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Schwabmünchen

15.07.2018

Feuerwehr: Üben für den Ernstfall

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3 Bilder
Dieses Gebläse kann nicht nur Gebäude entrauchen, sondern auch eine Wasserwand schaffen, die den Brandübertrag auf ein anderes Gebäudeteil verhindern soll.
Bild: Christian Kruppe

100 Brandschützer überzeugen den Kreisbrandrat in Schwabmünchen bei einer Großübung. Welche fiktiven Szenarien sich auf dem Gelände der Firma Ritter abspielen.

Auf den Anblick im Hof der Feuerwehr wäre so mancher Oberst bei der Bundeswehr stolz gewesen. 100 Feuerwehrmänner und -frauen stehen in Reih und Glied und warten auf den Beginn der Inspektionsübung. Alle drei Jahre findet diese statt, die ehrenamtlichen Helfer zeigen unter Beobachtung von Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister und seinen Kollegen, was sie können.

Für Stefan Missenhardt, seit März diesen Jahres Kommandant, ist die Übung auch ein logistischer Aufwand. Denn für die Zahl an Kameraden fehlt eigentlich der Platz in den Fahrzeugen. Daher helfen die Wehren der Ortsteile wie auch der Bauhof aus. „Wenn schon so viele dabei sind, soll keiner ausgeschlossen werden“, erklärt Missenhardt. Geübt wird auf dem Gelände der Firma Ritter. „Das wäre auch im Ernstfall ein sehr komplexer Einsatz. Viel Kunststoff, die bauliche Schnittstelle zwischen Alt- und Neubau, dazu wird das Wasser aus der Singold geholt. Da gibt es einiges zu beachten“, weiß der Kommandant. Ähnlich sieht es auch Ralf Ritter, selbst aktiver Feuerwehrmann: „Wir profitieren davon, dass die Feuerwehr unsere Anlagen kennt und weiß, wie sie im Ernstfall zu verfahren hat.“

Autounfall, auslaufender Gefahrstoff und ein umgekippter Container

Das Übungsszenario, welches nur dem Kommandanten und dem Führungsteam bekannt ist, hat es in sich. Vier verschiedene Einsatzorte sind geplant. Auf dem Freigelände steht ein Autounfall mit eingeklemmten Personen an, dazu kommt noch auslaufender Gefahrstoff und ein umgekippter Container mit einer weiteren eingeklemmten Person. Zudem brennt es in der neuen Halle. „Hierbei gilt es, den Brand zu bekämpfen und zeitgleich ein Übergreifen auf die weiteren Gebäude zu verhindern“, beschreibt der ehemalige Kommandant Hubert Prechtl die Lage vor Ort für die anwesenden Stadträte.

Als es losgeht, zeigen diese sich interessiert und fasziniert zugleich. Prechtl führt sie durch die Schauplätze und erklärt, was und wie gemacht wird. Stadträtin Margit Stapf kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Ich habe nicht gedacht, was da alles gemacht werden kann“, stellt sie bewundernd fest. Am meisten ist sie, und nicht nur sie, von der flotten und konzentrierten, aber nie hektischen Arbeitsweise der Feuerwehr angetan. Und von den technischen Möglichkeiten. Egal ob die Scheren und Spreizer zum Öffnen von Autos, oder vom Wasserwerfer auf einem Fahrzeug, der mit 2000 Liter Wasser in der Minute einen sogenannten Rieger erzeugt, der ein Übergreifen des Brandes von einem Gebäude auf das nächste verhindern soll. Nicht nur die Stadträte waren vom Ablauf der Übung begeistert. Auch Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister lobte die Schwabmünchner. „Es war eine ausgezeichnete Übung. Wir von der Kreisbrandinspektion sind hochzufrieden. Aber das war uns im Vorfeld bekannt“, bilanzierte er. Ein Sonderlob gab es für die Feuerwehrjugend, die in der Übung den Sanitätsbereich betreute: „Es ist toll, dass die Jugend so eingebunden wird. So soll es sein.“

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