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21.08.2020

Erst wirbelt Sturm Sabine, dann Corona

Viele Einsätze der Mickhauser Feuerwehr fallen aus

Es war ein Rekord in der fast 150-jährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Mickhausen: In nur 25 Minuten ging kürzlich die Jahreshauptversammlung der Brandschützer über die Bühne, die coronabedingt in den Schlosshofsaal verlegt worden war. Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wurden die Tätigkeitsberichte der Wehr- und Vereinsführung fast „im Laufschritt“ abgehandelt.

Seit der letzten Jahreshauptversammlung wurde die Staudenwehr zu insgesamt 16 Einsätzen gerufen. Wie Kommandant Andreas Vogel erläuterte, seien in dieser Statistik auch Verkehrssicherungen und Sicherheitswachen erfasst. Das Spektrum der Einsätze reicht von Kleinbränden über Verkehrsunfälle und technische Hilfeleistungen bis hin zur Beseitigung von Sturmschäden.

Vor allem das Sturmtief Sabine am 10. Februar hat der Staudenwehr viel Arbeit beschert. Auf den waldreichen Kreisstraßen nach Waldberg und nach Birkach mussten zahlreiche umgestürzte Bäume beseitigt und sogar eingeschlossene Fahrzeuge freigeschnitten werden. Als die Lage für die Wehrmänner immer brenzliger wurde, wurden beide Straßen komplett gesperrt.

Schwierig gestalte sich immer noch die Organisation der Übungen. Mit Maskenpflicht, 1,5-Meter-Abstand und einer maximalen Gruppenstärke von neun Mann seien realistische Feuerwehrübungen nicht darstellbar, sagte der Kommandant. Bis auf Weiteres seien die Übungen deshalb ausgesetzt. Dem Kommando von Andreas Vogel unterstehen derzeit 59 Aktive.

Zwei „Großkampftage“ waren am ersten Oktoberwochenende angesagt. Die Brandschützer hatten – zusammen mit den Kollegen in Münster, Birkach und Grimoldsried – an beiden Tagen wieder die personalintensive Parkplatzorganisation für die Zuschauer des Bergrennens übernommen. Eingespannt war die Mickhauser Feuerwehr ein weiteres Mal als Parkplatzhelfer beim Töpfermarkt im Museum Oberschönenfeld. Beide Veranstaltungen, die auch willkommene „liquide Mittel“ in die Kasse von Schatzmeisterin Anika Müller spülen würden, finden heuer wegen Corona nicht statt.

Neben ihrer Kernaufgabe ist die Feuerwehr seit jeher ein Schwergewicht im örtlichen Vereinsleben. Vorsitzender Andreas Zimmermann berichtete von einer Reihe an Veranstaltungen, bei denen die Feuerwehr mitgewirkt hat: beim Advent im Schlosshof, beim gemeinsamen Faschingsball, bei der Gaudi-Olympiade und beim Schießwettkampf der Vereine. Auf große Resonanz ist ein weiteres Mal die Nikolausaktion der Brandschützer gestoßen: In zwei Teams besuchten Bischof Nikolaus und Knecht Rupprecht rund 20 Familien. Ob die Aktion in Corona-Zeiten angeboten werden, ist noch nicht entschieden.

Eine Großaktion ist alljährlich das Schmücken und Aufstellen des Maibaums beim Gerätehaus. Zur Weihnachtszeit stellt die Feuerwehr an gleicher Stelle einen Christbaum auf, der von den Jungen und Mädchen des benachbarten Kindergartens geschmückt wird. Zum Jahresende 2019 zählte der Feuerwehrverein 150 Mitglieder.

Bürgermeister Mirko Kujath zollte der Wehr großen Respekt. „Wir haben eine schlagkräftige Feuerwehr, auf die wir stolz sein können“, lobte der Rathauschef. Dass die Zahl der Einsätze bei Verkehrsunfällen weiter drastisch zurückgegangen ist, sei in erster Linie auf die Sperrung der unfallträchtigen Kreisstraße von Mickhausen nach Birkach bergwärts für Motorräder an Wochenenden und Feiertagen zurückzuführen. Kujath: „Diese Sperrung hat sich absolut bewährt.“

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