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Königsbrunn

17.09.2019

Gymnasiums-Leiterin geht in ihr letztes Schuljahr

Die Leiterin des Königsbrunner Gymnasiums Eva Focht-Schmidt bekam zum Start in ihr letztes Schuljahr eine besondere Ehrung überreicht.
Bild: Adrian Bauer

Eva Focht-Schmidt feiert ein seltenes Dienstjubiläum und geht im nächsten Sommer in den Ruhestand. Wie sie die letzten Monate ihres Arbeitslebens angeht.

Seit 40 Jahren ist Eva Focht-Schmidt, die Leiterin des Königsbrunner Gymnasiums, nun schon im Lehramt tätig. Eine besondere Marke, die nicht viele Lehrer schaffen. Die zugehörige Ehrung läutet für sie auch ihr letztes Schuljahr ein. Im nächsten Sommer geht sie in den Ruhestand.

Eine besondere Abschiedsstimmung kommt bei Eva Focht-Schmidt deshalb aber nicht auf: „Da müsste schon etwas Besonderes passieren. Aber eigentlich sind die Fragen, die sich stellen, die gleichen wie in den Vorjahren.“ Ein Stundenplan muss ausgearbeitet, die Klassen eingeteilt werden. Während der Sommerferien fällt immer die ein oder andere Lehrkraft aus, deren Stunden dann anders verteilt werden müssen. Und wenn der Unterricht läuft, melden sich auch immer Kollegen mit Bitten um eine geänderte Aufteilung, sodass die Planung wieder angepasst werden muss.

Schmucklose Auszeichnung für die Königsbrunner Schulleiterin

Die Ehrung für die 40 Jahre wurde ohne großes Zeremoniell überreicht: Ministerialrat Peter Kempf kündigte sein Kommen an, überreichte Urkunde und Dankesschreiben. Die Jubilarin bekommt zwei Tage Sonderurlaub und eine kleine Gratifikation. „Wir haben in meinem Büro noch einen Kaffee getrunken, das war’s“, sagt focht-Schmidt. Ähnlich liefen die Ehrungen, die sie als Schulleiterin an ihre Lehrer überreicht.

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Für 40 Dienstjahre durfte sie bislang allerdings noch niemanden auszeichnen: „Das kommt wohl tatsächlich ziemlich selten vor, dass jemand die 40 Jahre schafft.“ Anders als ihre männlichen Kollegen musste sie nach dem Studium nicht zum Wehrdienst. Sie zog nach dem Abitur 1974 in München ihr studium an der Ludwig-Maximilians-Universität zügig durch. Nach der Geburt ihrer Kinder kehrte sie immer schnell zurück in den Beruf.

Den Verzicht auf eine Promotion hat Eva Focht-Schmidt nie bereut

Zudem bekam sie mit ihrer eher ungewöhnlichen Fächerkombination Mathe/Chemie 1979 gleich eine Anstellung: „Mit Biologie/Chemie hatte man damals keine Chance. Das ist heute kaum vorstellbar.“ Eigentlich hätte sie zur Mathematik gerne eine Sprache wie Französisch studiert, doch diese Fächerkombination war in Bayern nicht vorgesehen. Für die Aussicht auf eine Stelle im Wunschberuf ließ sie eine Promotion sausen und hat das auch nie bereut: „Ich wollte schon immer mit Jugendlichen arbeiten.“ Zudem sah sie abseits des Lehrerberufs keine passenden Tätigkeiten als Mathematikerin für sich gesehen. Das Fach blieb ihr während der ganzen 40 Jahre erhalten: „Als Schulleiter hat man weniger Stunden. Daher habe ich in den letzten 20 Jahren nur noch Mathematik unterrichtet.“

Ihr Referendariat absolvierte sie ab 1979 am Asam-Gymnasium in München. Schwaben war für die aus Althegnenberg stammende Lehrerin aber auch eine nahe liegende Option. Schon im Referendariat arbeitete sie an einer Zweigschule in Kaufbeuren. 1981 wurde sie an Holbein Gymnasium nach Augsburg versetzt. Von 2001 bis 2007 war sie stellvertretende Schulleiterin des Peutinger-Gymnasiums, bis 2013 dann Schulleiterin in Wertingen und seitdem in Königsbrunn.

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