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Kleinaitingen

17.12.2019

Spontaner Bürgermeisterkandidat scheitert bei Nominierung

Nach mehrstündiger Stitzung standen die Kandidaten um die Sitze im Kleineitinger Gemeinderat fest.
Bild: Uwe Bolten

Helmut Liepert erhält keine Mehrheit bei der Nominierungsveranstaltung der Freien Wählervereinigung in Kleinaitingen. Das sind die Kandidaten für den Gemeinderat.

Es war eine überraschende Wendung einer ansonsten üblichen Nominierungsveranstaltung im Nebenraum der Lechfeldstuben. Die Freie Wählervereinigung (FWV) Kleinaitingen wollte ihre Kandidaten für den Gemeinderat aufstellen, doch zuvor ging es um einen möglichen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im März 2020.

„Vonseiten der Vereinigung hatte sich im Vorfeld kein Bürger für dieses Amt beworben“, stellte Hubert Sporer, ein Urgestein der FWV nüchtern fest. Auf die Nachfrage, ob sich unter den Anwesenden ein Kandidat fände, meldete sich Helmut Liepert zu Wort und bewarb sich mit kurzen Worten um diese Kandidatur. In der anschließenden geheimen Abstimmung lehnte die Freie Wählervereinigung die Bewerbung Lieperts mit 40 Nein-Stimmen mehrheitlich ab. Lediglich 18 Ja-Stimmen entfielen auf ihn, zudem gab es eine Enthaltung.

Nach drei Stunden stehen die Kandidaten der FWV in Kleinaitingen fest

Den über 60 Teilnehmern der Nominierungsveranstaltung, davon 59 Abstimmungsberechtigte, saßen am langen Tisch die zwölf Kandidaten gegenüber, die sich im Vorfeld für ein Gemeinderatsmandat bereit erklärt hatten. In seinen Begrüßungsworten legte Sporer Wert auf die Tatsache, dass die Vereinigung mit der derzeit in Regierungsverantwortung stehenden Partei nichts zu tun habe. „Und da wir keine Partei sind und keine Satzung haben, müssen einige Vorgänge, die üblicherweise der Vorstand mit den Kandidaten im Vorfeld bespricht, hier und heute in geheimer Wahl festgelegt werden. Das kann schon was dauern“, sagte er vorausschauend. Womit er recht behielt. Drei Stunden später stand die Kandidatenliste der Vereinigung – und zwar ohne einen Bewerber für das Bürgermeisteramt.

Spontaner Bürgermeisterkandidat scheitert bei Nominierung

In der Vorstellungsrunde der 13 Kandidaten, Georg Büschl wurde zusätzlich auf Vorschlag der Versammlung in die Liste aufgenommen, dominierte ein Thema: die Entwicklung und Modernisierung des Ortes unter Erhalt des Dorfcharakters. Als weitere Themen kristallisierten sich die Stärkung des Vereinslebens sowie die Entwicklung von Wohnraum und Verkehrsfragen heraus. Direkte Kampfansagen an die in Kleinaitingen regierende CSU/Unabhängige Liste konnten nicht ausgemacht werden, konkrete Pläne waren den Bewerbungsreden nicht zu entnehmen. Die geheime Wahl, durchgeführt nach dem System der Kumulation, ermittelte letztendlich die Listenreihenfolge der Bewerber.

Das sind die Kandidaten: Marga Dorfmiller-Kapetanopulos, Erwin Schemmel, Markus Heider, Matthias Eberle, Manuel Kirchner, Jürgen Geirhos, Andrea Brzeski, Viviane Scherer, Michael Wachter, Georg Büschl, Tony Kirste und Regina Heider. Als Ersatzkandidatin fungiert Stephanie Stolz.

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