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Corona lässt die Pharmariesen in den Abgrund blicken

Kommentar Von Michael Pohl
04.02.2021

Bislang war die Pharmaindustrie immun gegen Skandale und diktierte ihre Bedingungen. Doch die Impfstoffe zeigen: Die fetten Jahre könnten bald vorbei sein.

Wenn nicht gerade die nächste Impfdosen-Lieferung stockt, verbreiten Bundespolitiker mächtigen Stolz darüber, dass das erste heiß ersehnte Mittel gegen Corona aus deutschen Laboren stammt. Der Gründer des Tübinger Biotechnologie-Unternehmens Curevac, Ingmar Hoerr, hat die Grundlagen der modernen Generation programmierbarer mRNA-Impfstoffe vor gut 20 Jahren entdeckt. Die Pioniere der Mainzer Aktiengesellschaft Biontech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, haben die Technologie als Erste zur Marktreife gebracht. Also alles gut im alten deutschen Pharmaland?

Nein, im Gegenteil: Deutschlands Pharmariesen, die sich einst als „Apotheke der Welt“ feierten, droht eine tief greifende Umwälzung ihrer bislang so hochprofitablen Branche. Es waren nicht international bekannte Namen wie Bayer, Merck, Novartis oder Hoffmann-La Roche, die den Durchbruch in der Corona-Impfstoff-Forschung lieferten, sondern gerade der Start-up-Phase entwachsene Hightech-Firmen wie Biontech, Moderna oder Curevac. Dieser Innovationssprung ist kein Zufall, sondern Teil einer historischen Entwicklung, wie man sie aus vielen Industrien kennt, am deutlichsten sichtbar wohl in der Automobilwelt.

Digitale Biotech-Stars treiben die alten Pharmariesen vor sich her

So wie die einst kleine Silicon-Valley-Klitsche Tesla mit ihren durchdigitalisierten Elektroautos Deutschlands Autobauern längst ernsthafte Existenzsorgen bereitet, so dürften in nicht allzu langer Zeit die neuen Biotech-Stars die etablierten Pharmariesen vor sich hertreiben. Die neuen Pioniere setzen voll auf Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Vernetzung und sind führend bei Innovationen.

Die sogenannten Messenger-RNA-Impfstoffe gegen Corona sind die Vorboten dieser Entwicklung. Sie greifen den Erreger mit einer nie gekannten Präzision und ebenso kaum erreichter Wirksamkeit und Verträglichkeit an. Das Coronavirus war als Glück im Unglück die historische Chance zu zeigen, dass die mRNA-Technologie tatsächlich in der Praxis funktioniert. Und dies weit besser als von Optimisten erwartet.

Gut möglich, dass diese Sensation in medizinischen Geschichtsbüchern der fernen Zukunft eine größere Rolle spielen wird als die Jahrhundert-Pandemie selbst. Denn eigentlich zielen die Macher hinter der mRNA-Behandlung auf Krebs- und andere Erkrankungen.

"Old Pharma" zum Auftragsproduzenten degradiert

In der Corona-Krise haben Biontech, Moderna und Co. Pharmariesen wie Pfizer oder Bayer faktisch zu Auftragsproduzenten degradiert. Zwar gelang dem Hersteller AstraZeneca die Entwicklung eines klassischen Impfstoffs – aber auch nur, weil er auf die jahrzehntelange Coronaviren-Forschung der Eliteuniversität Oxford zurückgreifen konnte. Die alte deutsche Pharmaindustrie wurde aus Innovationssicht dagegen selbst von den russischen Sputnik-V-Entwicklern vorgeführt.

Das Gegenstück zum Abgasskandal heißt „Scheininnovation“

So wie die Autobauer mit dem Abgasskandal vor dem Innovationsdruck kapitulierten, so betreibt auch die alte Pharmaindustrie längst fragwürdige Praktiken. Ihr Gegenstück zum Abgasskandal heißt „Scheininnovation“ und kommt die Verbraucher noch teurer. Bewährte Medikamente werden ohne erkennbaren Mehrwert durch neue, teurere ersetzt. Dies ist laut Krankenkassen ein wesentlicher Grund dafür, warum die Arzneimittelkosten in Deutschland binnen fünf Jahren um fast ein Viertel gestiegen sind. Die Kosten sind inzwischen so teuer wie die gesamte deutsche Arztpraxen-Versorgung.

Bislang war die Pharmaindustrie gegen Skandale immun und konnte ihre Bedingungen dem Gesundheitssystem diktieren. Die neuen innovativen Spieler auf dem Milliardenmarkt könnten aber bald mit viel gezielteren Mitteln die Macht von „Old Pharma“ brechen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

04.02.2021

"Es waren nicht international bekannte Namen wie Bayer, Merck, Novartis oder Hoffmann-La Roche, die den Durchbruch in der Corona-Impfstoff-Forschung lieferten, sondern gerade der Start-up-Phase entwachsene Hightech-Firmen wie Biontech, Moderna oder Curevac."

Dem ist eigentlich wenig hinzuzufügen.

Dass die von dem Doktoranden Ingmar Hoerr begründete Basis für die höchst innovative Messenger-Technik bei der Impfstoffentwicklung an der Uni Tübingen gelegt wurde und nicht in einem der Labors unserer gepamperten, angeblich. "forschenden" Pharma-Riesen-AG's - mit den besten Verbindungen in die Politik - gelegt wurde zeigt doch, dass sich ähnlich wie bei den Autokonzernen die Hauptbetriebsziele dieser selbstzufriedenen und bräsigen Herrschaften weg von Innovationen und Kundenorientierung hin zu Profitmaximierung und Zufriedenstellung der Shareholder entwickelt haben.

Insofern kann sich das Bedauern über ihren Abstieg in Grenzen halten.

04.02.2021

Ich die faktische Impfpflicht durch die Hintertür kommen neue Einnahmequellen hinzu. Das künstliche Corona Virus mutiert, so daß regelmäßig geimpft werden muss.

Corona hat viele nachfolgende Krankheiten. Da braucht es auch Medikamente.

Zudem, die chronisch Kranken, mit denen die echten Umsätze generiert werden, die bleiben auch zuhause krank.

04.02.2021

Welche sichere Belege haben Sie, dass Corona künstlich ist? Nach der Aussage des prominentesten Vertreters der Labor-Theorie verschwindet der Virus wieder wenn er künstlich sein sollte. Dann würde die Einnahmequelle "impfen" wegfallen. Durch die Corona-Maßnahemn werden sich viele andere Krankheiten gerade nicht so verbreiten. Das dürfte die Medikation von Coronafolgekrankheiten nicht annähernd aufwiegen.

https://www.apotheken-umschau.de/Coronavirus/SARS-CoV-2-stammt-aus-keinem-Labor-558143.html
https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=21&s=open&typ=1&nid=34565
https://www.suedtirolnews.it/chronik/nobelpreistraeger-sagt-coronavirus-entstand-im-labor

04.02.2021

Ohne die Pharmaindustrie wären wohl 100.000e bereits in den ewigen Jagdgründen. Wie sagte Rudi Carrell bei seinem letzten öffentlichen Auftritt bei wem er sich alles bedanke ... auch bei der Pharmaindustrie ... (natürlich mit einem kleinen Augenzwinkern)