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Königsbrunn

29.01.2013

Flammen, Unfälle – und eine Bluttat

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9 Bilder
In einer  Garage in der Heidestraße  brannte  ein Pkw aus.
Bild: Feuerwehr Königsbrunn / Archivbild

Details aus der Einsatzstatistik der Freiwilligen Feuerwehr Königsbrunn für das Jahr 2012. Nur noch bei einer von sechs Fahrten rückt die Wehr aus, weil es brennt.

Feuer hat für die Freiwillige Feuerwehr inzwischen fast Seltenheitswert. Von den 244 Einsätzen während des vergangenen Jahres waren nur noch 39 durch Brände ausgelöst – dagegen fielen 165 in das weite Feld der technischen Hilfeleistungen (THL). Die reichen von der Tierrettung über die Beseitung von Ölspuren bis zum Befreien von eingeklemmten Personen bei schweren Autounfällen.

Bei der Jahreshauptversammlung 2013 führte 1. Kommandant Rainer Schmid einige herausragende Einsätze in Jahr 2012 auf:

Altpapier Insgesamt drei Mal musste die Wehr einen brennenden Container an der Guldenstraße löschen – jeweils war Brandstiftung der Auslöser. Insgesamt sechs böswillige Taten lösten 2012 Einsätze aus.

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Rauchmelder Andauerndes Piepsen aus einer Nachbarwohnung ließ einen Bürger nach der Feuerwehr rufe. Er vermutete den Alarm eines Rauchmelder. Eine intensive Suche, auch mit Drehleiter entlang der Fassade, ergab schließlich: Ein Wecker im Regal auf dem Balkon zeigte an, dass die Batterie leer war.

Zimmerbrand Eine Wohnung in der Beethovenstraße war noch nicht ganz bezogen, da brannte es am Faschingsdienstag in der Küche – und verauchte die anderen Zimmer.

Waldbrand Ende März brannte der Wald bei der Kläranlage Oberottmarshausen auf rund 3000 Quadratmetern. Die Königsbrunner Wehr war mit den Kollegen aus Oberottmarshausen und Kleinaitingen und der Flugplatzfeuerwehr Lechfeld im Einsatz. Sie wurde unter anderem durch einen Luftbeobachter unterstützt.

Dachstuhlbrand Den hatte die Wehr Ende Juli rasch im Griff – es brannten Isoliermaterial und Holz eines gerade erst errichteten Pizzaofens bei der Mercator Mittelschule.

Drehleiter Die war unter anderem im Einsatz um Ende Oktober zwei Damen aus dem umzäunten Areal der Kneippanlage zu holen, das vor der angekündigten Zeit abgesperrt war. Sie war auch nötig, um wenige Tage später einen stark übergewichtigen, verletzten Patienten aus einer Wohnung im 1. Stock zu bergen.

Verkehrsunfälle Wiederholt wurde die Wehr zu Unfällen auf die B 17 gerufen – um die Unfallstellen abzusichern, aber auch, um eingeklemmte Personen zu bergen. Sie konnte das laut Kommandant Schmid „zügig und schonend“ leisten, auch weil Feuerwehrleute hierzu schon zwei Fortbildungen beim ADAC in Landsberg besucht hatten.

Garagenbrand Eine Woche vor Weihnachten brannte ein Fahrzeug in einer Garage, in der auch eine Gasflasche deponiert war. Durch den Einsatz mehrerer Strahlrohre hatte die Wehr die Situation rasch entschärft.

Tötungsdelikt Mitte November wurde die Feuerwehr für eine Wohnungsöffnung gerufen. „Person in Gefahr“ lautete die Information. Die drei Feuerwehrler fanden einen blutüberströmten Mann, den anscheinend seine Lebensgefährten mit einem Messer attackiert hatte. Trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen konnten sie sein Leben nicht mehr retten. Das bringe auch erhebliche psychische Belastungen für die beteiligten Wehrmänner, so Schmid, der aber auch betonte: „Keiner wird hier mit seinen Erlebnissen einfach alleine gelassen.“ (hsd)

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