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Ausstellung

07.03.2016

Auch eine Plastiktüte hat etwas Künstlerisches

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3 Bilder
Zur Ausstellung gehören ebenfalls die Fotografien von Robert Berski.

16 Künstler überzeugen bei der Verleihung des Bobinger Kunstpreises ebenfalls die Jury. Die Werke sind in Bobingen in der Galerie im Unteren Schlösschen zu sehen

Mehr als 90 Einreichungen waren es für den Kunstpreis 2016 des Kunstvereins Bobingen und der Kreissparkasse Augsburg und damit über 90 verschiedene Arbeiten, von denen nur einer den Kunstpreis mit nach Hause nehmen konnte. Wer, das ist mittlerweile bekannt. Der Bildhauer Guido Weggenmann setzte sich mit seiner Arbeit durch. Weil ein Werk aber noch keine Ausstellung macht, suchte die Jury des Kunstpreises 16 weitere Künstler aus, die mit ihren Arbeiten ebenso überzeugten.

Betritt man nun die Galerie im Unteren Schlösschen, fallen einem zunächst sicherlich die aus Bindeschnüren geknüpften großen Skulpturen von Elisabeth Bader auf, die mitten im Raum platziert sind. Eher ein wenig zurück nehmen sich die Fotografien von Robert Berski, bei denen eine Propellermaschine im Mittelpunkt steht, der Himmel abgegrenzt durch geometrische Formen. Ebenfalls Arbeiten aus dem Bereich der Fotografie stellt Ragela Bertoldo aus und beweist damit, dass eine ganz normale Plastiktüte durchaus etwas Künstlerisches haben kann–wenn man sie richtig betrachtet.

Rita Höfler zeigt mit Acryl gemalte Landschaften und ist damit eine der wenigen einreichenden Künstler, die sich diesem Kunstbereich zurechnen lassen. Patricia Hörauf zeigt mit ihren Arbeiten „Biomorph I und II“ eine Mischtechnik und macht auf die Natur aufmerksam.

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Kein Unbekannter in Kunstkreisen ist Pit Kinzer, der in seinen Fotoarbeiten Realität und Fantasie vermischt und so ein ganz neues Bild erschafft. Die Monotypien von Liliana Messmer aus Augsburg wirken wie ein Kontrast dagegen.

Ein Ameisenhaufen aus kleinen Soldaten ist nur eines der Objekte von Christian Odato, aber eines, das einen zweiten Blick verdient. Auch die Zeichnungen von Anna Ottmann mit Kreide und Grafit auf Transparentpapier wünschen sich, dass der Ausstellungsbesucher vor ihnen verweilt.

Holzschnitte sind die Arbeiten von Paul Reßl. Er hat sie 16- und 18-fach überdruckt und erschafft damit einen neuen Blickwinkel. Auch Lois Rinner steuert einen Holzschnitt zur Ausstellung bei, ebenso wie eine Kohlezeichnung. Mit Kreide auf Karton zeichnet Marc Rogat, der in Donauwörth lebt und arbeitet. Menschen und tiefe Gefühle sind auf den Bildern von Ilan Scheindling zu sehen, gearbeitet sind sie mit Acryl und Kreiden.

Voller Kraft wirken die Zeichnungen mit Rohrfeder, Tusche und Gesso von Johanna Schreiner, ebenfalls einer Augsburger Künstlerin. Dem klassischen Malstil von Ölfarben auf Leinwand hat sich Kerstin Skringer verschrieben. Dabei sind ihre Bilder alles andere als klassisch und lassen Spielraum für eigene Interpretationen. Zeichnung und Montage verbindet als letzte Ausstellungsteilnehmerin Gabriele Stolz und sorgt, gemeinsam mit ihren Kollegen, für eine in ihrer Vielfalt faszinierende und immer wieder neu entdeckbare Ausstellung zum Kunstpreis. "Seite 1

dauert bis 24. April. Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag, Freitag 15 bis 18 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr (Karfreitag geschlossen).

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