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Schwabmünchen

22.02.2018

Es werden immer mehr SMÜ-ler

Die Mitbegründer der Bürgerinitiative PRO SMÜ (von links) Waltraud Moritz, Josef Gegenfurtner und Alexander Kolb präsentieren ihre Kennzeichen.
Bild: Christian Kruppe

Die Zahl der Autos mit SMÜ-Kennzeichen steigt stetig. Wie die Initiatoren die Nachfrage bewerten.

Seit knapp einem Jahr kann sie jeder Fahrzeughalter im Landkreis haben: die Nummernschilder mit SMÜ oder WER. Während das Wertinger Kennzeichen im Landkreisnorden eher verhalten geordert wird – bis Dezember gab es gerade einmal 77 Zulassungen –, sieht es beim SMÜ-Kennzeichen anders aus: Viele Bürger stellen immer noch fest, dass die Autos mit dem Schwabmünchner Nummernschild gefühlt täglich mehr werden.

Was gar nicht so falsch ist. Waren es im Dezember noch rund 2800 Zulassungen, sind es jetzt 3100 Fahrzeuge, die mit SMÜ fahren. Eine Zahl, die noch wachsen wird, denn rund 1850 Kennzeichen sind noch reserviert. Ein Ergebnis, das vor allem die stolz macht, die sich dafür eingesetzt haben. Die Initiative „Pro SMÜ“ gründete sich im September 2016 und machte sich daran, Stimmung und Unterschriften für die Wiedereinführung des zur Kreisreform abgeschafften Kennzeichens zu sammeln.

Anerkennung für Landrat Martin Sailer

Mit Erfolg: Innerhalb kurzer Zeit hatte die Initiative mehr als 2000 Unterschriften aus Schwabmünchen und Umgebung zusammen. Rund acht Wochen nach ihrer Gründung war die Mission schon beendet. Denn im Oktober gab Landrat Martin Sailer bekannt, dass er der Wiedereinführung zustimmt. Dafür bekommt er von Kreisrat Alexander Kolb, einem Mitbegründer der Initiative, Anerkennung: „Ich muss vor Martin Sailer den Hut ziehen. Er hat im Sommer noch gesagt, dass es bei ihm das Kennzeichen nicht geben wird, aber er hat sich dem Bürgerwillen gebeugt. Das ist groß.“ Er hat, wie auch die restlichen Mitbegründer der Initiative, sehr schnell sein Auto umgemeldet. Was die Initiatoren aber immer noch ärgert, ist, dass in ihren Augen Schwabmünchner Lokalpolitiker die Wende für sich mit reklamierten. „Das war ein Erfolg der Bürger, nicht der Politiker“, sagt Josef Gegenfurtner. „Aber eigentlich ist das Schnee von gestern“, schiebt er nach. Denn die Freude über immer mehr SMÜ-Autos überwiegt.

Doch nicht nur die Bürger zeigen mit dem Kennzeichen ihr Heimatgefühl – auch die Stadt „zeigt Flagge“. In kürzester Zeit wurden sämtliche Fahrzeuge der Stadt vom Verwaltungsdienstwagen bis zum Bauhoftraktor umgemeldet. Auch die Feuerwehren in Schwabmünchen und den Stadtteilen fahren mit dem wiedereingeführten Kennzeichen. Einige Schwabmünchner Firmen haben ihre Fahrzeuge ebenfalls umgemeldet. Nach Angaben des Landratsamtes wird das SMÜ-Kennzeichen hauptsächlich von Schwabmünchnern genutzt. Weitere Zulassungen verteilen sich in die umliegenden Gemeinden, wobei sich keine als zweite „SMÜ-Hochburg“ hervortut.

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