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Bobingen

26.05.2019

Eine Liebeserklärung an Bobingen

Für ihre Broschüre gewannen die „Macher“ manch neuen Blick auf die ihnen bekannte Szenerie: (von links) Anja Fischer, Kulturamtsleiterin Elisabeth Morhard, Ingeborg Anderson, Tanja Leodolter sowie Bürgermeister Bernd Müller.
Bild: Armin Peterhans

Die Stadt begrüßt ihre Neubürger und stellt ihnen eine Broschüre vor, die vom Leben am Ort erzählt.

Die Singoldstadt wächst und wird als Wohnort immer beliebter. Das zeigte sich beim Neubürgerempfang der Stadt in der Singoldhalle nicht nur an den Zahlen, die Bürgermeister Bernd Müller nannte. „Wir haben aktuell 17519 Einwohner“, verkündete er. Das sind etwa tausend Einwohner mehr als vor zehn Jahren.

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Diese Stadt bleibt überschaubar

Der Bürgermeister weiß auch, dass es nicht nur die Nähe zur Natur ist, die den Reiz der Stadt zwischen Singold und Wertach ausmacht. „Bobingen ist eine Stadt, die überschaubar ist. Aber das ist wichtig und angenehm für Bürger, die hier eine neue Heimat finden wollen“, stellt er fest.

So sehen es auch die Neubürger Christina und Friedrich Sohr, die 2018 von Hof in Oberfranken nach Bobingen gezogen sind: „Ich bin Augsburger und wollte nach Eintritt ins Rentenalter wieder zurück in meine Heimat. Wir fühlen uns hier sehr wohl und haben gleich Anschluss gefunden. Es gibt ja so viele Möglichkeiten wie Vereine, eine Bücherei und eine gute Infrastruktur“, schwärmt Friedrich Sohr.

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Als weiteren Punkt für die hohe Lebensqualität führt der Bürgermeister das gute Miteinander in der Stadt an. Das bestätigte auch Pfarrer Peter Lukas von der evangelischen Dreifaltigkeitskirche: „Das Multinationale, das anderswo ein Problem ist, ist hier eine Bereicherung“, sagt er.

Viele bieten Neubürgern Kontakte an

Im Foyer der Singoldhalle waren die Neubürger allerdings in der Minderzahl. Der Großteil der Gäste waren Vertreter der Vereine, Organisatoren und Kirchen, die sich den „Neuen“ vorstellten und ihnen Informationen und Gespräche darüber anboten, was sie an Angeboten bereithalten. Etwa die vielen musikalischen Möglichkeiten, die sowohl die Kirchengemeinden als auch die ansässigen Musikschulen sowie die Musikvereine bieten. Und wie lebendig das musikalische Leben in Bobingen ist, zeigte das Tuba-Trio TütüTuba, das bei diesem Empfang klanglich begleitete.

Die Neubürger bekamen anlässlich dieses Empfangs nicht nur freien Eintritt zum anschließend stattfindenden Konzert des Musikvereins. Sie erhielten – quasi als Willkommen – die Broschüre „Mein Bobingen“, die anlässlich des Stadtjubiläums erstellt wurde und nun druckfrisch vorliegt.

Als eine „Liebeserklärung in Bildern“ bezeichnete der Bürgermeister die Publikation, zu der Kulturamtsleiterin Elisabeth Morhard nicht nur die Idee hatte, sondern auch Konzept und viel Herzblut beisteuerte. „Wir wollten keine Chronik, sondern Impressionen und Ansichten, die das Lebensgefühl in Bobingen wiedergeben, und wir wollten Bobinger Bürger zu Wort kommen lassen“, sagt sie dazu.

Unterstützt wurde sie dabei von den freiberuflichen Journalistinnen Anja Fischer und Ingeborg Anderson, die dafür Bobinger Bürger interviewten und manche fotografische Entdeckung in der ihnen vertrauten Szenerie der Singoldstadt machten. Und von der Grafikerin Tanja Leodolter, der die Publikation ihre ansprechende Form verdankt.

Zehn Bobinger erzählen vom Leben in der Stadt

In dieser kleinen Festschrift erzählen zehn Bobinger – Urgesteine, Zugereiste und Menschen mit Migrationshintergrund – was für sie das Leben hier ausmacht. „Bobingen liegt mir am Herzen, weil ich die familiäre Atmosphäre schätze“, findet etwa Reinhold Eckl aus dem Stadtteil Kreuzanger. Oder Student und Musiker Ulrich Thanner, der sich nicht vorstellen kann, woanders zu wohnen, weil er hier Naturnähe und gute Infrastruktur findet. Dieses reizvolle Nebeneinander von ländlicher Idylle und städtischem Flair ist in fotografischen Impressionen aus Bobingen und seinen Stadtteilen eingefangen. Sie stammen – außer von den beiden Autorinnen – auch von Elisabeth Morhard, Tanja Leodolter sowie von den Bobinger Fotografen Armin Peterhans und Theo Schilling. Die Luftaufnahmen sind von Karl Rosengart.

Einen besonderen Charme erhält die Broschüre durch die Beiträge der Kinder des Waldwichtelkindergartens, die ihre Lieblingsorte in Bobingen gemalt haben und beschreiben, was ihnen daran gefällt. Und Lokalkolorit steuern die Bobinger Dichter Anni Gastl und Dieter Elmer alias Käsmichel bei, die mundartlich gereimt und in Prosa die Sage vom Bobinger Büble erzählen. (inge)

„Mein Bobingen“ kann zum Preis von drei Euro bei Bücher Di Santo und im Kulturamt im Rathaus, Zimmer 103, erworben werden.

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