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30.01.2019

Initiative gegen Krebs startet

Bundesregierung stellt neues Programm vor

Krebs ist, nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zweithäufigste Todesursache in Deutschland, rund 200000 Menschen sterben jährlich daran. Ähnlich schlimm wie die hohe Sterbequote ist die Angst vor dieser Erkrankung: Sie wird von den Deutschen mehr gefürchtet als jedes andere Leiden. Die Bundesregierung will dem nun ein Bollwerk aus Forschung, Vernetzung und Expertenwissen entgegensetzen. Sie rief die „Nationale Dekade gegen Krebs“ aus. Das Ziel ist gewaltig: „Andere fliegen zum Mond, wir wollen den Krebs besiegen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland leiden oder litten an Krebs. „Das heißt also, das Thema Krebs ist sicher schon in jeder Familie angekommen, mit dem Leid, das es für die Patienten, die Betroffenen bedeutet, aber auch für die Angehörigen“, sagte Spahn. Die Herausforderung ist auch deshalb groß, weil Fortschritte in der Medizin vom demografischen Wandel wieder geschluckt werden: Die Menschen werden älter, damit wird auch die Zahl der an Krebs erkrankten Menschen steigen.

Dabei muss Krebs „heute kein Todesurteil mehr sein, er ist es aber noch zu oft“, erklärte Spahn. Die „Nationale Dekade gegen Krebs“ soll das ändern, indem zum einen die Erkenntnisse in den Krankenhäusern, in den Praxen und in den Laboren zusammengeführt werden. „Die Forschungsergebnisse müssen schneller am Krankenbett, müssen schneller beim Patienten ankommen“, sagte Spahn, umgekehrt müssten die Erfahrungen aus der Praxis schneller an die Forschung gehen. Am Ende gehe es darum, „eine bessere Kommunikation zu haben zwischen Ärzten, Pflegekräften und Kranken“. Spahn äußerte die Erwartung, dass die Bemühungen in Deutschland dabei helfen, die Kräfte im Kampf gegen den Krebs auf europäischer Ebene zu bündeln.

Zum Start sollen 62 Millionen Euro für sogenannte praxisverändernde Studien eingesetzt werden. Dabei gehe es darum, gängige Behandlungsmethoden zu überprüfen und zu vergleichen, damit die wirksamsten Therapien flächendeckend nutzbar werden.

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