Newsticker

England führt Maskenpflicht in Geschäften ein
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Tag der Arbeit: SPD-Chefs fordern klare Regeln fürs Homeoffice

Corona-Krise

30.04.2020

Tag der Arbeit: SPD-Chefs fordern klare Regeln fürs Homeoffice

SPD-Chefin Esken fordert zum 1. Mai mehr Unterstützung für Arbeitnehmer - ob im Homeoffice oder an der Supermarktkasse. Dabei gehe es um Arbeitsschutz, aber auch um faire Löhne.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Zum Tag der Arbeit fordern die SPD-Chefs mehr Unterstützung für Arbeitnehmer. Auch im Homeoffice müsse es klare Regeln geben - etwa hinsichtlich der Ausstattung.

Vor dem Tag der Arbeit am 1. Mai hat die SPD-Spitze ein Recht auf Homeoffice mit klaren Regeln gefordert. Mittelfristig müsse dann stärker darauf geachtet werden, wie die Arbeitsplätze zuhause ausgestattet seien. "Eigentlich müssten alle Arbeitgeber zum Beispiel zuhause nachprüfen, ob der Stuhl überhaupt geeignet ist", sagte SPD-Chefin Saskia Esken der Deutschen Presse-Agentur. "Jetzt herrscht eine Art Ausnahmezustand, aber mittelfristig muss es ein Recht auf Homeoffice mit klaren Regeln geben." Ein Recht auf Homeoffice will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gesetzlich verankern und bis Herbst einen Entwurf vorlegen.  

SPD-Chefin Esken kann sich Schichtbetrieb in Schulen vorstellen

Viele berufstätige Eltern müssten derzeit zuhause Job und Kinderbetreuung zugleich stemmen. Sie brauchten ein klares Signal, wann und unter welchen Bedingungen Schule und Kita wieder anlaufen könnten, forderte Esken. Eine Möglichkeit sei, die Kinder in einer Art Schichtbetrieb zwei oder drei Tage pro Woche in die Schule zu schicken. 

Außerdem schlug die SPD-Chefin vor, die Kontaktbeschränkungen für Familien leicht zu lockern. Sie könnten sich mit zwei weiteren Familien zusammentun und sich ausschließlich in diesem Kreis regelmäßig treffen. "So notwendig unsere Vorkehrungen sind, um einen Anstieg der Corona-Infektionen zu verhindern, so glaube ich dennoch, dass die Form der Kontaktbeschränkungen den Familien, besonders Kindern und Jugendlichen, nicht gut gerecht wird", sagte Esken. Kinder brauchten den Kontakt zu anderen Kindern. 

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

1. Mai: SPD fordert Lohnsteigerungen in systemrelevanten Berufen

Für die SPD habe der 1. Mai in diesem Jahr eine besondere Bedeutung, sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans. Die Sozialdemokraten fordern vor allem bessere Löhne für Beschäftigte in den sogenannten systemrelevanten Berufen. "Plötzlich merken wir alle, wer die Leistungsträger dieser Gesellschaft sind, ohne die wir nicht zurechtkommen: Pflegekräfte etwa oder diejenige, die Regale einräumen im Supermarkt, die an der Kasse sitzen", sagte Esken. "Jetzt kommt es drauf an, nicht nur einen Pandemiezuschlag zu erfinden und den steuerfrei zu stellen. Das ist ein schönes Signal, aber wir wollen, dass diese Leute auf Dauer besser verdienen und auch wirksame Arbeitnehmerrechte haben."  

Walter-Borjans warf der Union eine Blockadehaltung vor. Für die Konservativen in CDU und CSU sei Geldausgeben kein Problem, wenn es um große Unternehmen gehe. So würden 156 Milliarden Euro Schulden zum Großteil zur Stützung von Unternehmen und der Sicherung von Arbeitsplätzen aufgenommen. "Aber wenn es um einen einstelligen Milliardenbetrag für Kurzarbeiter oder Grundrente geht, ist komischerweise auf einmal genau hier die Kasse leer", kritisierte er. (dpa)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

30.04.2020

Es ist schon etwas amüsant immer nur vom HomeOffice zu reden oder zu lesen. Die Mehrzahl der arbeitenden Bevölkerung muß vor Ort anpacken und kann die Arbeit nicht bequem vom Sessel zu Hause erledigen.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren