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Königsbrunn

25.11.2020

Lechstraßen-Querung in Königsbrunn: Studie soll Lösungen aufzeigen

Der Königsbrunner Stadtrat lässt die Kreuzung der Lechstraße mit der Blumenallee und der Benzstraße von Bauingenieuren begutachten, um die bestmögliche Lösung für eine Querung für Radler und Fußgänger zu erarbeiten. 
Foto: Adrian Bauer

Plus Der Königsbrunner Stadtrat will die Kreuzungssituation an der Lechstraße in einer Studie prüfen lassen. Kommt nach Jahren eine Unterführung?

Der Königsbrunner Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend die vertrackte Situation an der Kreuzung der Lechstraße mit Benzstraße und Blumenallee diskutiert. Viele Vereinssportler, Reiter und Erholungssuche überqueren die stark befahrene Straße zu Fuß oder mit dem Rad, um zu den dort angesiedelten Sportanlagen oder in die Natur zu kommen. Die etwas abseits der Kreuzung gelegene Querungshilfe wird nur schlecht angenommen. Ein Anwohner setzt sich seit mehr als 20 Jahren für eine Unterführung ein.

Diskussionen zu dem Thema habe es im Rat über die Jahre hinweg immer wieder gegeben, sagte Bürgermeister Franz Feigl. Die SPD habe 2010 schon einen entsprechenden Antrag gestellt, der aktuelle Antrag stammt von den Freien Wählern. Eine endgültige Lösung hat man allerdings nie gefunden. "Wir sind dort nicht alleine entscheidungsfähig, weil für diesen Teil der Staatsstraße auch das Staatliche Bauamt zuständig ist", sagte der Bürgermeister. Dort wurde zum Beispiel eine andiskutierte Lösung mit einem Kreisverkehr als nicht zielführend erachtet. Weil auf Blumenallee und Benzstraße deutlich weniger Autos fahren als auf der Lechstraße, wäre die Bremswirkung des Kreisverkehrs zu gering, als dass es ein Mehr an Sicherheit für die Radler und Fußgänger brächte.

Königsbrunn: Querungshilfe an der Lechstraße muss barrierefrei sein

Auch der Bürgermeister zeigte durchaus Sympathien für eine Über- oder Unterführung. Allerdings könne man diese heutzutage nicht mehr mit so starkem Gefälle bauen wie bei den Bauten am Matrix oder am Waldspielplatz. Seit 2018 müssen solche Querungshilfen barrierefrei mit weniger starken Steigungen gebaut werden. Dazu bräuchte es wiederum deutlich längere Rampen und somit mehr Platz.

Feigl regte an, alle über die Jahre gesammelten Daten zusammenzustellen und ein Planungsbüro zu beauftragen, alle möglichen Bauvarianten zu untersuchen. Dabei sollten die Boden- und Grundwassergegebenheiten ebenso berücksichtigt werden wie mögliche Auswirkungen auf die Staatsstraße, sagte der Bürgermeister: "Am Waldspielplatz wurde die Straße beispielsweise angehoben. So etwas könnte im Süden auch infrage kommen, wird sich aber wiederum auf den Lärmschutz auswirken." Auch die Frage, wie man verhindere, das Niederschlags- oder Grundwasser die Unterführung unpassierbar machen, soll geklärt werden.

Königsbrunner Stadträte begrüßen Studie zur Kreuzung Lechstraße

Mit dieser Vorgehensweise waren die anderen Stadträte grundsätzlich einverstanden. Florian Kubsch (SPD) freute sich, dass wieder Bewegung in die Sache komme. Es seien ja in früheren Jahren schon Haushaltsmittel für diese Querung eingestellt gewesen, man hätte also auch schon früher damit anfangen können. Bei allen baurechtlichen Regeln müsse man auch aufpassen, dass die Lösung am Ende nicht so umständlich ausfalle, dass sie nicht mehr genutzt werde.

Helmut Schuler (Freie Wähler) wies darauf hin, dass die Unterführung beim Waldspielplatz trotz der Steigung von Rollstuhlfahrern genutzt werde. Für ihn sei dieses Bauwerk das ideale Beispiel für eine sichere Querung: "Es geht oder fährt auch wirklich kaum jemand oben über die Straße." Doris Lurz (Grüne) fragte an, ob es nicht möglich wäre, die Querungshilfe an der Benzstraße für Fußgänger und Rollstuhlfahrer auszuweisen und eine Unterführung nur für die Radfahrer vorzusehen. So könnte man möglicherweise auf die aufwändigere Bauweise verzichten. Christian Toth (FDP) regte an, bei der Studie auch die anderen Querungen an der Bach- und der Aumühlstraße zu betrachten. Durch das neue Baugebiet seien auch dort künftig mehr Fußgänger und Radfahrer zu erwarten.

Bei der Studie werden auch Kreisverkehr- und Ampellösungen betrachtet

Jörg Kratzer vom städtischen Tiefbauamt sagte, man habe im Zuge der Planungen für das Baugebiet auch mit dem Staatlichen Bauamt über die Einmündungen in die Lechstraße gesprochen. Für das Amt komme allerdings ein Kreisverkehr an der Stelle nicht infrage: "An der Bachstraße wird eine Einmündung mit Linksabbiegerstreifen gebaut." Bei der Studie für die Kreuzung an der Blumenallee würden alle möglichen Varianten betrachtet, auch Kreisverkehr- oder Ampellösungen.

Schließlich brachten die Stadträte die Studie einstimmig auf den Weg. Diese soll in drei bis vier Monaten vorliegen, damit zeitnah über die Lösungen diskutiert werden kann. Betrachtet werden alle Einmündungen in die Lechstraße und neben einer groben Kostenschätzung sollen auch mögliche Zuschüsse und Förderprogramme geprüft werden.

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