscheinlich beste erste halbe Stunde der jüngeren Geschichte"

"Unklare Lage“ heißt der Film. Es ist ein Film über Getriebene. Er treibt einen ständig vor sich her. Mindestens eine halbe Stunde lang. Die wahrscheinlich beste erste halbe Stunde der jüngeren Tatort-Geschichte. Es bleibt keine Zeit für Alibis, keine für psychologische Täter- oder Totenerforschung. Welt

88 Minuten und 57 Sekunden sind fast in Echtzeit gedreht. Die Szenen wirken total realistisch. Am Ende hat man das Gefühl: Verdammt, genau so kann es jederzeit in meiner Stadt ­passieren. Bild

Der Tatort lockt Sonntag für Sonntag Millionen vor den Fernseher. Aber wer ermittelt eigentlich wo? Diese  Kommissare bzw. Teams sind derzeit im TV-Einsatz.
23 Bilder
Tatort-Kommissare: Wer ermittelt wo?
Foto: Gordon Muehle, rbb

Ein beeindruckender München-Tatort über einen jungen Attentäter und eine Stadt im Ausnahmezustand. Frankfurter Rundschau

Die Regisseurin Pia Strietmann verhandelt dieses Trauma als intensives Genre-Stück in geradezu dokumentarischem Stil. Doch allen Irrtümern und Fehleinschätzungen, sei es von Polizei oder von Zivilisten, zum Trotz: Die Folge "Unklare Lage" ist kein Panikfernsehen, sondern auch eine Reflexion darüber, was ein Einzelner anrichten kann, der sich gegen die ganze Welt stellt. Neue Zürcher Zeitung

Kritik und Pressestimmen zu den letzten Tatort-Folgen am Sonntag

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