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Bobingen

11.04.2019

So wird man in Bayern wieder gesund

Markus Bernwieser erklärt bei einem Ortstermin das Vorgehen bei einer Elektrotherapie in seiner Praxis. Die meisten Besucher haben derartige Räume noch nie gesehen.
Bild: Judith Hitzelberger

Flüchtlinge kennen sich nicht aus mit Arztbesuchen, Krankenhaus und Apotheke. Die Kolpingsfamilie gibt ihnen Orientierung.

Asylbewerber bekommen in Bobingen vielerlei Hilfestellung. Eine davon geht auf eine Initiative der örtlichen Kolpingsfamilie zurück. In der Kursreihe „Leben in Bayern“ bietet sie zusammen mit dem Kolping-Erwachsenenbildungswerk und dem Helferkreis Asyl den Kurs Gesundheit an. So wie die ganze Kursreihe, soll auch dieses Modul den Teilnehmern Alltagswissen vermitteln, beziehungsweise eine Orientierung geben, wie es in Bayern in verschiedenen Bereichen des Lebens zugeht.

Unterricht und Praxisbesuch zeigen, wo es Hilfe gibt

In einer lockeren Gesprächsrunde mit viel anschaulichem Material erfuhren die Teilnehmer am ersten Kurstag wichtige Eckdaten zum Gesundheitssystem. Welche Versicherungen gibt es? Wann gehe ich zum Arzt, ins Krankenhaus oder in die Apotheke? Neben den Informationen bot Vera Heinz auch allen die Gelegenheit, die Fragen zu stellen, die sie gerade bewegen. Neben dem Unterricht findet im Anschluss an jeden Termin eine kleine Exkursion statt. Am vergangenen Samstag ging es in die Physiopraxis „Therapie am Lindenhof“. Markus Bernwieser nahm sich dort viel Zeit und zeigte den Erwachsenen und Kindern sowohl die Behandlungsräume als auch die Trainingsgeräte. Alles durfte ausprobiert werden. Der Selbstversuch, wie sich denn eine Strombehandlung anfühlt, kam besonders gut an.

Kolping: Hilfe bei Nöten der Zeit

Die Bilanz nach dem Start der Aktion: „Am Ende der ersten Kurseinheit waren sowohl die zehn „Neubayern“ als auch die Referentin sichtlich zufrieden.“, lautet das Resümee von Judith Hitzelberger, der Projektverantwortlichen der Kolpingsfamilie. Ihr Beweggrund: „Unsere Kolpingsfamilie steht nicht nur für Brauchtum, sondern setzt sich auch für die „Nöte der Zeit“ (Zitat Adolph Kolping) ein.“

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Der Kurs wird vom bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration gefördert. Ziel ist die Vermittlung von Werten und Alltagskompetenzen für dauerhaft bleibeberechtigte Menschen mit Migrationshintergrund.

Zwei weitere Termine werden in Bobingen am 13. und 20 April jeweils von 10.30 Uhr bis 15 Uhr folgen. Veranstaltungsort ist die Alte Mädchenschule an der Pestalozzistraße1. Der Kurs ist kostenlos, ein Imbiss und Kinderbetreuung wird angeboten. (ppl)

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