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Bobingen/Burgwalden

03.06.2019

Golf für die ganze Familie

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Auch viele Kinder und Jugendliche nahmen am Landkreis-Cup teil. Mit dabei war auch der neunjährige Vincent El Husseini.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Auf der Anlage des Golfclubs in Burgwalden gehen beim Landkreis-Cup 105 Teilnehmer an den Start: vom Freizeitgolfer bis zum ambitionierten Turnierspieler.

Den strahlenden Sonnenschein genießen. Dabei der Natur lauschen und Körper und Seele eine Wohltat gönnen. Für Rudolf Usner ist Golf eine koordinativ und zugleich körperlich herausfordernde Sportart. Von Loch zu Loch wechsle die Herausforderung mit Erholungsphasen und Naturerlebnissen. Dies seien auch die Gründe, warum er beim diesjährigen Landkreis-Cup Golf auf der Anlage des Golfclub Augsburg in Burgwalden mitmache, erklärte der Unternehmensberater. Er war einer von insgesamt 105 Spieler, die in der schönen Umgebung des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder an den Start gingen.

Golf schafft neue Kontakte

Neben der positiven Beanspruchung von Geist und Psyche war Usner auch das Miteinander wichtig: „Golf bietet viele Kommunikationsmöglichkeiten.“ Der Sport schaffe Kontakte und Gemeinsamkeiten.

Usners Frau Gabriele wies noch auf den gesundheitlichen Aspekt hin: „Bei einer 18-Loch-Runde wie hier in Burgwalden werden rund 1500 Kalorien verbraucht und circa 130 Muskeln beansprucht.“ Vom ruhigen Altherrensport sei Golf deshalb weit entfernt, ebenso, dass Golf nur etwas für Reiche sei. „Alles Vorurteile.“

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Das Miteinander griff dann auch Landrat Martin Sailer beim Frühstück auf der Terrasse des Vereinsrestaurants auf: „Mit der Ausrichtung des Landkreis-Cup Golf wollen wir in erster Linie Familien ansprechen. Denn hier können sich Männer, Frauen und Kinder ebenso vergleichen wie Alt und Jung.“ Alles sei generationenübergreifend. Das Handicap-System mache es möglich, verdeutlichte er.

Erfreut zeigte sich Sailer vor allem über die Resonanz der Veranstaltung. Und die konnte sich tatsächlich sehen lassen: Waren bei der Premiere des Wettkampfes im vergangenen Jahr 85 Teilnehmer dabei, so meldeten sich heuer über 20 Prozent mehr an. „Damit sind wir schon fast bei der Kapazitätsgrenze angelangt“, meinte der Landrat. Schön sei es, dass wiederum viele Kinder und Jugendliche mitmachen.

Neunjähriger spielt seit vier Jahren Golf

So wie beispielsweise Vincent El Husseini. Der Neunjährige aus Adelsried spielt nach eigenen Angaben Golf bereits seit vier Jahren. Warum er mit seinen Eltern beim Landkreis-Cup antritt? Das sei ein Turnier, bei dem er Teamplay, Ausdauer und Konzentration weiter festigen und zugleich die Ruhe genießen könne, erklärte er. Auch über sein Handicap gab er bereitwillig Auskunft: „Derzeit 27,0.“

Was ist eigentlich das Handicap?

Doch was steckt hinter dem Begriff Handicap? Christophe Speroni vom Internetportal golfstun.de definierte es so: „Das Handicap sagt im Prinzip aus, wie viele Schläge ein Spieler im Vergleich zu einem professionellen Golfer mit Handicap 0 normalerweise zusätzlich benötigt, um alle Bahnen eines 18-Loch-Platzes regelkonform zu spielen.“ Die 54 ist das höchste zu vergebende Handicap. Das heißt wiederum: Der Spieler wird seiner Spielstärke entsprechend nach einer absolvierten Runde im Durchschnitt 54 Schläge über dem Platzstandard liegen. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Je kleiner der Wert, desto besser.

Zum ersten Mal beim Landkreis-Cup Golf dabei war Rainer Hörath. „Die Leidenschaft zu diesem Sport habe ich heuer entdeckt“, berichtete er. Wie Rudolf Usner schwärmte er von der homogenen Einheit von Körper und Geist. Golf fördere seine Konzentration. „Auf dem Golfplatz kann ich komplett abschalten und den Alltag ausblenden“, gestand das Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Augsburg. Dieses Glücksgefühl wolle er nun beim Landkreis-Cup erleben. Welches Golf Handicap er habe? „Schlechte Frage“, meinte er lächelnd. Er schaute kurz um, vergewisserte sich, damit niemand zuhörte: „49.“

Die Kunst stand beim Landkreis-Cup in Burgwalden im Vordergrund

Neben dem sportlichen Aspekt stand heuer auch die Kunst im Vordergrund. Entlang des Golfplatzes befanden sich zahlreiche Werke verschiedener Künstler aus dem Landkreis, unter anderem von Andrea Groß, Norbert Kiening, Harry Meyer und Ilan Scheindling. Sie alle besaßen die ästhetische Kraft, den betrachtenden Menschen aus seinen Zwängen zu lösen und den Betrachter am disziplinübergreifenden Dialog der Künstler und deren komplexe Momente teilhaben zu lassen.

„Kunst und Golf haben mehr Gemeinsamkeiten als ich ursprünglich gedacht habe“, resümierte Ilan Scheindling. Die Künstler nannten dazu Anziehungskraft, Gefühlswelt, Präsenz und innewohnende Energie, aber auch individuellen Erfahrungshorizont.

Doch genug der Auskünfte. Mittlerweile waren alle Teilnehmer eingetroffen und das dem Cup voraus gegangene Frühstück beendet. Pünktlich um 11 Uhr erfolgten der Kanonenstart und damit der Start des Turniers.

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