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Jahresversammlung

11.04.2019

SSV Bobingen bekommt eine neue Adresse

Bürgermeister Bernd Müller und Vereinsvorstand Michael Lang nahmen die Ehrungen für die langjährigen Mitglieder des SSV Bobingen vor.
Bild: Elmar Knöchel

Der Verein erinnert mit dem Siegfried-Miethig-Weg an seinen langjährigen Vorsitzenden. Probleme mit Maulwürfen, Fair Play und Geld sind die weiteren Themen

Die alte Adresse der SSV-Sportanlage ist bald Geschichte. Statt „Am Stadtwald“ wird die neue Adresse bald lauten: „Siegfried-Miethig-Weg“. Der Bobinger Stadt-rat stimmte dem Antrag zur Namensänderung einstimmig zu. So wird die kleine Straße zum Sportplatz bald den Namen des verstorbenen langjährigen Vereinsvorsitzenden Siegfried Miethig tragen, um dessen Verdienste für den Verein angemessen zu würdigen.

Freuen würde sich dieser wohl über die Entwicklung der Mitgliederzahlen beim SSV. Diese seien laut Vorstand Michael Lang zum Januar 2019 um 24 gestiegen. Damit habe der Verein nun insgesamt 770 Mitglieder. Dieser positive Trend sei ein Hinweis, dass der Verein nichts von seiner Attraktivität für die Sportler in der Siedlung eingebüßt habe. Neue Mitglieder seien auch eine Herausforderung, die aber von den vielen Ehrenamtlichen des Vereins gut und gerne gemeistert würde.

Aus sportlicher Sicht zu erwähnen sei der Vize-Weltmeistertitel der Keglerin Christina Neundörfer. Im abgelaufenen Jahr gelang ihr dieser Erfolg mit der deutschen U23- Nationalmannschaft, wofür sie auch eine Ehrung durch die Stadt Bobingen erhielt (wir berichteten).

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Allerdings gebe es gerade beim sportlichen Aushängeschild des SSV, den Keglern, auch Probleme. Denn um weiterhin in der Zweiten Bundesliga bleiben zu können, müsste die Kegelbahn umgebaut werden. Dies würde einen finanziellen Kraftakt bedeuten, der nur vom Gesamtverein und nicht von der Abteilung allein geschultert werden könne, wie Abteilungsleiter Johann Dischl klarstellte. Wenn dieser vom Verband geforderte Umbau nicht in der geforderten Frist bis 2022 erledigt werden könne, würde der Zwangsabstieg in die Bayernliga drohen.

Auch die Fußballabteilung hat mit Problemen zu kämpfen. Es gebe zu wenig Nachwuchsfußballer, sodass die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes im Jugendbereich nur noch über Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen möglich wäre. Dies bringe natürlich viel Koordinationsaufwand mit sich. Diverse Meinungsverschiedenheiten zwischen den Klubs seien immer wieder zu bewältigen. Tierische Probleme kommen noch hinzu. Denn Maulwürfe machen den Fußballern zu schaffen.

Ein wirksames Abwehrmittel gegen die geschützten Erdbewohner sei immer noch nicht gefunden, und die Tierchen würden sich einfach wohlfühlen auf dem Siedler-Fußballplatz, beklagte Abteilungsleiter Harald Klinger. Im sportlichen Bereich kämpfe die erste Herrenmannschaft hauptsächlich mit der Verbesserung ihres Images. Denn als Letzter der Fair-Play-Tabelle habe man spürbar mit Ressentiments seitens der Schiedsrichter zu kämpfen. Er hoffe, dass sich die Disziplin innerhalb der Mannschaft in Zukunft verbessert.

Nach den Berichten der Leiter der übrigen Abteilungen wurden die Ehrungen langjähriger Mitglieder vorgenommen (siehe Infokasten). Es wurde darauf hingewiesen, dass der SSV Bobingen in diesem Jahr sein sechzigjähriges Bestehen feiert. In diesem Zusammenhang würde im Sommer ein etwas größer angelegtes Fest gefeiert. Wobei Vorstand Lang die Mitglieder ermahnte, dass das Vereinsgelände nicht mehr wie bisher „abgeschieden am Waldrand“ liege, sondern in Zukunft direkt am Rande des neuen Wohngebietes. Deshalb sei in Zukunft stärker auf Lärmvermeidung und die Sauberkeit der Anlage zu achten.

Zum Ende der Versammlung gratulierte der Vereinsvorstand dem anwesenden Bürgermeister Bernd Müller, der auch Vereinsmitglied des SSV Bobingen ist, zum Geburtstag.

Mit dem Hinweis, dass sich der Verein natürlich auch an den Feierlichkeiten „50 Jahre Stadt Bobingen“ beteiligen werde, beendete Michael Lang die Versammlung am späteren Abend.

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