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Damm

12.08.2013

3,36 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert

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Viele Gäste hatte Bürgermeister Josef Böck (vorne) bei der Einweihung des Hochwasserschutzdammes in Langenneufnach.

Das Gesamtprojekt in Langenneufnach ist nun abgeschlossen und eingeweiht worden. Seine erste Bewährungsprobe hat der neue Schutzdamm bereits erfolgreich bestanden

Langenneufnach Viele Bewohner in den Stauden denken noch immer mit einem mulmigen Gefühl an Überflutungen in den Jahren 2002 und 2005 zurück. Damals gab es noch keinen Hochwasserschutz an der Neufnach und die Regengüsse hatten für die Bürger verheerende Auswirkungen. Das hat sich geändert. Am Ortsrand von Langenneufnach entstand nach 20-monatiger Bauzeit ein Schutzdamm, der seine erste Bewährungsprobe bereits bestanden hat. Anfang Juni stand das Wasser dort 1,60 Meter hoch und der Damm sorgte dafür, dass Hochwasser keine Schäden in den umliegenden Gemeinden anrichtete (wir berichteten).

Einfach war das Projekt nicht. Langenneufnachs Bürgermeister Josef Böck bewies Beharrlichkeit und Ausdauer, die zur Planfeststellung im Februar 2010 führte. Allerdings musste tief in die Tasche gegriffen werden, um das Konzept Wirklichkeit werden zu lassen. 3,36 Millionen Euro waren nötig an Baukosten inklusive ökologischer Verbesserung am Gewässer.

Bei der offiziellen Einweihung betonte Bürgermeister Böck, wie viele Hände nötig waren, um dem Wasser seine Schrecken zu nehmen. „Der Mensch kann vieles, aber nicht das Wetter beeinflussen. Es ist unsere Aufgabe, das Hab und Gut unserer Bewohner zu schützen. Dafür haben wir das Geld investiert“, so Böck. Er dankte unter anderem auch dem Markt Fischach, der sich finanziell an dem Bauvorhaben beteiligte und so ebenso zum Gelingen des Bauvorhabens beigetragen hat.

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Europapolitiker Markus Ferber sagte, dass bereits 50 Millionen Euro für den Hochwasserschutz in der Region bereitgestellt wurden: Es habe sich gezeigt, dass alle Maßnahmen zur Hochwasservermeidung, die bisher in Schwaben durchgeführt wurden, dazu beigetragen haben, dass wesentlich weniger Wasser zur Donau fließt. Daher sei es absolut richtig, dass Hochwasserschutzdämme und Rückhaltebecken bewerkstelligt werden.

Landrat Martin Sailer hob den langen Atem aller am Bauvorhaben Beteiligten hervor: „Es ist nicht selbstverständlich, sich ein so großes Projekt vorzunehmen und durchzuführen. Die extremen Niederschläge haben uns alle erschüttert und gezeigt, wie wichtig Hochwasserschutz ist“, so Sailer.

Ralph Neumeier, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth, meinte: Bäche und Flüsse seien wichtig für Mensch und Natur, aber leider gingen von ihnen auch Gefahren aus. „Es muss uns immer bewusst sein, dass wir Demut vor der Natur und den Naturereignissen zeigen müssen.“ Demut vor der Natur: Das spürten die Teilnehmer während des Festaktes, als sie zwar nicht mit Hochwasser zu kämpfen hatten, jedoch für einen Moment mit kräftigen Windböen. Die Natur ist eben immer noch stärker als der Mensch. Daher segneten Pater Georg und Pfarrerin Gertraud Mair den Hochwasserschutzdamm. Petrus sollte gnädig gestimmt sein und künftig Unwetter vermeiden. Und falls nicht, Langenneufnach und die Region Stauden ist nun für die Zukunft bestens gerüstet.

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