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Corona-Winter: Die Politik muss Überzeugungsarbeit leisten

Kommentar Von Gregor Peter Schmitz
08.10.2020

Viele Menschen sehnen sich zurück nach Normalität. Doch der Winter wird die Corona-Einschränkungen bald noch härter machen. Wie die Politik jetzt arbeiten muss.

Dass US-Präsident Donald Trump beim Umgang mit seiner Corona-Erkrankung zynisch alle Grenzen des Irrsinns noch einmal sprengt, muss man nicht lange diskutieren. Dennoch weckt der Profi-Populist Trump mit seiner kindlich bockigen Weigerungshaltung durchaus Sehnsüchte. Wer würde ernsthaft widersprechen, sich wie Trump nach dem „normalen Leben“ zu sehnen – oder danach, dass das Virus nicht unser Leben „dominieren“ solle?

Derlei Sehnsüchte machen den anstehenden Corona-Winter für die Politik so schwierig. Natürlich können wir uns über Berliner Behördenversagen aufregen, über Partyjugendliche und Corona-Regelbrecher. Wir können uns ereifern, dass Bußgelder zwar angedroht, aber nicht kassiert werden.

Viele Menschen sind die Corona-Einschränkungen leid

Doch das ändert wenig am Problem: Viele Menschen sind Einschränkungen leid und bereit zur Risikoabwägung. Sie wissen um Corona-Gefahren, doch zugleich, dass bei uns – zum Glück – Todeszahlen niedrig bleiben, das Gesundheitssystem nicht an seine Grenzen stößt. Es reicht für die Politik nicht mehr, die „Zügel anzuziehen“. Es braucht (tägliche) Überzeugungsarbeit, wie viel wo bis wann nötig ist.

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08.10.2020

Sehr geehrter Herr Schmitz,
können oder wollen Sie nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Zahl der mit Corona Infizierten deshalb relativ niedrig ist , weil es Einschränkungen gibt. Was wäre, wenn es keine Schutzmaßnahmen gäbe.
Es ist zynisch, sich nur an Todeszahlen zu orientieren. Sie wissen doch auch, dass auch an Corona Erkrankte mit mildem Verlauf erhebliche Spätfolgen ertragen müssen.
Glauben Sie, mir macht es Spaß, in der Straßenbahn eine Maske zu tragen. Ich tue das, weil es sinnvoll ist. Was meinen Sie überhaupt mit persönlicher " Risikoabwägung ".
Wenn Sie auf den Bus oder die Bahn einsteigen, sollten Sie dann ihr Risiko abwägen dürfen und keine Maske aufsetzen.
Ich glaube, man muss nicht die Mehrheit der Bürger , die hinter den Schutzmaßnahmen stehen ,überzeugen, sondern Sie, der keine einzelne Einschränkung nennt ,derer viele Menschen angeblich "leid" sind.


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