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Königsbrunn

17.01.2021

Mehr Turnhallen-Kapazitäten für Königsbrunner Sportler

Am Königsbrunner Gymnasium steht eine von zwei Dreifach-Turnhallen in der Stadt. Die Stadt plant eine dritte an der Mittelschule Süd.
Foto: Hermann Schmid (Archivbild)

Plus Außerhalb der Corona-Zeiten werden in Königsbrunn oft die Turnhallen-Kapazitäten knapp. Daher hat sich der Stadtrat mit zwei Möglichkeiten eines Ausbaus befasst.

Die vielseitigen Sportangebote der Königsbrunner Vereine bedeuten für die Stadt auch, dass sie reichlich Hallen-Kapazitäten vorhalten muss. Der Stadtrat hat sich in seiner aktuellen Sitzung mit der momentanen Situation befasst und ist zu dem Schluss gekommen, dass ein zusätzlicher Bau in den nächsten Jahre in Angriff genommen werden soll. Dabei standen zwei Vorschläge zur Auswahl: ein Neubau im Sportpark West und eine Erweiterung der Turnhalle der Grundschule Nord.

Aufgrund der Bauarbeiten an mehreren Königsbrunner Schulen ist die Raumsituation derzeit angespannt. Bevor die Corona-Auflagen die Sportler ausbremsten, mussten die Vereine zusammenrücken. Die Doppelturnhalle der Grundschule Süd war während der Sanierung nicht nutzbar, der Gymnastikraum der Realschule ist wegen der andauernden Baumaßnahmen noch immer nicht fertig. Wegen der Corona-Krise konnten die Sportler des PSV Königsbrunn die Sportanlagen auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei nicht mehr nutzen und brauchten andere Lösungen. "Der TSV Königsbrunn ist mit seinen Abteilungen zusammengerückt, sodass wir Lösungen anbieten konnten", sagte Bürgermeister Franz Feigl.

Gymnastikraum fällt dem Umbau der Grundschule Nord zum Opfer

Künftig fällt wegen des weiteren Umbaus der Grundschule Nord auch der Gymnastikraum im Keller weg, sodass dort nur noch eine Einfach-Turnhalle zur Verfügung steht. "Früher hat das gereicht, da fanden manche Sportstunden eben nachmittags statt. Doch jetzt mit Nachmittagsbetreuung und Ganztagsschule gibt es vermehrten Bedarf", sagte der Bürgermeister. Da auch die Schulleitung mit dem Wunsch nach mehr Hallenkapazitäten an die Stadt herangetreten ist, wurde das Planerbüro, das die Umgestaltung der Schule bearbeitet, beauftragt, Vorschläge zu unterbreiten.

Einen Favoriten hatten die Stadträte unter den Vorschlägen schnell gefunden: Am bisherigen Standort sollen aufeinander zwei Einfach-Sporthallen errichtet werden. Für Stadtplaner Werner Lohmann hätte diese Lösung den Charme, dass sie die Kapazitäten erhöht, ohne dass die Gebäude zu nahe beieinanderstehen. Die Kosten für diese "architektonisch gute Lösung" schätzte er auf vier Millionen Euro.

Königsbrunner Stadträte sehen noch offene Fragen

Angesichts der angespannten Haushaltslage passe dieses Projekt momentan definitiv nicht ins Haushaltskonzept, stellte der Bürgermeister klar. Aber man wolle schon einmal die Möglichkeiten diskutieren. Alexander Leupolz (CSU) und Doris Lurz (Grüne) lobten das Konzept grundsätzlich, sahen allerdings auch noch offene Fragen. "Was mir fehlt, ist ein Verkehrskonzept", sagte Leupolz. Wenn auch Vereine die Halle nutzen sollten, müsse geklärt werden, wie der An- und Abfahrtsverkehr in den engen Straßen laufen und wie die Parksituation geregelt werden soll.

Die Freien Wähler hatten beantragt, einen Neubau im Sportpark West ins Auge zu fassen. Sie hatten den Bau einer Zweifach-Turnhalle auf einem Grundstück an der Kreuzgasse angeregt, das der Stadt gehört. Durch die Parkplätze der Sportanlage nebenan und die Lage an der Königsallee bestünden dort keine Verkehrsprobleme, sagte Helmut Schuler. Zudem könne man den Bau dort bei Bedarf auch um einen dritten Hallenteil erweitern. Die Notwendigkeit einer weiteren Dreifach-Turnhalle sah auch der Bürgermeister, hat allerdings einen anderen Standort im Blick: "Wenn wir die Mittelschule Süd erweitern, ist auch ein Ausbau der Turnhalle zur Dreifach-Halle vorgesehen." Eine dritte Dreifachhalle neben dem Gymnasium und der Oppenländer-Halle würden den Ballsportlern sehr helfen.

Große Mehrheit entscheidet sich für Bau an der Königsbrunner König-Otto-Schule

Nicolai Abt (SPD) regte eine Gesamtkonzeption für eine nachhaltige Entwicklung der Sporthallen an. Alwin Jung (Grüne) sagte, eine solche Konzeption habe man beim Umbau des Gymnasiums gemacht. Es sei allerdings schwer, bei dieser Thematik ein Ende zu finden, weil es viele Wünsche vonseiten der Vereine gebe. Christian Toth (FDP) fragte, woher das Geld für diese Projekte kommen solle und forderte wieder einmal eine Prioritätenliste für die städtischen Bauvorhaben.

Letztlich einigte man sich mit 26:3 Stimmen darauf, die "Stapellösung" an der Grundschule Nord mittelfristig weiter zu verfolgen. Die Idee der Freien Wähler auf einen Neubau im Sportpark West wurde mit 5:24 Stimmen verworfen.

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