Hiltenfingen

27.01.2018

Glasfaser bis zum Haus

Hiltenfingen will Teile der Gemeinde mit schnellem Internet versorgen. Gemeinderat entscheidet sich aber gegen die günstigste Lösung.
Bild: Peter Kneffel, dpa (Symbolbild)

Hiltenfingen will Teile der Gemeinde mit schnellem Internet versorgen. Gemeinderat entscheidet sich aber gegen die günstigste Lösung.

Die Anbindung der Bürger ans schnelle Datennetz wird immer wichtiger. Hiltenfingen hat schon in den vergangenen Jahren in weiten Teilen der Gemeinde die staatlichen Fördermöglichkeiten ausgenutzt, und Bürgern wie Gewerbe den Zugang zum schnellen Internet ermöglicht. Im Baugebiet südlich der Langerringer Straße können die Bauwerber ihr Haus direkt ans Glasfasernetz anschließen. Im Zuge einer weiteren Fördermaßnahme ist es nun möglich, neben dem Gebiet im Westen auch die vorhandenen Aussiedlerhöfe ans schnelle Datennetz anzubinden.

Die teuerste Variante kostet 150.000 Euro

Dabei standen vier Ausbauvarianten zur Wahl. Die kleinste Möglichkeit ist der Anschluss der Verteilerpunkte ans Glasfasernetz. Von dort aus geht es mit dem vorhandenen Kupferkabelnetz zu den einzelnen Häusern. Diese Technik wurde in den anderen Teilen Hiltenfingens verwendet. Nun bietet sich zudem die Möglichkeit, die einzelnen Anwesen entweder bis zum Grundstück oder gar bis ins Haus direkt ans Glasfasernetz anzubinden. Nach intensiver Diskussion entschieden sich die Räte für die Option, die Häuser ans Glasfasernetz direkt anzuschließen. Zwar ist dies mit rund 150.000 Euro die teuerste Variante, doch nicht nur für den zweiten Bürgermeister Robert Irmler waren zwei Punkte dafür ausschlaggebend: „Zum einen sollten wir immer versuchen, das aktuell modernste System zu verwenden. Zum anderen ist hier auch die Preisdifferenz zwischen der günstigsten Lösung und der Glasfaserdirektanbindung in einem vertretbaren Rahmen.“ Der Unterschied zwischen beiden Optionen beträgt 70000 Euro. Ein Mehrpreis, der sich in den Augen der meisten Räte lohnt.

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Im Zuge der Genehmigung einiger Bauanträge übte Bürgermeister Kornelius Griebl Kritik an einem Bauwerber im neuen Baugebiet. Dieser reichte zu Baubeginn einen Antrag zur Errichtung eines Zweifamilienhauses ein, das nun nach dem Bau ein Dreifamilienhaus ist. „Auch wenn es nach dem Bebauungsplan rechtens ist – so geht man mit der Gemeinde nicht um“, zeigte sich Griebl erbost.

Ruhiger verlief die Diskussion der weiteren Tagesordnungspunkte

Strom Auch wenn die Abrechnung mit einem Anbieter bislang nicht immer optimal verlief, wird sich Hiltenfingen weiter in Kooperation mit dem Bayerischen Städtetag an der Bündelausschreibung der Kubus GmbH für den Strombezug beteiligen. In diesem Zug wies Bürgermeister Griebl darauf hin, das vor allem im vergangenen Jahr die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung deutlich gefallen seien. „Da ist zu sehen, dass sich die sukzessive Modernisierung auszahlt“, so Griebl.

Abwasser Nach der neuen Kalkulation der Beiträge und Gebühren für das Abwasser stellte Griebl fest, dass sich die errechneten neuen Sätze unter dem Strich kaum auswirken würden. Daher beschloss der Rat, die bisherigen Sätze beizubehalten.

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