Newsticker
EMA gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Wer den Rettungseinsatz am Königsbrunner Gymnasiumsweiher bezahlt

Königsbrunn

03.11.2020

Wer den Rettungseinsatz am Königsbrunner Gymnasiumsweiher bezahlt

Taucher und Feuerwehrkräfte suchten am Königsbrunner Weiher zwei vermisste Mädchen nach einer Feier an der Skateranlage.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Königsbrunn

Plus Die beiden vermissten Mädchen in Königsbrunn sind wohlbehalten aufgefunden. Viele Bürger fragen sich jetzt, wer den Großeinsatz der Rettungskräfte bezahlt.

Der Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften am Königsbrunner Gymnasiumsweiher am Samstag hat ein gutes Ende gefunden: Zwei Mädchen waren als vermisst gemeldet, aber später wohlbehalten wieder aufgefunden worden. Nach der ersten Erleichterung beschäftigt viele Königsbrunner die Frage, wer für diesen Einsatz aufkommt.

Die Antwort gibt der Leiter der Bobinger Polizeiinspektion, Artur Dachs: Solche Einsätze zur Gefahrenabwehr werden grundsätzlich nur dann auf Beteiligte umgelegt, wenn diese mutwillig eine Notlage vortäuschen und somit den Notruf missbrauchen. "Wir wollen ja, dass Menschen den Rettungsdienst rufen, wenn es ein Problem gibt, und nicht darüber nachdenken, ob dann vielleicht Kosten auf sie zukommen." Im vorliegenden Fall hatte eine 16-Jährige im Verlauf eines Treffens an der Skateanlage, bei dem auch Alkohol getrunken wurde, den Rettungsdienst alarmiert, weil sie sich Sorgen machte. Ein 14 und ein 15 Jahre altes Mädchen liefen beim Anblick des Sanka davon.

Königsbrunner Gymnasiumsweiher: Rettungsdienste müssen schnell entscheiden

Die Sanitäter verständigten schließlich die Feuerwehr, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass den Mädchen etwas passiert ist. Aufgrund der Nähe zum Gymnasiumsweiher wurden auch Kräfte der Wasserwacht hinzugeholt, um den See abzusuchen. Solche Entscheidungen würden schrittweise je nach Einsatzlage getroffen, sagte Artur Dachs: Man versuche, so schnell wie möglich die Fakten abzuklären und Zeugen zu befragen. Dabei werden Themen abgefragt, wie mögliche Anlaufpunkte der Mädchen, aber auch Fragen nach Äußerungen, die auf eine Suizidabsicht hindeuten.

Parallel zur Klärung der Faktenlage müssen auch weitere Schritte zur Suche eingeleitet werden. Da in diesem Fall nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Mädchen ins Wasser gefallen waren, wurden die Taucher angefordert. Zudem suchten die Einsatzkräfte die Umgebung des Weihers und die von Zeugen genannten Anlaufpunkte ab.

Vermisste Mädchen in Königsbrunn gefunden

Das 14-jährige Mädchen wurde schließlich in der Nähe des Einsatzortes gefunden. Die 15-Jährige hatte sich weiter entfernt und wurde an einem der von Zeugen genannten Orte angetroffen. Bei dem jüngeren Mädchen wurde ein Alkoholwert von einem Promille festgestellt. Die 15-Jährige verweigerte die freiwillige Atemalkoholkontrolle. Da keine Straftat vorlag, verzichtete die Polizei darauf, eine Blutentnahme zu veranlassen. Wie viel der Einsatz letztlich kostete, ließ sich am Montag nicht verifizieren.

Lesen Sie auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren