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Mickhausen

08.08.2017

So feiert Mickhausen sein Premium-Freiluftfest

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3 Bilder
Die Schmuttertaler Musikanten – hier beim Festausklang am Sonntagabend – hatten ein rundum gelungenes Schlosshoffest auf die Beine gestellt.
Bild: Walter Kleber

Der Musikverein legt Wert auf seine ganz besondere Mischung. Vielfalt gehört zum Schlosshoffest.

Eines muss man den Schmuttertaler Musikanten in Mickhausen lassen: Zu Petrus haben sie offenbar einen ganz besonderen Draht. Denn allen Wetterprognosen zum Trotz erlebte die Staudengemeinde am Wochenende ein Schlosshoffest wie aus dem Bilderbuch. Die für Sonntag angekündigte Regenfront machte sich nur kurz am Vormittag nach dem Freiluftgottesdienst in Spurenelementen bemerkbar. Im Nu waren die wenigen Regentropfen von Tischen und Bänken abgewischt. Die restlichen dunklen Wolken wurden von den Frühschoppenklängen der Musikkapelle Fischach regelrecht weggeblasen, sodass einem trockenen Festsonntag nichts im Wege stand.

Ganz zu schweigen von den beiden vorangegangenen Abenden, als es im voll besetzten Schlosshof fast kein Durchkommen mehr gab. Die gut 80 Helferinnen und Helfer, die der örtliche Musikverein an den drei Festtagen in Küche, Schänke und Service wieder aufgeboten hatte, konnten sich über mangelnde Arbeit jedenfalls nicht beklagen. Das Schlosshoffest vor der Kulisse des fast 500 Jahre alten Fuggerschlosses im Herzen des Dorfes zieht von Jahr zu Jahr mehr Besucher an, die im fast schon mediterranen Ambiente feiern und ein paar stimmungsvolle Stunden erleben möchten. Wenn am Abend dann zu knackiger Blasmusik noch Hunderte bunte Glühlämpchen und flackernde Fackeln den Schlosshof in ein romantisches Licht tauchen, macht das Schlosshoffest seinem guten Ruf alle Ehre.

Kinosaal unterm Sternenhimmel

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Georg Reiter und Erich Müller, die Vorsitzenden des gastgebenden Musikvereins, strahlten am Sonntagabend dann auch mit der untergehenden Abendsonne um die Wette: „Das war wieder ein Festwochenende, an dem alles gepasst hat. In unserem Schlosshof haben wir die besten Bedingungen für ein Premium-Freiluftfest nach dem Geschmack unserer Gäste!“

Gute Tradition ist es in Mickhausen, dass der Schlosshof zum Auftakt des Festwochenendes am Freitagabend in einen großen Kinosaal unterm Sternenhimmel umfunktioniert wird. In Zusammenarbeit mit dem Filmhaus Türkheim und dessen Chef Rudolf Huber flimmerte heuer mit der deutschen Erfolgskomödie „Willkommen bei den Hartmanns“ ein Kassenschlager mit deutscher Starbesetzung über die riesige Leinwand. Rekordverdächtige 730 Besucher wurden an der Kinokasse gezählt. Sie erlebten die Geschichte des nigerianischen Flüchtlings Diallo, der in einer deutschen Oberschicht-Familie ein neues Zuhause findet. Simon Verhoeven ist mit seinem Film ein Stück Integrationsarbeit gelungen, das die Flüchtlingsproblematik auf humorvolle Weise angeht und ganz ohne erhobenem Zeigefinger so manchen Zeitgenossen den Spiegel vorhält.

Delegation aus Frankreich war zu Gast

Unter dem Motto „Sommernacht im Schlosshof“ sorgte am Samstagabend die Musikkapelle Gennach unter der Leitung von Andreas Hämmerle für beste Blasmusikunterhaltung. Die gefiel auch einer starken Gästegruppe aus Frankreich. Der deutsch-französische Freundeskreis im benachbarten Walkertshofen hatte am Wochenende eine stattliche Delegation aus der Partnergemeinde Oisseau zu Gast – und zeigte den französischen Gästen am Beispiel des Schlosshoffestes in Mickhausen die bayerisch-schwäbische Festkultur.

Den Festgottesdienst am Sonntagvormittag zelebrierte Ortspfarrer Pater Joji. Die musikalische Gestaltung übernahm die Musikkapelle Fischach unter der Leitung ihres Ehrendirigenten Lothar Uth, die auch zum anschließenden Frühschoppenkonzert aufspielte. Am Nachmittag genossen die Festbesucher die musikalische Kaffeeunterhaltung der Jugendkapelle Stauden mit ihrem Dirigenten Harry Schuster am Pult. Auf die Kaffeegäste wartete wieder ein rekordverdächtiges Büfett mit vielen selbst gebackenen Kuchen und Torten. Das Finale des Mickhauser Schlosshoffestes bestritten am Abend dann die gastgebenden Schmuttertaler Musikanten selber. Unter der Leitung ihres Dirigenten Philipp Ramminger servierten sie ihren Gästen den ganzen Sommerabend lang noch einmal pfundige Blasmusik.

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