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Königsbrunn

15.04.2019

Nicht nur Pflaster kleben, auch Pflaster legen

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Als Anerkennung gab es für besonders aktive Ehrenamtliche die Henri-Dunant-Medaille „Schlacht von Solferino“.
Bild: Hermann Schmid

Die Königsbrunner Wasserwacht hat eine neue Fahrzeughalle eingeweiht. Jetzt freuen sich die Retter über genug Platz für ihr neues Fahrzeug

Bei der Wasserwacht Königsbrunn ist weit mehr Talent und Engagement vorhanden, als beim Wachdienst am Ilsesee üblicherweise gefordert wird. „Wir können nicht nur Pflaster kleben“, bemerkte Ortsvorsitzender Christian Peter am Samstag, „sondern auch Pflaster legen“. Er spielte damit auf die vielen Eigenleistungen an, mit denen ein Dutzend Mitglieder zum Bau der neuen Fahrzeughalle für zwei Einsatzfahrzeuge beigetragen hatten. Nur so konnte das Projekt für ein Budget von knapp 50000 Euro umgesetzt werden, betonte Peter.

Die 81 Quadratmeter große Halle wurde am Samstag mit einer kleinen Feier in Betrieb genommen. Sie war nötig geworden, als sich 2018 abzeichnete, dass die Ortsgruppe ihr 20 Jahre altes Wasserrettungsfahrzeug ersetzen müsse, sagte Peter: „Schon in der alten Garage war es sehr eng – und diese Autos werden ja nicht kleiner!“ Der neue Wasserrettungswagen, der Platz für eine fünfköpfige Schnelleinsatzgruppe bietet und deren Ausrüstung einschließlich Taucheranzüge aufnimmt, wird in wenigen Wochen erwartet.

Im August legte die Wasserwacht los mit dem Bau

Im vergangenen Juni fiel dann die Entscheidung, zügig wurde die Finanzierung geklärt. Peter dankte der Stadt, die 50 Prozent der Kosten von 47500 Euro übernahm. Anfang August begann man, im Anschluss an eine Wasserrettungsausbildung, den Bauplatz herzurichten. Verschiedene handwerkliche Fertigkeiten unter den Mitgliedern und einigen Verwandten wurden angezapft, erzählte der Ortsvorsitzende, und auch manche Sachspende der beteiligten Firmen senkte die Baukosten. Als Anerkennung für den Einsatz gab es für ein knappes Dutzend Mitglieder die Henri-Dunant-Medaille „Schlacht von Solferino“.

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Dazu spendeten die Gäste reichlich Beifall. Gekommen waren neben den Spitzen der Kreisverbände von BRK und Wasserwacht auch Kollegen von den befreundeten Ortsgruppen Bobingen, Schwabmünchen, Dießen am Ammersee und Grimmen in Mecklenburg-Vorpommern sowie hochrangige Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Königsbrunn, der Bereitschaftspolizei und der EHC Pinguine. Staatssekretärin Carolina Trautner und Bürgermeister Franz Feigl, beide auch im BRK-Kreisvorstand, vertraten die Politik.

Königsbrunner Stadträte einig in der Unterstützung

Feigl sagte, über die Förderung des Projekts seien sich im Stadtrat alle einig gewesen. Die Wasserwacht leiste neben ihren Aufgaben in der Wasserrettung auch einen wichtigen Beitrag zum Stadtleben, betonte Feigl, indem sie ebenso wie die Rotkreuzbereitschaft immer wieder den Sanitätsdienst bei größeren Veranstaltungen übernehme. Weitere Aufgaben seien für die Öffentlichkeit nicht so präsent, wie der Katastrophenschutz oder die Verpflegung der Helfer bei Großeinsätzen.

Kreisvorsitzender Paul Steidle lobte die gute Verbindung zwischen Wasserwacht und Stadt und stellte fest, Projekte wie die Fahrzeughalle seien ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand nicht zu stemmen. Er wies aber auch auf die rund 16000 Fördermitglieder des Roten Kreuzes im ganzen Landkreis Augsburg hin, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen auch diesen Neubau unterstützt hätten.

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