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Corona-Hotspots: Andere Bundesländer verhängen Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger

13.07.2010

Der Saubermacher

Christian Ehinger räumt auf, wenn es gebrannt hat. Foto: Harrer-Jalsovec
Bild: Harrer-Jalsovec

Unterbernbach Küchenbrände, vergessene Adventskränze und Kerzen, zerstörte Dachstühle durch Blitzeinschlag - viele Brandherde hat Christian Ehinger schon gesehen und wieder aufgeräumt. Denn seine Gesellschaft für Brand-Sanierung in Unterbernbach (Kreis Aichach-Friedberg) hat sich auf die Beseitigung solcher Schäden spezialisiert. Mit acht Mitarbeitern ist er im Auftrag von Versicherungen in Schwaben und im Raum München/Ingolstadt unterwegs.

"Häufig entsteht der wenigste Schaden durch den Brand selbst", sagt er. Denn während das Feuer meist auf einen Raum beschränkt bleibe, verteile sich der Ruß im ganzen Haus und ziehe durch jede Ritze. Mit speziellen Reinigungsmitteln und Verfahren säubert Ehinger dann Decke, Wände und Böden. So manches Regal mit empfindlichen Gegenständen oder Bücher müssen zudem per Hand abgesaugt und gereinigt werden. Bliebe noch der beißende Geruch - dagegen helfen sogenannte "Ozongeräte".

Im Alter von 22 Jahren hatte der Thierhauptener zusammen mit einem Partner, der nach knapp fünf Jahren wieder ausstieg, das Unternehmen gegründet. Bereits ein Jahr später kaufte er das Grundstück für den Firmensitz in Unterbernbach. Neben Bränden gehört für Ehinger auch das Beheben von Wasserschäden in der Umgebung zum Geschäft.

Auch mit den psychologischen Folgen des Brandes wird Ehinger konfrontiert. "Anfangs haben die Leute das Gefühl, vor dem Nichts zu stehen, und wollen alles irgendwie retten", berichtet er, "da heißt es mein schöner Schreibtisch, die schöne Tür." Sei der Schock einige Tage später abgeklungen, werde dann doch alles, was die Versicherung zahle, neu gemacht. Dabei komme etwa bei einem Küchenbrand schnell mal eine Summe von 10 000 bis 20 000 Euro zusammen. (haja)

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