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Königsbrunn

17.08.2019

Die Schulweghelfer brauchen selbst Hilfe

Jürgen Göttle gehört zu den Freiwilligen, die sich morgens und bei Bedarf auch mittags darum kümmern, dass Königsbrunner Kinder sicher zur Grundschule Süd kommen.
Bild: Adrian Bauer

Freiwillige sorgen für Sicherheit auf dem Weg der Königsbrunner Grundschüler zum Schulhaus an der Römerallee. Fürs nächste Jahr fehlen noch Unterstützer.

Die Schüler genießen noch einige Wochen ihre großen Ferien. Einige Eltern, deren Kinder die Grundschule Süd im Gebäude an der Römerallee besuchen, beschäftigen sich aber schon jetzt mit dem neuen Schuljahr. Wie schon im vergangenen Jahr geht es um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg: Es werden dringend Schülerlotsen gesucht.

Seit einem Jahr werden die Kinder der Südschule nun schon im Gebäude an der Römerallee unterrichtet, während das Schulhaus an der Blumenallee erneuert wird. Viele fahren mit dem Bus vor, ebenso viele kommen zu Fuß. Dabei werden sie an zwei Punkten von Schulweghelfern unterstützt: an der Schule selbst hilft ein offizieller Schülerlotse beim Überqueren der Römerallee. Am Kreisverkehr an der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße geben Erwachsene den Kindern Hilfestellung, wann sie sicher die Straße überqueren können. Das sei auch nötig, sagt Jürgen Göttle, der als Schulweghelfer fast täglich an der Straße steht: „In der Früh kommen am Kreisverkehr etwa 300 Autos und 150 Schüler durch.“ Weil dort Fußgängerüberwege markiert sind, ist es rechtlich nicht möglich, auch dort einen offiziellen Schülerlotsen einzurichten.

Königsbrunner Autofahrer halten sich meist an die 30er-Zone

Die getroffenen Sicherungsmaßnahmen hätten sich bewährt findet Göttle, der im Königsbrunner Stadtrat und dem Elternbeirat der Grundschule sitzt. Der Stadtrat hat beschlossen, dass auf Höhe der Schule während der Schulzeit nur Tempo 30 gefahren werden darf. „Am Anfang gab es da ein paar Probleme mit Autofahrern, die zu schnell unterwegs waren. Mittlerweile verhalten sich aber alle sehr diszipliniert“, sagt Göttle. Ohne den Schülerlotsen ginge es aber nicht. Nicht jeder Autofahrer hält an, wenn Kinder am Straßenrand stehen, nicht jedes Kind wartet und achtet auf den Verkehr, sagt Göttle: „Ich habe in diesem Jahr zweimal zupacken müssen, weil sonst ein Kind vor ein Auto gerannt wäre.“ Solche Vorfälle sind aber die absolute Ausnahme.

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Die Aufteilung der Dienste habe im vergangenen Schuljahr sehr gut geklappt, weil fünf Mitstreiter so gut wie jeden Tag vor Ort sein und die restlichen Dienste gut aufgeteilt werden konnten. Nun hören aber mehrere Schulweghelfer auf und stehen ab September nicht mehr zur Verfügung, sagt Jürgen Göttle: „Momentan sind wir noch zu viert. Ideal wäre es aber, wenn wir sieben bis acht Personen hätten, die regelmäßig Zeit hätten.“ Die Suche gestalte sich noch schwierig. Viele Eltern sähen die Schulweghelfer zwar als wichtige Einrichtung, zur Verfügung stellen wollte sich bislang allerdings noch niemand.

Neulinge werden in ihre Rechte und Pflichten eingewiesen

Daher wandte sich Jürgen Göttle wieder an unsere Zeitung: „Wir brauchen dringend noch Helfer. Es müssen nicht zwingend Eltern sein. Der Job wäre sicher auch etwas für Rentner, die Zeit haben. Mir tut die frische Luft gerade am Morgen sehr gut, seit ich das mache, war ich nie mehr krank.“ Seit mittlerweile drei Jahren ist er regelmäßig als Schulweghelfer im Einsatz. Der Dienst beginnt morgens gegen 7.30 Uhr und endet, wenn um 8 Uhr alle Kinder in ihren Klassenräumen sitzen. Neulinge bekommen vor dem ersten Dienst eine Einweisung durch die Polizei.

Freiwillige können sich bei Mitgliedern des Elternbeirats melden oder per E-Mail an die Schule wenden unter sekretariat@ gs-koenigsbrunn-sued.de.

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