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Königsbrunn

15.09.2019

Beim Weinfest gibt’s schnell nur noch Stehplätze

Livemusik wie im sonnigen Süden: Giampiero Lucchini und David Bermudez gingen durch die Reihen und erfreuten die Besucher mit italienischer Musik.
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Livemusik wie im sonnigen Süden: Giampiero Lucchini und David Bermudez gingen durch die Reihen und erfreuten die Besucher mit italienischer Musik.
Bild: Claudia Deeney

Das Fest vor dem Rathaus ist immer ein Publikumsmagnet in Königsbrunn, aber die diesjährige Auflage toppt alle Vorgänger. Was die Gäste dazu sagen.

„Das gibt es nur in Königsbrunn“, sagt Hans Michalski lachend und meint damit: „Ein Weinfest mit Feuerwerk, welches zum Rhythmus der laut ertönenden Musikstücke am Himmel erstrahlt.“ Mit Kompositionen aus „Star Wars“ (Krieg der Sterne) sehr passend krachend sowie silberhell erleuchtend eröffnet, ging es etwas ruhiger und beschwingter mit einem ganz besonderen Klassiker der Filmgeschichte weiter.

Und dieser Song war es auch, der wahrscheinlich nicht nur das Ehepaar Michalski fröhlich stimmte. Rote Lichtkugeln, die sich langsam entfalteten, gab es zur Westernfilmmelodie „Bonanza“. Das summten schon viele Besucher hörbar mit, und bei Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ erschallte zumindest beim Refrain lauter Gesang durch die Nacht in Königsbrunn.

Selbst bei den Gläsern wird es zeitweise eng

Einen vollen Erfolg, anders kann man das Weinfest 2019 nicht nennen, und darüber freut sich Josef Marko (Leiter der Straßenverkehrsbehörde) als Organisator ganz besonders. Denn im Vorfeld gibt es trotz gewisser Erfahrungswerte immer viel zu organisieren und zu tun für ihn. Am Freitag selbst war schon abzusehen, dass es in diesem Jahr wahrscheinlich sehr voll werden wird, denn die Wettervorhersage war außergewöhnlich gut. „Wir haben dann gleich mal noch ein paar Weingläser dazu besorgt und auf 3000 Gläser aufgestockt“, erklärt Marko gegenüber unserer Zeitung.

Beim Weinfest gibt’s schnell nur noch Stehplätze

Trotzdem gab es zwischendurch mal Engpässe, was nur beweist, dass mehrere Tausend Menschen in diesem Jahr den Event auf dem Platz vor dem Rathaus besuchten. Alle aufgestellten Sitzplätze waren restlos belegt, und das waren alleine auch schon für rund tausend Personen geschaffene Ausruhgelegenheiten. Not macht die Bürger erfinderisch, und so war der Brunnen in diesem Jahr genauso von Erwachsenen belegt wie sämtliche Liegestühle, und sogar der Stein mit dem Anker wurde kurzerhand als Sitzoase genutzt. Auf dem Rasen ließen sich die Feiernden nieder, und wer in diesem Jahr etwas später kam, der suchte sich einfach eine nette Stelle und blieb dort stehen.

Königsbrunnerin verlegt ihre Geburtstagsfeier vors Rathaus

So wie die Gruppe um Renate Stock. Gegen 20 Uhr hatte die Königsbrunnerin ihre Feier zu ihrem 60. Geburtstag aufs Weinfest verlegt und im Laufe der Nacht sogar noch eine frei gewordene Bierbank ergattert. Sie freute sich, denn es passte einfach alles, wie sie sagt: „Das Wetter ist super, es ist fast Vollmond, mein Mann und meine Freunde sind hier, und es gibt sogar noch ein Feuerwerk – wunderbar, dass das Weinfest und mein runder Geburtstag zusammenfallen.“

Livemusik gab es in diesem Jahr auch. Zuerst spielte das Duosolemio auf dem Platz direkt vor dem Rathaus, später mischten sich die beiden Musiker Giampiero Lucchini und David Bermudez unters Publikum und erfreuten die Anwesenden mit italienischer Musik. Langsam schlenderten sie mit ihren Instrumenten durch die Massen und hatten selbst sichtlich ihren Spaß, wie Lucchini erklärte: „Es ist heute eine Nacht wie in meinem Heimatland Italien.“

Milde Temperaturen und entspannte Geselligkeit, das waren am Freitagabend die beiden Hauptkomponenten und wie Josef Marko betonte: „Das Königsbrunner Weinfest lebt von den Bürgern, die es besuchen und beleben.“

Schon zu Beginn des Abends ist der Platz bestens gefüllt

Der Event hat mittlerweile Kultstatus, und Besucher Harald Volland sagt: „Eigentlich ist es so wie immer: Einfach schön, nur wesentlich voller.“ Christina Schneider stimmt zu und erklärt: „Hier trifft man Leute, die man das ganze Jahr nicht gesehen hat, auch nicht auf der Gautsch oder bei anderen Gelegenheiten.“ Sie muss es wissen, denn auf der Gautsch ist sie aktiv beim Getränkeausschank im Bereich der Stadtbühne dabei. Alles wie immer, nur eines doch ganz anders, wie Bürgermeister Franz Feigl feststellt: „In diesem Jahr war der Rathausplatz gleich zu Beginn des Abends, um 18 Uhr, voll. Das hatten wir so noch nie, insofern ist dieser Abend für mich jetzt schon legendär.“

Und das passt wiederum zum Krieg der Sterne am Himmel, die Kinoreihe ist ja ebenfalls eine Legende. Am Himmel ein teils kriegerisches Spektakel zum Abschluss des Weinfestes 2019, davor ein fröhliches und friedliches Miteinander auf dem Rathausplatz, besser geht es nicht.

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