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Schwabmünchen/Langerringen

21.04.2015

Schutzdamm soll Überschwemmungen wie 2006 verhindern

2006 hatte Schmelz- und Niederschlagswasser dazu geführt, dass das Gebiet im Südosten Schwabmünchens zu einer Seenlandschaft wurde.
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2006 hatte Schmelz- und Niederschlagswasser dazu geführt, dass das Gebiet im Südosten Schwabmünchens zu einer Seenlandschaft wurde.
Bild: Archiv Radloff

Im Gemeinderat Langerringen werden die aktuellen Planungen für den Hochwasserschutz vorgstellt. Ein verkürzte Dammlänge soll die Kosten auf eine Million Euro reduzieren. Reicht das aus?

Schneefall, Schmelze und Niederschlag – diese Kombination war vielerorts der Auslöser einer zerstörerischen Hochwassersituation, auch zwischen Langerringen und Schwabmünchen. Damals, im Jahr 2006, versprach die Politik rasche Mittel für Gegenmaßnahmen zur Verhinderung solcher Katastrophen. In der Zwischenzeit wurden mögliche Niederschlagsmengen heruntergerechnet, Mittel gekürzt und Planungen entsprechend verkleinert. Das Planungsbüro Steinbacher Consult hat die aktuellen Planungen zum Hochwasserschutz Schwabmünchens dem Langerringer Gemeinderat jetzt vorgestellt.

Diplomingenieur Steinbacher beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Hochwasserproblematik und gilt als Spezialist für Lösungen. 2006 hatte eine Kombination aus Schmelz- und Niederschlagswasser dazu geführt, dass das Gebiet im Südosten Schwabmünchens zu einer Seenlandschaft wurde. Seit 2008 gibt es Gespräche zwischen Schwab-münchen und Langerringen über den Hochwasserschutz südlich der Firma Ritter im Bereich Taubental.

Die Gemengelage ist kompliziert, da unterschiedliche Flurzugehörigkeiten und Eigentumsverhältnisse bei benötigten Grundstücken unter einen konzeptionellen Hut zu bringen sind. Auch wenn es in erster Linie um den Schwabmünchner Hochwasserschutz geht, die Gemeinde Langerringen ist mitbetroffen, auch beim Stemmen finanzieller Belastungen. Denn Flächen auf Langerringer Flur würden von den Schutzmaßnahmen ebenfalls profitieren.

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Steinbacher Consult hat berechnet, dass die geschützten Flächen zwischen Schwabmünchen und Langerringen im Verhältnis 89:11 Prozent stünden. Aber noch ist kein finanzieller Verteilungsschlüssel zwischen beiden Orten gefunden worden.

Bereits im Jahr 2010 entstand eine Entwurfsplanung, die dann zur Genehmigung eingereicht wurde. Seitdem ist sie offiziellen Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth regelmäßig angepasst worden. Wie so oft wurde dabei versucht, alle möglichen Aspekte in einen Zusammenhang zu bringen und zu berücksichtigen. Neue Berechnung zum Jahrhunderthochwasser, dem sogenannten HQ100, führten letztendlich zu einer Reduzierung erwarteter Wassermengen.

Die jetzige Planung bezieht den tiefer liegenden Bereich des kleeblattartigen Kreuzungsbauwerkes der Verbindungsstraßen zwischen Schwabmünchen-Ost und Untermeitingen-Mitte und der Südumgehung Schwabmünchens als potenzielles Auffangbecken mit ein. Als Konsequenz könnten Schutzbauwerke wie der geplante Damm entlang der Schwabmünchner Südumgehung östlich der Bahnlinie geringer dimensioniert und kostengünstiger gebaut werden.

Ursprünglich sollte die Dammlänge 600 Meter betragen, heute sprechen die Planer von 360 Metern bei einem Fassungsvermögen von 96000 statt 450000 Kubikmetern. Das reduziert die Kosten um rund ein gutes Drittel auf knapp eine Million Euro. Nach Abzug möglicher Zuschüsse bleiben rund 350000 Euro offen, die zwischen beiden Orten aufzuteilen sind. Ein neues Planfeststellungsverfahren ist überflüssig, da die angepasste Gesamtplanung lediglich geringer ausfällt. Demnächst soll die abgeänderte Planung zur weiteren Genehmigung eingereicht werden. (mimä)

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