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27.06.2017

Muss das Matrix in den Ferien offen sein?

Stadtrat diskutiert über die Angebote des Jugendzentrums

Muss das Matrix künftig auch in den Ferien seine Türen für Jugendliche offenhalten? Mit dieser Frage hat sich der Königsbrunner Stadtrat in seiner letzten Sitzung befasst. Die FDP hatte einen Antrag gestellt, das Jugendzentrum auch während der Ferien grundsätzlich geöffnet zu halten. Zielgruppe seien gerade junge Leute aus schwierigen familiären Verhältnissen, die auf Treffpunkte außerhalb der elterlichen Wohnung angewiesen seien. „Die Frage ist: Wo wollen wir hin mit dem Matrix?“, sagte FDP-Stadtrat Christian Toth. Seiner Erfahrung nach sei schon viel gewonnen, wenn man flexible Dienstpläne einrichtete.

Ralf Engelstätter, der Leiter des Jugendzentrums, erklärte, dass das Matrix 37 Stunden pro Woche offen sei. Damit und mit dem Besuch sei man schon jetzt beispielhaft für die offene Jugendarbeit in Bayern. Um alle Projekte zu stemmen, hätten seine Mitarbeiter schon jetzt reichlich Überstunden gesammelt. Bisher war das Matrix drei Wochen in den Sommerferien, zwei in den Winter- und je eine in den Pfingst- und Osterferien geschlossen. Da nur vier Pädagogen den Jugendtreff öffnen dürfen, sei eine Verlängerung nur mithilfe von zwei zusätzlichen Halbtagskräften zu stemmen. Zudem sei der Bedarf durchaus fraglich, sagte Engelstätter: „In der zweiten Pfingstferienwoche hatten wir etwa vier Besucher pro Tag.“

Aus dem Stadtrat kam viel Zustimmung für längere Öffnungszeiten im Winter. „Man kann das Gebäude nicht für vier Besucher öffnen und pflegen. Da muss man die Verhältnismäßigkeit sehen“, sagte Helmut Schuler (Freie Wähler). Lieber tue man im Sommer etwas weniger und lege dafür im Winter noch etwas drauf – ohne neues Personal. So sah es auch Bürgermeister Franz Feigl (CSU).

Anders lag der Fall bei den Streetworkern: Markus Wiesmeier (SPD) warf die Frage auf, ob die beiden Mitarbeiter unterwegs seien, wenn das Matrix geschlossen habe. Nein, antwortete Ralf Engelstätter, die Streetworker hätten normalerweise mit den anderen Kollegen frei. Das wiederum missfiel den Stadträten: „Wenn das Matrix zu hat, sollten die Streetworker als Ansprechpartner da sein“, monierte Maximilian Wellner (CSU). Er könne bei der Polizei ja auch nicht einfach auf Streifen verzichten, weil alle Kollegen gleichzeitig in den Urlaub gehen. Die Stadträte beauftragten Ralf Engelstätter letztlich einstimmig, eine neue Konzeption für den Dienstplan zu entwickeln. Mehr Öffnungszeiten braucht es im Sommer nicht, dafür sollten die Streetworker während der Schließzeiten verstärkt im Einsatz sein. (adi)

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