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Schwabmünchen

21.09.2012

Funkmast: Stadt will nicht zahlen

Schwabmünchner Gremium sieht keinen Grund die Verlegung mitzufinanzieren

Im Januar vergangenen Jahres hat der Bauausschuss der Stadt Schwabmünchen den ursprünglich vom Freistaat Bayern beantragten Standort für den Digitalfunkmast an der verlängerten Schlossbergstraße in Schwabegg abgelehnt. Es wurde um eine Überprüfung von geeigneteren Standorten gebeten. Parallel dazu hat sich in Schwabegg eine Bürgerinitiative gebildet, die sich mit einer Petitionseingabe an den Bayerischen Landtag gewandt hat.

Freistaat will, dass die Kosten aufgeteilt werden

Ende August informierte das bayerische Innenministerium in einem Schreiben die Stadt, dass verschiedene Alternativstandorte funktechnisch und kostenmäßig untersucht worden seien. Zudem wurde der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass sie für die Hälfte der entstehenden Mehrkosten aufzukommen habe. Diese belaufen sich, je nach Standort, zwischen 26000 und 59000 Euro. Doch damit ist Schwabmünchen nicht einverstanden. „Wir haben dem geplanten Standort die Zustimmung verweigert, weshalb sollen wir dann für die Verlegung aufkommen“, so Bürgermeister Lorenz Müller. „Es ist ja nicht so wie zum Beispiel in Walkertshofen.“ Dort wurde ein bereits von der Gemeinde genehmigter Standort verlegt.

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Ulrich Wittfeld von Telnet, der Betreiberfirma des Behördenfunks, erklärte nochmals die Standorte und betonte die niedrige Strahlungsimmission des Systems. Doch er konnte nicht ausschließen, ob sich nicht doch in Zukunft Mobilfunkanbieter mit an den Masten hängen. Dadurch würde die Strahlungsbelastung deutlich steigen. „Wir wollen den Behördenfunk nicht blockieren. Aber er kann nicht an Orten errichtet werden, die Gesundheit und Natur beeinträchtigen“, betonte Müller. Da der Landtag über die Petition der Schwabegger noch nicht entschieden hat, will sich der Stadtrat auch noch nicht auf alternativen Standort festlegen. „Sonst laufen wir der Petition zuwider“, erklärte Stadtrat Rudi Lautenbacher.

Das Gremium beauftrage den Bürgermeister, mit dem Freistaat in Verhandlungen zu treten, um die Kostenbeteiligung zu klären. (krup)

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