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Bobingen

28.03.2014

Trendsport Parkour: Mit Salti und Wallflips durch die Stadt

Seit Juni 2013 trifft sich eine Gruppe von Jungs regelmäßig zum Training in der Laurentius Grundschulhalle in Bobingen. Sie üben die Sportart Parkour.
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Seit Juni 2013 trifft sich eine Gruppe von Jungs regelmäßig zum Training in der Laurentius Grundschulhalle in Bobingen. Sie üben die Sportart Parkour.

Jugendliche in Bobingen trainieren eine Art urbanen Querfeldeinlauf. Sie wollen sich damit einem Verein anschließen – und nehmen sich Untermeitingen zum Vorbild.

Bobingen Sie verstehen sich als Sportler – doch ihre Turngeräte sind Mauern und Bänke, sie flitzen durch Straßen und springen über Dächer. Diese Sportart nennt sich „Parkour“ (siehe Infokasten) – und sie wird bei jungen Leuten immer beliebter. Ein knappes Dutzend junger Bobinger trainiert regelmäßig in der Turnhalle der Laurentius-Grundschule. Jetzt suchen sie weitere Gleichgesinnte und einen Verein, der sie als Abteilung aufnimmt.

„Parkour ist ein Präzisionssport. Eine gute körperliche Beherrschung und der Wille, sportliche Herausforderungen zu überwinden, sind wichtig“, sagt Dominik Rankl, der den Sportlern auf Initiative einer Jugendgruppe eine Hallenzeit zur Verfügung stellt. Dann schaffen die Jugendlichen sogar Salti, Wallflips (siehe Foto) und schwierige Balanceakte. „Es gibt ihnen ein großes Gefühl von Freiheit“, sagt der Streetworker.

Seit Juni vergangenen Jahres trifft sich die Gruppe von Jungs regelmäßig zum Training in der Turnhalle. Sie machen sich warm, dehnen die Muskeln und trainieren anschließend unter der Anleitung von Robby Koberstein neue und alte Übungen. Der hat eine jahrelange Erfahrung mit dem Sport und kann hilfreiche Tipps auf die Fragen der Jugendlichen geben: Wie hole ich Schwung für einen Salto? Wie muss ich die Beine bei einem Sprung bewegen?

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Erstes Mädchen will „Traceure“ werden

Die Parkour-Gruppe wächst stetig an. Im Moment trainieren zehn Jungs zwischen zwölf und 19 Jahren mit. Bald solle auch das erste Mädchen zu der Gruppe dazustoßen, sagt Rankl. Langfristig wollen die Jugendlichen als Unterabteilung einem örtlichen Sportverein angegliedert sein. Dazu braucht es weiterhin motivierte Mädchen und Jungs, die sich als „Traceure“, das ist der Fachausdruck für Parkour-Läufer, versuchen wollen.

Mindestens 13 Jahre alt sollten Teilnehmer sein, sagt Rankl. Ansonsten darf jeder mitmachen – auch weniger sportliche Kinder. Weil die ganze Halle mit Matten ausgelegt ist, könne wenig passieren. Neben den Trainings plant die Gruppe ein einheitliches T-Shirt, gefördert durch das Programm „Integration durch Sport“ des BLSV, sowie kleinere Ausflüge. Der letzte führte vor kurzem zur „Hell Night“ nach Augsburg. Die bekannte Gruppe „ParkourOne“ hat dort ein Kraft- und Ausdauertraining für Interessierte geleitet.

Im Herbst ist ein Workshop mit der Parkourgruppe aus Untermeitingen geplant, um neue Mitstreiter zu finden. Denn: Die Bobinger wollen genau das erreichen, was in Untermeitingen schon Realität ist. Dort trainieren inzwischen 40 bis 60 Jugendliche für die Trendsportart.

Bis dahin übt die Gruppe aus Bobingen fleißig. Das offene Training findet in der Regel jeden Samstag zwischen 15.30 und 17.30 Uhr in der Halle der Laurentius-Grundschule statt. Es ist kostenlos und wird ehrenamtlich von Robby Koberstein vom SV Untermeitingen geleitet. Daneben bietet Streetworker Dominik Rankl ein Beratungs- und Vermittlungsangebot an. Er spricht mit den Sportlern auch über den Alltag, das neue Handy oder Freunde. So findet er schnell heraus, ob sie Probleme haben und wie er helfen kann: Ist die letzte Handy- rechnung noch nicht bezahlt? Gibt es Ärger mit einem Freund? Und Rankl hat ein offenes Ohr für weitere Ideen zu trendigen Sportangeboten.

Kontakt Streetworker Dominik Rankl ist erreichbar von Dienstag bis Samstag unter Telefon 0176/21765792, per Mail d.rankl@kjr-augsburg.de oder auf Facebook als „Streetworker Dominik“. Für die Parkour-Gruppe steht auf Facebook auch „Robby Koberstein“ zur Verfügung.

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