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Langerringen

06.08.2019

Kindergarten kostet mehr, Eltern zahlen weniger

Trotz Anhebung der Kindergartengebühren werden die Eltern durch den Zuschuss des Staates entlastet.
Bild: Johannes Goethe, Firma PARS

Im Langerringer Gemeinderat geht es auch um den Förderantrag für die Krippe, den Umbau in der Schule und um das neue Baugebiet „Östlich der Hurlacher Straße“.

Die Bayerische Staatsregierung zahlt rückwirkend ab 1. April 2019 einen Beitragszuschuss von monatlich 100 Euro pro Kind an die Träger der Kindertagesstätten. Diese werden deshalb gesetzlich dazu verpflichtet, die Elternbeiträge in gleicher Höhe zu ermäßigen.

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„Daran sieht man, dass sich der Gesetzgeber wohl nicht vorstellen konnte, dass es Kindergartengebühren unter 100 Euro pro Monat gibt“, sagte Zweiter Bürgermeister Marcus Knoll. Dies war aber bisher in Langerringen der Fall.

Gebühren in Langerringen begannen bei 53 Euro

Die Gebühren begannen mit 53 Euro bei einer Buchungszeit von drei Stunden und steigerten sich auf 96 Euro bei achtstündiger Betreuung. Erst ab der neunten Stunde wurde mit 106 Euro der jetzige Beitragszuschuss überschritten.

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Die Differenz zwischen Gebühr und Zuschuss käme nicht den Eltern zugute, sondern müsste an den Staat zurückgegeben werden, erklärten sowohl Knoll als auch Bürgermeister Konrad Dobler. Deshalb beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Mindestgebühr auf 100 Euro pro Monat anzuheben. Damit wird der Elternbeitrag bei einer Buchungszeit bis zu vier Stunden kostenfrei. Ab der fünften Betreuungsstunde steigt der Elternbeitrag von fünf Euro stetig bis auf 48 Euro bei der höchsten Buchungszeit von zehn Stunden. Die Eltern müssen also aufgrund des Beitragszuschusses in jedem Fall weniger zahlen als bisher. Mit diesen neuen Gebühren mache die Gemeinde keinen Gewinn, sondern verringere nur das jährliche Defizit von rund 270000 Euro im Jahr 2018 für die beiden Kindergärten in Langerringen und Gennach, betonte der Bürgermeister. Diese Gebühren betreffen nur die Kindergartenkinder ab drei Jahren, nicht aber die Krippenkinder.

Neubau einer Kinderkrippe ist in Planung

Auf dem Gelände des Langerringer St. Gallus-Kindergartens ist der Neubau einer Kinderkrippe in Planung. Architekt Jörg Naujok erläuterte dem Gemeinderat, dass der Förderantrag dafür bis zum 31. August eingereicht werden muss, um eine Förderzusage für die Bauzeit bis Juni 2022 zu erhalten. Die erwarteten Gesamtkosten steigen für die Bauzeit 2020/21 um fünf Prozent auf rund 3142700 Euro an. Der Gemeinderat stimmte der Planung und dem Kostenplan zu und erteilte den Auftrag zur Einreichung des Förderantrags.

Jörg Naujok informierte das Gremium über die bereits begonnene Sanierung der Grundschule mit Einbau eines Aufzugs zur Herstellung der Barrierefreiheit. Dem Antrag von Herbert Graßl (Freie Wähler), diesen Aufzug auch bis in die Kellerräume des Schützenheims zu führen, wurde stattgegeben. Bei der Erneuerung der sanitären Einrichtungen ergeben sich laut Naujok Mehrkosten von etwa 70000 Euro, hinzu kämen zusätzliche Kosten beim Aufzug und durch den Einbau von Akustikdecken in den Räumen der Mittagsbetreuung. Die Gesamtkosten steigen dadurch auf knapp 890000 Euro. Auch beim Gennacher Kindergarten St. Johannes ist ein Erweiterungsbau bereits geplant und beschlossen. Der Baubeginn verzögert sich aber wegen der Auslastung der Handwerksbetriebe auf etwa März 2020. Mit der Fertigstellung sei etwa im November 2020 zu rechnen, sagte Architekt Naujok.

Baugebiet östlich der Hurlacher Straße

Nach ausführlicher Beratung der von Gerd Sahlender vom Planungsbüro Arnold Consult vorgestellten Planung des Baugebietes östlich der Hurlacher Straße wurde der Aufstellungsbeschluss einstimmig gefasst. Die ausführliche Satzung mit Festlegung der Bauparzellen, der zulässigen Haustypen und Dächer, sowie der Einfriedungen wurde gebilligt und somit das Verfahren der Bauleitplanung eingeleitet. Mehrheitlich entschied der Gemeinderat, dass ein zentraler Platz als Spiel- oder Grünfläche von der Bebauung ausgenommen bleibt. Der Plan sieht eine Bushaltestelle mit einem hinführenden Gehweg vor. Entlang der Hurlacher Straße sind Mehrfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser vorgesehen. In Richtung Osten des 80 bis 100 Meter breiten Baugebietes dürfen nur Einzelhäuser in offener Bauweise mit Abständen zu den Nachbargebäuden errichtet werden. An der Westseite der Hurlacher Straße ist ein durchgehender Gehweg eingeplant.

Genehmigung von Bauvorhaben in Langerringen 

Der Antrag auf Errichtung eines Schiebetores zu einer Grundstückseinfahrt in der Schwabmühlhauser Auenstraße wurde mit der Mehrheit von zehn gegen drei Stimmen abgelehnt, weil die Garagen- und Stellplatzverordnung und der Bebauungsplan eine Einfriedung des Stauraums vor der Garage verbieten. Einverstanden war der Gemeinderat dagegen mit dem Ausbau eines Dachgeschosses mit Erhöhung des Kniestocks und Vergrößerung des Balkons in der Johann-Müller-Straße. Die Bauvoranfrage zur Aufstockung und Erweiterung der bestehenden Schreinerei im Eggarten in Gennach fand ebenso Zustimmung wie der nach erster Ablehnung geänderte Plan zum Bau eines Carports in Schwabmühlhausen, Im Wiesengrund.

Die Mobile Wache der Polizei kommt am 28. Oktober und im neuen Jahr am 2. Januar und dann alle drei Monate nach Langerringen. Der Standplatz wird bei der Bäckerei Müller in der Ortsmitte sein. Für den Breitbandausbau erhielt die Gemeinde einen Förderbescheid in Höhe von 940600 Euro vom Finanz- und Heimatministerium überreicht. Auf Anregung von Karl Schaffner (CSU) wird an der Einmündung Untermeitinger Straße/Am Sportplatz ein Verkehrsspiegel angebracht.

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