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Osterkonzert

08.04.2015

Eine Zeitreise durch 90 Jahre klingendes Gennach

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2 Bilder
Auszeichnung für die bestandene Bläserprüfung an Julian Cavegn. Unser Foto zeigt (von links) Andreas Hämmerle, Alexander Hämmerle, Julian Cavegn, Fabian Prestele und Jürgen Weber.

Musikkapelle trifft zum Auftakt für das Jubiläumsjahr genau den richtigen Ton

Einen bunten Strauß aus Melodien und historischen Ereignissen aus ihrer 90-jährigen Geschichte band die Musikkapelle Gennach beim Osterkonzert in der Turnhalle Langerringen. Das kleine 550 Einwohner zählende Gennach hat eine große Musiktradition, stellt es doch seit über 30 Jahren den Vorsitzenden des Bezirks 13 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund. Jürgen Weber hat dieses Amt von seinem Vater Michael Weber übernommen und wurde kürzlich wiedergewählt (wir berichteten). In diesem Jahr wird Gennach bereits zum dritten Mal das Bezirksmusikfest vom 11. bis 14. Juni ausrichten.

Elf Burschen gründeten 1925 die Musikkapelle. Inzwischen besteht sie aus 55 Musikern und seit 1996 gibt es eine Jugendkapelle, die sich mit Lamerdingen verbunden hat und so ein Orchester mit 30 Instrumentalisten bildet. Diese eröffnete den Reigen mit „Prelude und Energico“ und beschwor den „Spirit of Music“ mit „One Moment in Time“. Dann eröffnete die Musikkapelle mit dem gleichen Dirigenten Andreas Hämmerle die Zeitreise mit dem Stück aus der Gründerzeit „Auf einem persischen Markt“.

Beim Johannisfest 1939 trat die Musikkapelle letztmals vor dem Krieg zusammen auf. Dann ruhten die musikalischen Aktivitäten kriegsbedingt, fünf Musiker kamen nicht wieder heim. Erst im Fasching 1947 kehrte das musikalische Leben zurück. Diese dunkle Zeit wurde mit dem „March from 1941“ von John Williams, arrangiert von Andreas Schorer, überbrückt. Mit dem „Laridah-Marsch“ des Augsburger Komponisten Max Hempel wurde an das erste Bezirksmusikfest 1954 erinnert, bei dem der Komponist selbst noch als Wertungsrichter und Dirigent mitwirkte. Mit der Filmmusik von „Mary Poppins“ gelangte man in die Zeit, in der 1963 die erste Tracht angeschafft wurde, die im Wesentlichen heute noch getragen wird.

Mit dem Polka-Potpourri „Erinnerungen an Ernst Mosch“ wurde das Jahr 1970 mit dem zweiten Bezirksmusikfest in Gennach erreicht. Vier Jahre später wurde die erste Schallplatte zum 50. Jubiläum aufgenommen. Der Bau des Musikantenstadels im Jahr 1985 an der Stelle des zusammengefallenen Pfarrstadels wurde mit dem Monumentalstück „The new Village“, dirigiert von Marina Beer, gewürdigt. Mit einem Udo-Jürgens-Medley und dem „Concerto d’Amore“ wurde an den Ausbau der alten Schule zum Musikerheim im Jahre 1988 und der Gründung der Jugendkapelle 1996 erinnert. Der Tango „Ein kleines Rendevous“, der von Peter Schad einstudiert wurde, beendete die Zeitreise mit der Einführung des Blasmusikcups im Jahr 2010, den die Gennacher schon zweimal gewinnen konnten. Am 18. April findet eine Messe mit Festabend zum Bezirksmusikfest in der Gennacher Kirche statt. Und die Vorfreude darauf drückte die Kapelle mit der Zugabe „Viel Vergnügen mit Musik“ aus.

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