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Steuerpolitik

02.07.2019

Zehn Verbände kritisieren die Pläne von Olaf Scholz

Olaf Scholz wird von vielen Verbänden kritisiert.
Bild: Ulrich Wagner

Ein steuerfreier Zuschlag per Guthaben-Karte: Sind solche Vergünstigungen für Arbeitnehmer durch die Pläne von Finanzminister Olaf Scholz in Gefahr?

Es ist ein Schmankerl, das Unternehmen ihren Mitarbeitern jeden Monat zukommen lassen. Bis zu 44 Euro können sie steuerfrei an die Beschäftigten verteilen, um danke für Geleistetes zu sagen. Dafür nutzen die Firmen häufig Guthaben-Karten, mit denen die Kollegen tanken oder einkaufen können.

SPD-Bundesfinanzminister Olaf Scholz will damit Schluss machen. Er hält zwar weiter an den 44 Euro als steuerfreien Zuschlag fest, plant aber, dass dieser nicht mehr über die Karten aus Plastik verteilt werden darf. Der Mittelstand geht deshalb auf die Barrikaden.

Verbände werfen dem Finanzminister eine mittelstandsfeindliche Politik vor

In einem Brief an den Minister, der der Redaktion vorliegt, werfen ihm zehn Verbände eine mittelstandsfeindliche Politik vor. Sein Vorhaben würde die monatliche Wertschätzung „durch die Hintertür abschaffen und erhebliche Nachteile für Millionen von Beschäftigten“ und mittelständischen Firmen nach sich ziehen.

Zehn Verbände kritisieren die Pläne von Olaf Scholz

Unterzeichnet haben das Schreiben unter anderen der Bundesverband mittelständische Wirtschaft, der Händlerbund sowie der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller. Sie schätzen, dass hierzulande sechs Millionen Angestellte in den Genuss des Zuschlags kommen, der sich pro Jahr auf 528 Euro summiert. „Dieses Gehaltsplus kommt vor allem den Geringverdienern zu Gute und stärkt gleichzeitig das Verhältnis von Arbeitgebern und Arbeitnehmern“, heißt es in dem Brief weiter.

Scholz reagiert auf zwei Urteile des Bundesfinanzhofes

Bundesfinanzminister Scholz reagiert mit seinem Vorstoß auf zwei Urteile des Bundesfinanzhofes aus dem vergangenen Jahr. Der Mittelstand drängt den SPD-Politiker, einen anderen Ausweg für die Auflagen der Richter zu suchen. Ohne die Guthabenkarten drohe den Firmen erheblich mehr bürokratischer Aufwand, wollten sie auch in Zukunft ihren Beschäftigten den kleinen Bonus geben.

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