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Mickhausen

11.02.2021

Das Dorfgemeinschaftshaus Münster wird konkret

So soll das künftige Dorfgemeinschaftshaus im Mickhauser Ortsteil Münster aussehen. Rechts die umgebaute bestehende Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr. Die Ansicht zeigt den Blick auf Nord/Westen.
Bild: Architekt Roland Rieger

Plus Für das 1,3 Millionen Euro teure Projekt in Münster sind bisher 387.000 Euro Förderung bewilligt. Die 750-Jahr-Feier Mickhausens soll im kleinen Rahmen stattfinden.

Zwei Großprojekte standen bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Mickhausen auf der Tagesordnung: der Erweiterungsbau des Kindergartens St. Wolfgang und das geplante Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Münster.

Beim Kindergarten ging es um die Vorstellung der überarbeiteten Entwürfe zur Heizung im Müllraum. Hier präsentierte das beauftragte Architekturbüro zwei Varianten. Die erste sah die Heizung, den Pellettank und den Mülltonnenbereich im Müllraum vor. Der Abstellraum für Spielgeräte würde dann in einem eigenen Häuschen unterkommen.

Die zweite Möglichkeit platzierte Heizung, Pellettank und Abstellraum im Müllraum und den Müllraum in einem eigenen Domizil. Diese um rund 5800 Euro billigere Fassung wurde vom Kindergartenpersonal favorisiert. Der Gemeinderat schloss sich dem an und stimmte geschlossen für diese Variante. Darüber hinaus beschloss er, die Gewerke Heizung, Lüftung sowie Fliesen- und Bodenbelagsarbeiten für die Betreuungseinrichtung zeitnah beschränkt auszuschreiben.

Kein Schnellschuss beim Dorfgemeinschaftshaus Münster

Bei der Vorstellung der Pläne für das Dorfgemeinschaftshaus in Münster machte Architekt und Gemeinderat Roland Rieger aufmerksam, dass es sich hier um keinen Schnellschuss handele. Das Projekt sei über Jahre hinweg seit 2014 gewachsen. Nachdem der erste Bauantrag wegen Abstandsflächen nicht weiter verfolgt wurde, sei im zweiten, 2018 eingereichten Antrag das Gebäude nun etwas "eingeschnürt“ worden, so Rieger.

Im Rahmen der Neugestaltung der Ortsmitte des Mickhauser Ortsteils Münster soll das Feuerwehrhaus saniert und um einen Bürgersaal erweitert werden. Davor ist ein Dorfplatz geplant. Die komplette Maßnahme soll nun in die Förderinitiative „Innen statt Außen“ einfließen.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Er präsentierte dem Gremium die jetzige Planung inklusive Außenanlagen. Dabei verdeutlichte er, dass ein Teil der bestehenden Feuerwehrfahrzeughalle nach verschiedenen Um- und Anbauten, unter anderem für Toiletten, Lager und Heizung, belassen, ein Teil einschließlich der Unterkellerung allerdings abgerissen werde. Die dadurch entstehende Fläche diene künftig als Feuerwehr-Übungsplatz, dahinter würden Parkplätze errichtet.

Ein Foyer mit Garderobe und Flur verbindet die versetzte Halle mit dem zur Marktstraße ausgerichteten Neubau. Dieser beinhaltet im Erdgeschoss einen Saal mit rund 78 Quadratmetern für Veranstaltungen und Versammlungen, eine Küche sowie zwei Lagerräume, einer davon für Stühle und Tische. Im Obergeschoss befinden sich drei Räume zwischen 19 und knapp 26 Quadratmetern für den Feuerwehrkommandanten sowie für Vereine.

Natursteinpflaster für den Gemeinschaftsplatz

Der durch diese Bauanordnung gewonnene Dorfgemeinschaftsplatz soll mit Natursteinpflaster ausgelegt, das dortige Bushaltehäuschen eventuell modernisiert und die Fläche mit einem neuen Maibaumfundament bestückt werden. Zum rund ein Meter erhöhten Nachbargrundstück sind im vorderen Bereich eine Stufenanlage, im hinteren Böschungen und Bepflanzungen angedacht. Die Kosten für das Projekt bezifferte Bürgermeister Mirko Kujath auf insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. "Davon entfallen auf das Gebäude circa 780.000 Euro, der Rest auf die Außenanlagen“, ergänzte Roland Rieger.

Zwischenzeitlich wurde vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach für das Dorfgemeinschaftshaus ein Zuschuss von 387.000 Euro bewilligt. Nachdem nun die Planung und Kostenberechnung für die Außenanlagen vorlagen, beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Verwaltung mit dem Zuschussantrag für diese Anlagen zu beauftragen.

Was wird aus der 750-Jahr-Feier?

Breiten Raum nahm auch das Vorgehen der Gemeinde zur 750-Jahr-Feier Mickhausens im kommenden August ein. "Wir müssen uns überlegen, ob in Zeiten von Corona Vorbereitungen dafür getroffen werden sollen, und in welchem Umfang oder ob auf das Fest verzichtet wird“, resümierte Kujath. Er selbst sehe die Feier in dieser ungewissen Situation als problematisch. Nach ausführlichen Diskussionen einigte sich das Gremium darauf, nach Möglichkeit ein Fest in kleinem Rahmen mit einem Vortrag zur Ortsgeschichte zu organisieren und dafür einen festen Termin zu suchen. Keinen Sinn mache es, die Feierlichkeiten nochmals, dann auf 2022, zu verschieben, hieß es.

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