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Untermeitingen

13.09.2019

Auf die richtige Illusion kommt es im Escape Room an

So sieht der Blick in den Escape Room von der anderen Seite aus: Mittels Kameras können Jugendpfleger Manuel Fischer (links) und Sebastian Finkenberger von der mobilen Kinder- und Jugendarbeit das Treiben der Teilnehmer beobachten.
Bild: Michael Lindner

Sebastian Finkenberger und Manuel Fischer erklären die Idee und den Reiz von Escape Rooms. Warum das Abenteuer auch als Beobachter Spaß macht.

Gespannt sitzen Manuel Fischer und Sebastian Finkenberger vor dem Smartphone im Jugendhaus Untermeitingen. Sie beobachten über (Infrarot-)Kameras die Menschen im Keller. Die beiden sind für die Jugendarbeit vor Ort zuständig und haben seit Kurzem ein besonderes Angebot: einen Escape Room. Und deswegen sitzen sie als Beobachter im ersten Stock des Gebäudes, um den Teilnehmern bei Problemen zu helfen und ihnen – falls nötig – Tipps für die Lösung der Rätsel zu geben.

Es sei der Wunsch der Jugendlichen nach solch einem Raum gewesen, erzählt Fischer: „Das ist seit ein paar Jahren voll der Hype, der die jungen Menschen richtig packt.“ Nach kurzer Überlegung fassten Fischer und Finkenberger einen Plan: Die Jugendlichen sollten mit ihrer Anleitung einen eigenen Escape Room schaffen.

Kinder und Jugendliche errichten eigenen Escape Room im Jugendhaus Untermeitingen

Im Rahmen des diesjährigen Ferienprogramms gestalteten die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen acht und 16 Jahren den Keller im Jugendhaus Untermeitingen um. „Es wurde gestrichen, geschreinert und dekoriert. Sie haben so viel wie möglich selbst gemacht“, erzählt Finkenberger stolz. Da bereits einiges an Halloween-Dekoration vorhanden war und das Thema Mittelalter selten bei Escape Rooms aufgegriffen werde, entschieden sich die Jugendarbeiter für das Thema Lechfeldschlacht. „Die Teilnehmer haben nicht nur Spaß, sondern lernen auch noch etwas über die Geschichte des Lechfelds“, sagt der ehemalige Lehramtsstudent Finkenberger.

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Der Raum sei zwar aus einer jugendlichen Idee heraus entstanden, trotzdem können alle Altersgruppen ihren Spaß daran haben, ist sich Fischer sicher. Der Raum sei sowohl für kleine Kinder als auch für deren Omas und Opas interessant. Damit der Spaß auch bei den Jüngsten nicht zu kurz kommt, gibt es zwei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Erst zwei Gruppen gelang die Flucht aus dem Untermeitinger Escape Room

Finkenberger und Fischer waren bereits selbst in mehreren Escape Rooms und haben sich mit den Jugendlichen die Rätsel alle eigens ausgedacht. Bislang konnten erst zwei Gruppen aus dem Untermeitinger Raum „flüchten“. „Das sind weniger als zehn Prozent“, sagt Fischer. Der bisherige Rekord liegt bei 54 Minuten – nach 60 Minuten wird das Spiel beendet und die Teilnehmer haben verloren.

Die Jugendarbeiter heben die aufgebaute Illusion hervor: „Man vergisst sehr schnell, was draußen passiert und ist komplett im Spiel drinnen. Deswegen versuchen wir auch so wenig wie möglich von außen einzugreifen.“ Doch nicht nur die Teilnehmer im Escape Room haben ihren Spaß - auch Fischer und Finkenberger. Wenn sie die Aktionen mittels Videokameras beobachten, fiebern sie mit den Kandidaten mit. „Das ist wie Kino“, sagt Fischer und lacht.

Der Escape Room wird mindestens bis Halloween in Betrieb sein. Was danach passiert, ist noch nicht sicher. Vielleicht wird der Raum umgestaltet, und Interessierte können einen neuen Raum in Angriff nehmen. Wer den jetzigen Raum, der früher als Probe- und Lagerraum genutzt wurde, einmal selbst ausprobieren möchte, schickt eine E-Mail mit seinem Wunschtermin an escaperoom@junges-lechfeld.de.

Lesen Sie hier den Selbstversuch: Gelingt dem Bürgermeister die Flucht aus dem Escape Room?

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