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Königsbrunn

13.08.2019

Aus einer Hofstelle sollen Wohnhäuser werden

Auf der Hofstelle an der Ecke Haunstetter Straße/Mozartstraße plant ein Bauträger den Bau mehrerer Wohnhäuser.
Bild: Adrian Bauer

Nachverdichtungen sind derzeit in aller Munde. Ein Beispiel in Königsbrunn zeigt, dass sie auch kompliziert sind.

Baugrund ist in Königsbrunn nach wie vor ein knappes Gut. Das Baugebiet an der Raber Straße geht zwar in der Entwicklung gut voran, steht aber noch nicht zur Verfügung. An der Angerstraße verhindern Streitigkeiten unter Grundstücksbesitzern weiter die Entwicklung. So bleiben derzeit nur die Schließung von Baulücken und Nachverdichtungen als Möglichkeit, mehr Wohnraum zu schaffen. Alles können die Stadträte aber auch nicht durchwinken. Wie solch ein Verfahren abläuft, zeigt sich an einem aktuellen Fall.

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Ein Bauträger möchte auf einem Grundstück an der Ecke Haunstetter Straße/Mozartstraße ein Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen und einer Tiefgarage sowie dahinter zwei Doppelhäuser errichten. Derzeit liegt dort ein alter Bauernhof. Um das Projekt wie gewünscht umsetzen zu können, bat der Bauwerber den Stadtrat um einen Vorbescheid für diverse Ausnahmen vom Bebauungsplan.

Die Häuser dürfen nicht auf fünf Meter an die alte B17 heranrücken

Bei solchen Anfragen handelt es sich meist um einen größeren Fragenkatalog, in diesem Fall mit elf Fragen. Darunter waren einige leicht abzunickende Themen, wie eine Dachneigung, die um einige Grad steiler ausfällt als im Bebauungsplan festgesetzt oder die Planung mit anthrazitfarbenen Ziegeln. Weniger Glück hatte der Bauwerber mit seiner Idee, das Mehrfamilienhaus bis auf fünf Meter an die Haunstetter Straße heranzurücken. Dadurch sollte ein großzügigerer Gartenhof entstehen, der durch den Gebäuderiegel vom Straßenlärm abgeschirmt wird, begründete der Bauwerber seinen Wunsch.

Dem wollten sich aber weder die Verwaltung noch die Stadträte anschließen. Zwar war man sich einig, dass der Bebauungsplan in dem Bereich für die heutigen Gegebenheiten nicht mehr zeitgemäß und eine intensivere Nutzung des vorhandenen Grunds wünschenswert ist. Doch an der gesamten Haunstetter Straße liegen die Häuser mindestens 6,50 Meter von der Straße entfernt. Diese Baulinie muss auch das neue Ensemble einhalten. Außerdem muss der Bauwerber noch einmal die Zahl und Anordnung seiner oberirdischen Stellplätze überdenken und soll Grund für den Bau eines Gehwegs an der Mozartstraße abtreten. Untersucht wird zudem, ob sich eine Tiefgarage in dem Bereich eventuell negativ auf die unterirdische Wassersituation auswirkt. Mit diesen Maßgaben kann der Bauwerber nun seine Planungen weiter vorantreiben und konkretisieren.

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