1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Das Hin&Mit-Hochhaus bekommt ein neues Gesicht

Königsbrunn

01.03.2019

Das Hin&Mit-Hochhaus bekommt ein neues Gesicht

Das ehemalige Hin&Mit-Möbelhaus steht seit Jahren leer. Jetzt hat ein Investor einen Bauantrag zur Umgestaltung gestellt.
Bild: Adrian Bauer

Die graue Fassade soll durch eine gläserne Optik ersetzt werden. Innen gibt es Läden und Büros, aber die Verkaufsfläche wird deutlich verkleinert.

Ein neues Gesicht und hoffentlich wieder einen Nutzen bekommt das Hin&Mit-Hochhaus an der Föllstraße in Königsbrunn. Der Stadtrat hat in seiner aktuellen Sitzung einem Bauantrag des Besitzers einstimmig zugestimmt, der eine optische Umgestaltung und den Bau moderner Gewerbeflächen in dem ehemaligen Möbelhaus vorsieht.

Vor allem die graue Optik des seit 20 Jahren leer stehenden Gebäudes soll sich grundlegend ändern, heißt es im veröffentlichten Teil des Bauantrages: „Das Möbelhaus soll aufgerissen werden und hinsichtlich der Fassade deutlich architektonisch verbessert werden. Die abweisende kistenartige Architektur wird ersetzt durch eine offene transparente Glasarchitektur, die Licht in das Innere bringt und eine Interaktion von innen und außen möglich macht.“ Im Erdgeschoß sollen Flächen für Geschäfte entstehen, im ersten und zweiten Stock sind Büros geplant und ganz oben soll ein Restaurant und ein Fitnessstudio einziehen. Die Verkaufsfläche wird von 10000 auf 3000 Quadratmeter reduziert.

Ins Hin&Mit-Hochhaus kommt keine Apotheke

Man habe mit dem Eigentümer eine Absprache, dass in dem Bereich keine Apotheke und keine höherwertigen Textilien angeboten würden, sagte Bürgermeister Franz Feigl (CSU). Allerdings gebe es dazu keine schriftliche Vereinbarung, weil man rechtlich keine Handhabe gefunden habe. „Die haben Sie nicht, weil Sie die Veränderungssperre haben auslaufen lassen“, sagte Florian Kubsch (SPD). Zwei Jahre lang habe man die Veränderungssperre gehabt, aber keine Ergebnisse vorzuweisen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Bürgermeister Feigl betonte, dass die Situation heute eine ganz andere sei, als beim Erlass der Sperre. Damals hatte der Eigentümer, die Saller-Gruppe aus Weimar, einen Bauantrag eingereicht, in dem es um 20000 Quadratmeter gewerblicher Nutzung ging. Als Möglichkeiten wurden eine kleinere Variante des Real-Lebensmittelmarktes, mögliche Verkaufsflächen für Elektro- und Sportartikel, Textilien, Schuhe, Möbel und zudem ein Fitnessstudio erwogen. Bedenken gab es nicht nur wegen der Auswirkungen aufs Zentrum, sondern auch wegen der Verkehrsströme, die solch ein großes Projekt für die kleinen Gulden- und Föllstraße gebracht hätte.

Toth: „Wir sind immer Getriebene“

Doris Lurz (Grüne) und Christian Toth (FDP) kritisierten, dass während der zwei Jahre nichts festgeschrieben wurde. „Wir kriegen es nicht hin, etwas zu entwickeln, sondern sind immer Getriebene“, sagte Toth. Letztlich stimmten aber alle Fraktionen dem Bauantrag zu. „Wir wollen, dass dort etwas vorangeht. Aber für das Zentrum wird das Sortiment entscheidend sein. Und darauf haben Sie jeden Einfluss aufgegeben“, warf Florian Kubsch dem Bürgermeister vor.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren