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Projekt

03.01.2012

Ein Park für alle Altersklassen

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Die bestehenden Wälle will der Landschaftsarchitekt in den geplanten Generationenpark mit ein beziehen. Es sollen verschiedene Räume entstehen.
Bild: Fotos: Deeg/Eger

Der Fitnesspark in Oberottmarshausen kostet 200000 bis 300000 Euro. Etwa die Hälfte könnte mithilfe des Leader-Programms gefördert werden

Die Gemeinde Oberottmarshausen plant Großes: Auf dem Gelände zwischen der Hochstraße Via Claudia und nördlich der Rainstraße soll ein Sportfreizeitpark entstehen, der Jung und Alt vereinen soll.

Würde der Plan mit allen Elementen so umgesetzt, wie von Landschaftsarchitekt Franz-Josef Eger erdacht, kostet das Projekt etwas über 300000 Euro. Rund die Hälfte der Nettokosten könnte zwar mithilfe des Begegnungslands Lech-Wertach durch Mittel aus dem Leader-Programm der EU und des Freistaats Bayern finanziert werden. Doch zur Beschlussfassung verlangten die Gemeinderäte eine detaillierte Kalkulation verschiedener Kostenmodelle. Damit wird eine Entscheidung frühestens im Januar fallen.

Schon jetzt nutzen die Oberottmarshausener das Areal zwischen der Hochstraße Via Claudia und der B17 und nördlich der Rainstraße als Freizeitgebiet. Tennisplätze, Bolzplätze, ein Skateplatz, eine Allwetterfläche und Spielplatzgeräte gibt es bereits auf dem Gelände. Mehrere Anfragen von Vereinen und Bürgern, beispielsweise nach einem Kneippbecken und mehr Rampen auf dem Skateplatz, erreichten Bürgermeister Gerhard Mößner im vergangenen Jahr. Er ist überzeugt, dass man mit einer Verschönerung des Geländes auch das Dorf und sogar die Region aufwerten würde: „Das ist eine Investition in die Zukunft.“

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Deshalb hatte die Gemeinde Anfang November eine Fahrt zum Schloss Aktivpark in Bad Grönenbach im Unterallgäu organisiert, um sich anzuschauen, wie ein Fitnesspark aussehen könnte. Unter diesem Eindruck formulierten Gemeinde und Vereine folgende Anforderungen: Der Park soll für jede Altersklasse etwas bieten, die Geräte sollten pflegeleicht, vandalismussicher sein und die wichtigsten Muskelgruppen trainieren.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Landschaftsplaner Eger seinen Entwurf vor. Er teilt das insgesamt etwa 15000 Quadratmeter große Gebiet in verschiedene Räume auf, indem er die bereits bestehenden Wälle einbezieht: Dabei ist die Nutzung nach Altersgruppen gegliedert, so Eger. Mit Kneippbecken und Barfußpfad richtet sich der Nordosten an die älteren Besucher. Im Zentrum gibt es eine Kraftinsel und einen Geschicklichkeitsparcours für jedermann. Weiter östlich sollen ein Spielplatz für größere Kinder und daneben ein Bereich für Kleinkinder entstehen. Außerdem ist geplant, den Skateplatz mit mehreren Rampen auszustatten.

Auf den Allwetterplatz könnten Kunststoff-Eisplatten verlegt werden. Die Eisbahn ist dann mit etwa 94000 Euro das teuerste Element. Daher plädierte der zweite Bürgermeister, Albert Reiter, dafür, die Eisfläche sofort aus den Kalkulationen zu streichen. Der Gemeinderat einigte sich, bis zur nächsten Sitzung Meinungen einiger der 1670 Bürger einzuholen.

Indem Oberottmarshausen das Angebot des Parks breit fächert, will die Gemeinde gewährleisten, dass die Bürger das Projekt annehmen und sich an der Umsetzung beteiligen. Zum einen könnten durch Eigenleistung Baukosten gespart werden. Außerdem erhofft man sich durch den Park ein überregionales Alleinstellungsmerkmal, das auch Bewohner umliegender Gemeinden anlockt.

Zwei wichtige Kriterien, um mithilfe des Begegnungslandes und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen an die Fördermittel heranzukommen. LAG-Manager Benjamin Früchtl sieht dafür eine gute Chance: „Es ist für Bayern und Schwaben beispielhaft.“ So könnte das Vorhaben mit maximal 50 Prozent gefördert werden. Allerdings läuft die Leader-Förderperiode 2013 aus. Es wäre also ratsam den Antrag bald zu stellen, so Früchtl. Bekäme Oberottmarshausen das Geld, sind sich erster und zweiter Bürgermeister einig, könnte sich Oberottmarshausen den Park „ruhigen Gewissens“ leisten. "Kommentar

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