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Bobingen

16.10.2020

Die Bobinger Musikschule hat ein neues Zuhause

Die jüngste Musikgruppe, gemessen an der Lerndauer, demonstrierte, was nach zwei Jahren Unterrichtszeit auf der Veeh-Harfe bereits möglich ist.
Bild: Elmar Knöchel

Plus Lange war die Musikschule von Martina Brix auf verschiedene Räume quer durch Bobingen aufgeteilt. Nun ist das neue Domizil in der Lindauer Straße fertig.

Eine schwierige Zeit liegt hinter Martina Brix. Ihre Musikschule hatte in den vergangenen Monaten mit allerlei Problemen zu kämpfen. Im Frühjahr 2019 kam der Schock. Die Stadt Bobingen kündigte den Mietvertrag für die Räume in der alten Mädchenschule. Die früheren Klassenzimmer wurden dringend zur Erweiterung der Kinderbetreuungsangebote der Stadt gebraucht.

Hilfe kam von verschiedenen Seiten. Die Stadt stellte ihr vorübergehend Räume im Unteren Schlösschen zur Verfügung. Pfarrer Peter Lukas half ebenfalls und sie konnte im evangelischen Gemeindehaus unterrichten. Der Flügel für den Klavierunterricht fand einen vorläufigen Platz im Büro ihres Mannes. Vom Gesangsunterricht auf dem Bauernhof von Anja und Marcus Fischer waren die Kinder ganz begeistert. Doch auf Dauer konnte diese Aufteilung nicht weitergehen.

Die Bobinger Musikschule ist nicht gerade der ruhigste Mieter

So war Martina Brix froh, dass es ihr möglich war, im ehemaligen Schuhhaus Bobinger ein neues Zuhause zu finden. Ausdrücklich bedankte sie sich in ihrer Begrüßungsrede bei ihren Vermietern. Die Familie Holzhauser sei sehr entgegenkommend gewesen. Dadurch konnte mit einigem baulichen Aufwand das ehemalige Ladengeschäft in eine Musikschule umgewandelt werden. Es wurde sogar eine schallisolierte Decke eingebaut. Denn eine Musikschule sei nicht gerade der allerruhigste Mieter, gab Martina Brix lachend zu.

Und tatsächlich, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es herrscht eine fröhliche Atmosphäre, das Musikzimmer ist hell und freundlich. Das Ambiente passt zum Anliegen der Schule. Mit musikalischer Früherziehung, genauso wie mit Angeboten für Erwachsene, die Freude an der Musik wecken. Denn, so die glückliche Schulleiterin: "Musik fördert die Intelligenz und das soziale Miteinander." In diesem Punkt stimmte ihr auch Bürgermeister Klaus Förster zu. Er gratulierte zu den schönen Räumen und zeigte sich froh, dass die Musikschule wieder ihre Arbeit aufnehmen kann. "Denn Musik ist etwas, das man fürs Leben lernt", sagte er. Er selbst bereue heute, kein Instrument gelernt zu haben.

Lernvideos helfen in der Corona-Zeit

Martina Brix erinnerte daran, dass die Corona-Pandemie eine weitere, große Herausforderung gewesen sei. Doch mithilfe ihres gesamten Teams habe man die Prüfung bestehen können. Sie hätten viele Lernvideos aufgenommen und konnten mit dem Online-Unterricht die Begeisterung an der Musik bei ihren insgesamt über 300 Schülern wach halten. Die Resonanz sei überwältigend gewesen. Das habe ihr Kraft gegeben, die schwere Zeit durchzustehen. Nun sei man trotzdem froh, wieder Präsenzunterricht durchführen zu können. Vor allem für die kleineren Kinder sei dies wichtig. Über Internetvideos könne man Zwei- bis Dreijährige auf Dauer nur schwer begeistern.

Glücklich begrüßte Schulleiterin Martina Brix (links)
Bild: Elmar Knöchel

Natürlich durfte bei der Eröffnungsfeier auch Musik nicht fehlen. Den Auftakt machte die "jüngste" Lerngruppe. Wobei sich das "jüngste" auf die Lerndauer und nicht auf das tatsächliche Alter der Musikerinnen bezog. Die Damen bewiesen, dass man auch als Erwachsener auf der Veeh-Harfe bereits nach zwei Jahren Unterricht die Eröffnungsfeier einer Musikschule begleiten kann. Danach zeigte eine kleine Flötenspielerin, was man mit einer Blockflöte anstellen kann. Klavierlehrerin Sophia Gaidysheva demonstrierte zum Abschluss, wie sich ein perfekt gespielter Flügel anhört. So bekamen die Besucher der Feier gleich einen Eindruck davon, was die Musikschule in ihren neuen Räumen vermitteln will: Die Freude an der Musik und dem harmonischen Miteinander, das durch die musikalische Betätigung gefördert wird.

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