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Frankreich
25.11.2022

Stierkampf-Verbot in Frankreich scheitert – vorerst

Naht das Ende der Stierkämpfe? Auch im südfranzösischen Nîmes gibt es sie noch. Der Stadt bringen diese „Ferias“ jährlich 60 Millionen Euro an Einnahmen.
Foto: Guillaume Horcajuelo, dpa (Archivbild)

Sind Stierkämpfe grausame Tierquälerei oder ein bewahrenswerter Brauch? Darüber wird in Frankreich gerade heftig gestritten.

Sind Stierkämpfe eine grausame und unzeitgemäße Tierquälerei? Oder handelt es sich um eine identitätsstiftende Tradition, die in bestimmten südfranzösischen Regionen zur lokalen Kultur gehört? Wochenlang hat Frankreich kontrovers über diese Fragen debattiert, nachdem ein Abgeordneter der Linkspartei, Aymeric Caron, einen Antrag zum Verbot der Corrida, so der spanische Name für die Kämpfe, einbringen wollte. Am Donnerstagabend, als die Nationalversammlung darüber abstimmen sollte, zog er ihn jedoch zurück – weil angesichts von mehr als 800 Änderungsanträgen die Zeit für das Votum fehlte. Caron schimpfte daraufhin über eine absichtliche „Verhinderung“ und versprach einen neuen Gesetzesvorschlag.

Wir der Stierkampf verboten? Das Thema erregt die Gemüter

Der aktuelle Vorstoß für ein Verbot der Stierkämpfe ist bereits der dritte in den vergangenen Jahren – zu einem Thema, das die Gemüter stark erhitzt. So hatten im Vorfeld mehr als 200 Parlamentarier parteiübergreifend in einem offenen Brief einen in ihren Augen drohenden „Öko-Totalitarismus“ kritisiert. „Die Corrida zu verbieten, das würde bedeuten, eine Kultur zu verbieten und einen Teil unserer Mitbürger zu erniedrigen“, hieß es darin. Gerade Parlamentarier, die nicht aus der französischen Hauptstadt stammen, geißeln das – angebliche – Unverständnis einer Pariser Elite für regionale Bräuche und Gepflogenheiten.

Video: AFP

Doch durch alle Parteien ziehen sich Risse. Dass Patrick Vignal zum Beispiel, ein Abgeordneter von Präsident Emmanuel Macrons Partei Renaissance, bei einer Pro-Stierkampf-Demonstration an der Seite mehrerer Politiker des rechtsextremen Rassemblement National (RN) auftrat, brachte ihm heftige Kritik ein. Vignal verteidigte sich, bei etlichen Themen sei er anderer Meinung als die RN-Kollegen, aber sie alle seien sich einig, „dass wir dazu da sind, um unsere Kultur zu verteidigen“.

Laut Gesetz sind grausame Handlungen an Tieren verboten

Renaissance-Fraktionschefin Aurore Bergé wiederum hat einen offenen Brief für das Verbot des Stierkampfs unterschrieben, in dem der berühmte Schriftsteller Émile Zola zitiert wird: Es handele sich „weder um eine Kunst noch um eine Kultur, sondern um die Quälerei eines ausgewiesenen Opfers“. Sie stellte sich damit gegen ihren Chef, Macron, der erklärte, ein Corrida-Verbot sei „im Moment keine Priorität“. Man müsse auf das Tierwohl achten, aber auch die eigene Kultur respektieren. In einer kürzlich veröffentlichten Umfrage sprachen sich 74 Prozent der Französinnen und Franzosen gegen Stierkämpfe aus. Doch deren Befürworter sind lauter.

Laut Gesetz sind grausame Handlungen an Tieren verboten, doch es gibt für rund 50 Städte in Südfrankreich Ausnahmegenehmigungen aufgrund der „lokalen Tradition“. Und so richten Städte von Arles bis Perpignan Volksfeste mit Stierkämpfen aus. Dem Bürgermeister von Nîmes, Jean-Paul Fournier, zufolge bringen diese „Ferias“ der Stadt jährlich 60 Millionen Euro an Einnahmen. 2022 kamen fast 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. 

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Wie unversöhnlich Befürworter und Gegner eines Verbots einander gegenüberstehen, offenbarte sich am vergangenen Wochenende, als beide Lager innerhalb weniger Stunden in Bayonne demonstrierten. Melvin Josse, Vorsitzender einer Plattform für Tierschutz-Organisationen, sah es positiv: „Es geht darum, überhaupt einmal eine Debatte zu führen“, sagte er. Auch wenn diese noch nicht bis ins Parlament gelangt sei.

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