Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem PLUS-Paket zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Putin will am Freitag Annexion ukrainischer Gebiete offiziell machen
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Kommentar: Hessen ist das politische Versuchslabor Deutschlands

Hessen ist das politische Versuchslabor Deutschlands

Kommentar Von Martin Ferber
22.10.2018

Vieles scheint möglich bei den anstehenden Landtagswahlen in Hessen. Sogar eine grün-rot-rote Regierung mit grünem Ministerpräsident ist nicht auszuschließen.

Wieder einmal richten sich alle Augen auf das wirtschaftsstarke Land in der geografischen Mitte Deutschlands. Am Sonntag sind die Hessen aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Doch längst geht es mehr um die Frage, ob CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier weiter an der Spitze einer schwarz-grünen Koalition in Wiesbaden regieren kann, oder ob es sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel im dritten Anlauf gelingt, eine Mehrheit zustande zu bringen und in die Staatskanzlei einzuziehen.

In Hessen könnten sich auch die Zukunft der Großen Koalition in Berlin und das Schicksal von CDU-Chefin Angela Merkel und ihrer SPD-Kollegin Andrea Nahles entscheiden. Wahlen in Hessen waren schon immer spannend. Bis 1970 war die SPD stets stärkste Partei, von 1949 bis 1987 stellte sie durchgehend den Ministerpräsidenten, doch seitdem liefern sich CDU und SPD immer wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen, verbunden mit schwierigen und langwierigen Regierungsbildungen. Mehrfach wurde in Hessen auch politische Geschichte geschrieben, gab es Weichenstellungen, die nicht ohne Folgen für die Bundespolitik bleiben sollten. Ende 1985 bildete SPD-Ministerpräsident Holger Börner die erste rot-grüne Regierung mit dem späteren Außenminister Joschka Fischer, 2013 schmiedete CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier die erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene mit Tarek Al-Wazir.

Landtagswahl in Hessen: Bundespolitik spielt wesentliche Rolle

Hessen war immer auch ein Versuchslabor und ein Vorreiter, wo Neues Gestalt annahm. Auf den Schultern des 66-jährigen Amtsinhabers und seines 49-jährigen Herausforderers lastet eine doppelte Herkulesarbeit. Zum einen müssen sie ihre Wahlen gewinnen, was in politisch angespannten und von starken Veränderungen geprägten Zeiten schon schwierig genug ist. Zum anderen sollen die beiden auch noch die Große Koalition in Berlin, ihre angeschlagenen Partei-Chefinnen Angela Merkel und Andrea Nahles retten. Und das, obwohl ihnen das Negativ-Image der Großen Koalition in Berlin im Wahlkampf wie Blei an den Beinen hängt und Merkel wie Nahles sie in die Tiefe ziehen.

Eine schwere Niederlage des engen Merkel-Vertrauten Bouffier, der in der Flüchtlingspolitik den Kurs der Kanzlerin unterstützte, wird unverzüglich eine Debatte in der Union auslösen, ob Merkel nach 18 Jahren an der Spitze der CDU noch die Richtige ist. Und ein Debakel Schäfer-Gümbels, der dem linken Flügel seiner Partei angehört, gibt den zahlreichen Kritikern und Gegnern der GroKo in der SPD weiter Auftrieb.

Neuer grüner Ministerpräsident nicht auszuschließen

Nach den aktuellen Umfragen haben Bouffier und seine schwarz-grüne Koalition keine Mehrheit, aber auch Schäfer-Gümbel könnte leer ausgehen. Denn nicht die schwächelnden Sozialdemokraten, sondern die Grünen setzen ihren Höhenflug fort. Wie bereits in Bayern könnten sie auch in Hessen zur zweitstärksten politischen Kraft werden. Ihr Spitzenkandidat, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, gilt als der beliebteste Politiker im Lande. Das hat Folgen. Während selbst die Große Koalition aus CDU und SPD keine Mehrheit mehr im Landtag hätte, könnte Bouffier wie sein Amtskollege Daniel Günther in Schleswig-Holstein eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP schmieden.

Lesen Sie dazu auch

Oder aber Hessen betritt wieder einmal politisches Neuland und Tarek Al-Wazir wird als zweiter grüner Ministerpräsident nach Winfried Kretschmann Chef einer grün-rot-roten Regierung. Unvorstellbar? Nicht in Hessen. Das Land war schon immer für Überraschungen gut. Nun könnte es wieder seinem Ruf als politisches Versuchslabor gerecht werden.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Karte von Google Maps anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Google Ireland Limited Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten, auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz Niveau, worin Sie ausdrücklich einwilligen. Die Einwilligung gilt für Ihren aktuellen Seitenbesuch, kann aber bereits währenddessen von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden.  –  Datenschutzerklärung

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.