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Diskussion

16.07.2020

Neues Konzept der Regionalentwicklung Stauden

In Langenneufnach sprechen sich die Gemeinderäte für die Umwandlung aus. Welche Fragen noch offen sind

Auch in Langenneufnach stehen die Gemeinderäte der geplanten Umwandlung der Regionalentwicklung Stauden (RES) positiv gegenüber. Wie in Walkertshofen (wir berichteten) präsentierte Geschäftsführerin Claudia Schuster während der Sitzung ein Konzept, damit die Res in eine so- genannte ILE (integrierte ländliche Entwicklung) umgewandelt werden kann. Hintergrund ist, so Schuster, dass das derzeitige Konzept der RES nicht mehr zukunftsfähig sei. Die RES wurde vor knapp 25 Jahren gegründet. Vor allem Fördermittel abzurufen sei schwierig, und der Verein könne sich nur noch durch Mitgliedsbeiträge finanzieren.

Fragen hatten die Gemeinderäte zur Kostenaufteilung. Hierzu meinte Schuster, dass erst noch festgelegt werden müsse, wie die Kostenbeteiligung in Höhe von 25 Prozent am Konzept sowie an der Umsetzungsbegleitung unter den Gemeinden aufgeteilt werden könne. Vorstellen könne sie sich beispielsweise eine Aufteilung nach Einwohner oder Flächen. Auch die Frage nach der Option für eine Verlängerung konnte Schuster bejahen. Nach sieben Jahren könne die Arbeit der ILE einmalig um weitere sieben Jahre verlängert werden. Und die Frage, ob der jährliche Zuschuss in Höhe von maximal 90000 Euro für die Personalkosten reichen würde, konnte Schuster ebenso bejahen. Mit einer Gegenstimme beauftragte das Gremium Bürgermeister Gerald Eichinger zur Einleitung weiterer Schritte in Absprache mit den Mitgliedsgemeinden der Res.

Die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau am Kinderhaus St. Martin können nun starten, erläuterte Kirchenpfleger Wilhelm Knoll während der Sitzung. Positiv beurteilte er, dass von der Bausumme in Höhe von 3,6 Millionen Euro bereits 80 Prozent ausgeschrieben wurden und sich derzeit sogar eine Kostenersparnis von 108000 Euro ergeben hat. Ob die Kostenersparnis bis zum Abschluss der Bauarbeiten allerdings bestehen bleibt, ist noch offen. Der Betrieb des Kinderhauses soll während der Bauphase aufrecht erhalten bleiben. „Nach dem Anbau ist der Kindergarten von der Größe her allerdings am Limit, sodass eine weitere Erweiterung in Zukunft nicht mehr möglich ist. Aber wir hoffen, dass dies auch nicht nötig ist,“ so Knoll.

Einstimmig abgesegnet haben die Räte die Änderung der Abwasserbeseitigung für drei Grundstücke im Baugebiet „Östlich des Kindergartens“. Wie sich nun herausstellte, wäre die geplante Abwasserbeseitigung für die im Norden des Baugebietes liegenden Grundstücke schwierig umzusetzen gewesen und es wäre eine Hebeanlage nötig. Das Ingenieurbüro schlug daher eine Alternativlösung mit Anschluss an den Mischwasser-Kanal zwischen der Schulstraße und der Blumenstraße vor.

Bürgermeister Eichinger schlug vor, Ratsmitglied Walter Knoll als Seniorenbeauftragter der Gemeinde zu berufen. Da die Zahl der Senioren stetig steige und daher auch immer mehr Informationen und Angebote vom Landratsamt für die Senioren herausgegeben werden, wäre ein Ansprechpartner sinnvoll. Die Räte hatten keine Einwände.

Positiv äußerte sich Eichinger darüber, dass die Vereine nun ihre Tätigkeit nach der Zwangspause wieder aufnehmen. „Die Umsetzung der Hygienemaßnahmen ist mit einem riesigen Aufwand für die Vereine verbunden. Daher freut mich das Engagement aller Beteiligten umso mehr, denn schließlich lebt ein Dorf von Vereinsaktivitäten.“

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