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Delegiertenversammlung

13.04.2018

Ovationen und Nachdenklichkeit

Viel Applaus vom neuen TSV-Vorsitzenden Reinhold Weiher (links) und Bürgermeister Lorenz Müller (rechts) für einen nicht nur körperlich „großen Schwabmünchner“: Hans Nebauer wurde zum Abschied als TSV-Chef die besondere Ehre zuteil, dass die Grundschulhalle in Hans-Nebauer-Sporthalle umbenannt wird.
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Viel Applaus vom neuen TSV-Vorsitzenden Reinhold Weiher (links) und Bürgermeister Lorenz Müller (rechts) für einen nicht nur körperlich „großen Schwabmünchner“: Hans Nebauer wurde zum Abschied als TSV-Chef die besondere Ehre zuteil, dass die Grundschulhalle in Hans-Nebauer-Sporthalle umbenannt wird.

Der TSV Schwabmünchen verabschiedet Hans Nebauer und empfängt Reinhold Weiher

Solche Delegiertenversammlungen gab es beim TSV Schwabmünchen noch extrem selten, denn die Vorsitzenden bleiben dort meist über Jahrzehnte erhalten. So auch diesmal: Hans Nebauer wurde verabschiedet und sein Nachfolger ins Amt gewählt. Doch das war noch viel mehr Spannendes und Überraschendes.

Wehmut lag bei der Delegiertenversammlung von Anfang an in der Luft. Alle über 100 Anwesenden wussten: Heute gibt Hans Nebauer nach 24 Jahren seinen Posten als Vorsitzender des TSV Schwabmünchen ab.

„Akzeptiere, was ist, lass gehen, was war und vertraue auf das, was kommen wird.“ Das war das Motto, das er für diesen Abend ausgab. Deshalb wurde sein Bericht auch kein Rückblick, sondern eine Würdigung seiner Mitstreiter, die mit ihm die Kommandobrücke schon verließen oder verlassen. Da sind seine beiden Stellvertreter Loni Becht und Georg Daschner, da ist Schriftführerin Hildegard Geiger. „Wir waren ein viel beneidetes Team“, betonte er.

Zur Nebensache geriet, dass der Verein mit seinen 18 Abteilungen jetzt 3326 Mitglieder hat, 53 mehr als vor einem Jahr, und quasi jedes Kind bis 13 Jahren in der Stadt dem TSV angehört.

Die Verabschiedung des extrem beliebten Vorsitzenden war mit viel Lob, aber auch Nachdenklichem angereichert. Das Bild, das von ihm gezeichnet wurde, war geprägt von unermüdlichem Arbeitseinsatz, Kompromissbereitschaft, Geduld, ausgleichendem Wesen, Leistung, Optimismus und Freude, aber auch von Alleingerlassensein. Holger Hübenthal brachte es auf den Punkt: „Wir waren oft mit Kritik schnell bei der Hand, blickten selten über den Tellerrand hinaus, ließen die nötige Anerkennung für ihn vermissen. Erst jetzt lernen wir seine Leistungen richtig einschätzen.“

Die Überraschung des Abends blieb aber Bürgermeister Müller vorbehalten, der die Attraktivität und die Wichtigkeit des Vereins betonte, seine Wohlfühlatmosphäre und sein gutes Miteinander hervorhob. All das sei eng mit dem Vorsitzenden verbunden, dem deshalb, auf einstimmigen Beschluss des Stadtrats, die Ehre widerfuhr, dass die Grundschulhalle in Zukunft „Hans-Nebauer-Sporthalle“ heißt. Mit mehrmaligen lang anhaltenden stehenden Ovationen verabschiedeten die Delegierten ihren bisherigen Vorsitzenden.

Natürlich musste man auch den Regularien der Versammlung gerecht werden. Müller sprach in seinem Grußwort unter anderem von viel Integrationsarbeit im TSV und seinem Charme, von dem Baubeginn des Hallenbads 2019, dem des Kunstrasens noch in diesem Jahr. Der neue BLSV-Kreisvorsitzende Dieter Greiner betonte die große Verbundenheit des BLSV zum TSV und dass er gerne dessen Interessen vertrete.

Schatzmeisterin Monika Reiter, seit über 30 Jahren im Amt, berichtete von einem gesunden Verein mit hohen Rücklagen und eine Jahresbilanz von knapp zwei Millionen. Ihr Haushaltsvorschlag für 2018 wurde einstimmig angenommen.

Die wegen Umstrukturierungen im Verein notwendigen Änderungen der Satzung und der Geschäftsordnung trug „Geschäftsführer“ ’ Filip Hiemer vor. Wichtigster Punkt war die Einführung eines neuen Vereinsrats, der sich um die Vergütung des Vorstands kümmert und ihm beratend zur Seite steht. Alles wurde ohne Gegenstimmen genehmigt.

Schnell über die Bühne gingen auch dank bester Vorbereitung die Neuwahlen. Nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden erklärte Reinhold Weiher, dass er sicherlich nicht alles im Verein umdrehen, es aber doch Veränderungen geben werde. Er versprach, sich wie sein Vorgänger 100 Prozent für den Verein einzusetzen. Er lobte den riesigen finanziellen Zuschuss der Stadt beim Bau des Kunstrasens, dessen angekündigter finanzieller Rahmen haltbar sei.

Dem offiziellen Teil folgte die große Abschiedsfeier für Hans Nebauer, der betonte, dass der Verein sein Hobby und dessen großer Erfolg nur auf dem guten Miteinander aller im TSV möglich gewesen sei.

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